| |
| Ein Jahr, 2 Erwachsene, 3 Kinder, 4 Rucksäcke (Bukittinggi, Sumatra, Indonesien) |
Ein Jahr Weltreise mit 3 Kindern (beim Start 10 Jahre, 6 Jahre und 1 Jahr) erfolgreich hinter uns gebracht. Drei von fünf Kontinenten bereist, in 101 verschiedenen Betten geschlafen, mehr als 2500 Fotos geschossen, über 70.000 Kilometer davon rund 20.000 allein in öffentlichen Bussen zurückgelegt, und das Ganze für gerade mal 25.000 Euro inklusive Flüge und Krankenversicherung.
Es ist möglich. Reisen mit Kindern ist wohl eine der, wenn nicht sogar die aufregendste Form zu reisen. Reisen mit Kindern muss dabei weder einen halben Umzug bedeuten, noch ein halbes Vermögen kosten.
Wir möchten hier gerne ein paar Tipps und Anregungen rund um das Thema „Reisen mit Kindern“ geben, die uns zum Start unserer Reise, mangels entsprechender Informationen, gefehlt haben und die wir im mühsamen Selbstversuch, mal mit einem Schmunzeln, mal mit einem ärgerlichen Blick, peu a peu gesammelt haben.
Es gibt keine dämlichen Fragen, nur jemand der zu dämlich ist zu fragen!
- Wohin eigentlich? Was lohnt sich, was lohnt sich nicht?
- Wieviel Vorplanung braucht man?
- Einfach losfahren und dann mal sehen, wo's einen hinverschlägt, oder doch einen ausgearbeiteten Reiseplan?
- Wie ist das mit den Visa?
![]() |
| Alles verpackt? (St. Augustin, Deutschland) |
- Habt ihr das Geld für die Reise vorher gespart?
- Wie bekommt man es zusammen?
- Wovon lebt man während der Reise?
- Wann weiß man, ob man genug Geld gespart hat?
- Buggy, Kraxe oder Tragetuch?
- Kann man Kinder über einen längeren Zeitraum im Tragetuch tragen?
- Wie klappt das mit dem Wickeln? Gibt es überall Windeln und Feuchttücher?
- Wie reagieren andere Backpacker auf Kinder?
- Wie reagieren Guest-Häuser auf Kinder?
- Wart ihr immer nur alleine unterwegs oder seid ihr auch mit anderen Familien zusammen gereist?
- Wie habt ihr das mit dem Schlafen von eurem Jüngsten gemacht?
![]() |
| Der Weg ist das Ziel (Mungo National Park, Australien) |
![]() |
| Neugierde ist der Schlüssel zur Welt (Punta Arenas, Chile) |
- Ist es fahrlässig mit Kindern und besonders kleinen Kindern zu reisen?
- Hattet ihr Angst vor Kindesentführungen?
- Habt ihr besser auf eure Kinder aufgepasst, als in Deutschland?
- Unsere persönlichen Sicherheitsmaßnahmen
- Verhaltensregeln für die Kids
- Betrug und Verhandeln
![]() |
| Lebe deinen Traum (Ko Tao, Thailand) |
- Koffer oder Rucksack?
- Wieviel Liter hatten eure Rucksäcke?
- Wie schwer waren die Rucksäcke?
- Gewöhnt man sich an das Gewicht?
- Wie ist es mit Extra Taschen und Tagesrucksäcken?
- Worauf sollte man beim Kauf von Rucksäcken achten?
- Ideen einer Packliste
Wir danken all denen, die durch ihre zahlreichen Fragen mitgeholfen haben, diese Seite aufzubauen und hoffen auf noch viele Anregungen.
Planung
- Wohin eigentlich? Was lohnt sich, was lohnt sich nicht?
- Wieviel Vorplanung braucht man?
- Einfach losfahren und dann mal sehen, wo's einen hinverschlägt, oder doch einen ausgearbeiteten Reiseplan?
- Wie ist das mit den Visa?
Wohin eigentlich? Was lohnt sich, was lohnt sich nicht?
![]() |
| Träumen von den fernen Ländern dieser Welt |
Am Anfang jeder Reiseplanung muss man sich Gedanken machen, wo man eigentlich hin will. Die Auswahl der Länder ist riesig und entscheidend, wie man die weitere Reise planen sollte. Und nicht vergessen:“ "Hinterher ist man immer schlauer"“.
Die Frage was sich lohnt und was nicht ist nicht beantwortbar. Was der eine als absolutes "Muss" ansieht, würde der nächste vielleicht nicht mit dem Hintern anschauen.
Die Erkenntnis ist, dass es gar nicht so sehr ums "Sehen", sondern ums "Sein" geht. All diese Tourispots, die sind nett, aber nicht annäherungsweise so spannend und interessant, als wenn man einfach an einem langweiligen Ort mal länger bleibt und den Lebensrhythmus der Menschen miterlebt.
Ich mache hier eine kleine Zusammenfassung der Länder die wir bereist haben:
Südostasien macht vielen Europäern Angst, ist aber meiner Ansicht nach einer der coolsten Orte zum Reisen. Gerade mit Kindern ist man genau dort am richtigen Platz.
Südamerika ist einfach zu bereisen, aber gegen Asien bei weitem nicht so aufregend. Und wenn man wie wir den Fehler gemacht hat, erst nach Asien und dann nach Südamerika zu reisen, dann können einem die Menschen dort etwas unfreundlich erscheinen. Deshalb unser Tipp: Immer andersherum reisen.
Zu Afrika und Indien können wir nichts sagen. Da sie von unserer Reiseroute direkt am Anfang gelegen hätten, hatten wir uns dagegen entschieden. Als Reise-Neulinge erschien uns das damals etwas zu krass.
Argentinien: Argentinien hat auf der einen Seite diese wahnsinns Landschaft und auf der anderen Seite die Menschen. Es war mit Abstand das unfreundlichste Land von allen. Wobei wir auch ganz, ganz liebe Menschen kennen lernen durften.
Australien: Wer Urlaub sucht mit toller Landschaft, vielen tollen Aktivitäten und herausragender Kinderfreundlichkeit ist hier bestimmt richtig.
| |
| Mehr als 20.000 Kilometer in öffentlichen Bussen. (Titicacasee, Bolivien) |
Bolivien: Bolivien ist mein Favorit in Südamerika. Da habe ich mein Herz dran verloren, vor allem weil ich auch mit den Leuten reden konnte, auch wenn einige Bolivianer etwas grantig Touristen gegenüber sein können. Es gibt aber nichts süßeres als kleine süße "Mamitas".
Brasilien: Brasilien war für uns das Land mit den krassesten Kontrasten zwischen Arm und Reich. Aber Jahresabschlusstest gut bestand. Wir haben das Jahr über schön gelernt gehabt, um sicher durch Sao Paulo und Rio zu kommen.
Chile: Tolle Landschaft, liebe Menschen und ein sehr ruhiges Reiseland.
Indonesien: Also wenn Ihr das Abenteuer sucht, dann seit ihr hier bestimmt richtig. Die Leute sind super lieb und keine Angst vor der islamischen Ausrichtung des Landes, die ist in großen Teilen des Landes total moderat. Wenn sie überhaupt auffällt. Indonesien ist das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten.
Kambodscha: Für uns war es ein echt krasses Land, mag aber an unserer schlechten Vorbereitung gelegen haben. Von unserer Seite verdient Kambodscha auf jeden Fall eine zweite Chance.
Laos: Unser absoluter Favorit. Die Menschen sind so was von lieb, man kommt mit den Bussen problemlos durchs Land und es ist noch sehr, sehr ursprünglich (auch wenn ich diese Formulierung nicht sonderlich mag), aber es gibt mächtig viel zu sehen.
Malaysia: Wenn ihr es eher ruhiger, aber dennoch sehr multikulturell mögt, dann auf nach Malaysia. Der Lebensstandart ist in der breiten Masse sehr hoch, also Reisen ist easy-going, wenn nicht schon fast langweilig im Vergleich zu manch anderem südostasiatischem Land, aber spitze, um mit Südostasien zu beginnen.
Paraguay: Da wir nur durchgereist sind, kann ich nichts sinnvolles wirklich zum Land sagen.
Peru: In Peru haben wir auch super liebe Menschen getroffen. Dennoch hat uns Peru auf den Trampelpfaden nicht so sehr gefallen und viel mehr haben wir leider nicht gesehen.
Singapur: Eine einzige Shopping-Mall. Das sollte man mal erlebt haben.
Thailand: Prima um mit Südostasien zu starten. Viele liebe Menschen und herausragendes Essen. Nur der penetrante und allgegenwärtige Sexturismus ging uns auf die Nerven. Das war echt nicht schön.
Vietnam: Ein Muss! Es ist anstrengend aber so was von spannend, wuselig und klasse.
Wieviel Vorplanung braucht man?
![]() |
| Alles braucht seine Zeit (Kiel, Deutschland) |
Auch bei dieser Frage kann ich nur sagen, dass kommt wieder ganz drauf an. Wir sind mit einem halben Jahr gut hingekommen. Andere planen Jahre lang und der nächste setzt sich in den Flieger und ist weg. Wobei ich letzteres im Zusammenhang mit Kindern noch nicht erlebt habe.
Die eigentlich limitierenden Faktoren sind unter anderem das Impfen. Das hat bei uns sehr lange gedauert. Pässe können bis zu sechs Wochen brauchen, bis sie ausgestellt sind. Kündigungsfristen für Job, Wohnung etc. müssen berücksichtigt werden. Ansonsten Verkauf oder Vermietung nimmt Zeit in Anspruch. Wenn man gleich am Anfang in Länder will, wo es schwierig ist Visa zu bekommen z. Bsp. Russland, China oder die USA, oder man Arbeitsvisa möchte, sollte genug Zeit eingeplant werden.
Einfach losfahren und dann mal sehen, wo's einen hinverschlägt, oder doch einen ausgearbeiteten Reiseplan?
![]() |
| Auf und davon (Düsseldorf, Deutschland) |
Einige schwören auf die Flexibilität und wollen sich nicht so festlegen. Das kann wie bei allem funktionieren, muss es aber nicht.
Da hat schon manch einer eine böse Überraschung erlebt, als gerade bei Flügen festgestellt wurde, dass diese von dem Ort wo man gerade ist viel teurer sind, als wenn man sie wo anders gebucht hätte. Natürlich geht es auch andersherum. Nur oft hat man beim Reisen nicht soviel Zeit, oder auch Lust die ganze Zeit mit Schnäppchenjagd nach guten Flügen zu vergeuden.
Wir hatten in der Tat ein Around-The-World Ticket, welches sich für uns sehr rentiert hat. Aber außer Eckdaten wie nach Ankunft in Thailand mussten wir ein halbes Jahr später in Bali unseren Weiterflug bekommen, war da auch nicht mehr drin.
Ob wir nach Bali fliegen oder schwimmen war unsere Sache und was wir in dem halben Jahr in Südostasien tun auch. Wir hatten auch überlegt, ob wir einen Abstecher auf die Philippinen oder nach Borneo machen sollten, aber die Zeit war ohnehin schon so knapp, dass sich das nicht für uns ergeben hat.
Wie ist das mit den Visa?
![]() |
| Auf die richtigen Pässe, auch für die Kinder achten (Kiel, Deutschland) |
Visa sind so eine Sache. Da sollte man sich gut im Voraus informieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Gerade beim Reisen mit Kindern sollte man vor der Reise geklärt haben, ob alle Länder, die man bereisen will, auch den entsprechenden Pass, den die Kinder haben, akzeptieren. Es gibt Länder die weder Kinderausweise noch die Eintragung in den elterlichen Pass akzeptieren. Beides zu haben ist manchmal auch problematisch, da man das Reisedokument unterwegs nur wechseln kann, wenn man fliegt. Auf dem Landweg bekommt man meistens nur einen Einreisestempel, wenn man im selben Pass auch den entsprechenden Ausreisestempel des vorherigen Landes hat. Daher sollte man sich vorher gut überlegen, mit welchem Reisedokument man von Flug zu Flug reist. Eigene Pässe sind meist die sicherste, häufig aber auch die teuerste Variante. Visagebühren variieren nach Staatsbürgerschaft, sollte man also mehrere haben, ist auch das zu berücksichtigen und zwar immer für die ganze Reise, da unterwegs wechseln nicht möglich ist ohne ein Flugzeug zu besteigen.
Ansonsten gilt, immer kurz bevor man dann ins nächste Land reist zu schauen, ob man etwas wichtiges beachten sollte und ob es Sinn macht, die Visa schon vorher als an der Grenze zu besorgen.
Da Visa für gewöhnlich nur eine gewisse zeitliche Gültigkeit haben nachdem sie ausgestellt wurden, ist es vermutlich kaum möglich, alle nötigen Visa schon im Voraus zu organisieren. Aber das hängt natürlich ganz entscheidend davon ab, wo und wie lange man reisen möchte. Meistens kann man Visa an der Grenze oder im Nachbarland besorgen, allerdings sollte man sich auf mehrwöchige Wartezeiten oder riesige Umwege vorbereiten, gerade wenn man in Länder wie Russland oder China will.
Wie finanziert man so eine Reise?
- Habt ihr das Geld für die Reise vorher gespart?
- Wie bekommt man es zusammen?
- Wovon lebt man während der Reise?
- Wann weiß man, ob man genug Geld gespart hat?
Habt ihr das Geld für die Reise vorher gespart?
In unserem Fall haben wir nie aktiv gespart, sondern das Geld hat sich von ganz alleine angesammelt. Vorher zu wissen was so eine Reise kostet ist fast unmöglich, man sollte aber möglichst konservativ Abschätzen wieviel man brauchen könnte, damit einem nicht auf der anderen Seite der Welt das Geld ausgeht. Aber mal zu klaren Zahlen. Wir hatten vorher mit rund 45.000Euro gerechnet, am Schluss war es dann aber doch deutlich billiger für uns.
Wie bekommt man es zusammen?
Ich weiß nicht, ob man für so einen Trip wirklich aktiv sparen kann. Selbst wenn ich jeden Monat 100 Euro zurücklege, sind das in einem Jahr gerade mal 1200 Euro und nach 10 Jahren erst 12.000 Euro. Da kann ich dann vielleicht noch mit meinen Enkeln oder Urenkeln reisen.
Bei uns ist es ein gewisser Lebensstiel der zu dem nötigen Kleingeld geführt hat. Heißt vor allem, dass wir ganz schlechte Konsumenten waren und immer noch sind. Jede Kaufentscheidung wird Tagelang im Netz recherchiert und folgt vor allem dem Pragmatismus und der immer währenden Frage:"Brauche ich das wirklich?"
![]() |
| Geld? Vielleicht beim Pferderennen (Pferderennbahn, Buenos Aires, Argentinien) |
Beim wöchentlichen Einkaufen habe ich immer eine Liste dabei und versuche auch mich daran zu halten. Klappt leider nicht immer. No-Name-Produkte anstatt teurer Markenprodukte kann helfen, wie auch der Verzicht auf Fertigessen, Fast-Food und Restaurants.
Weiter geht's mit kostengünstigen Lösungen für Fernsehen etc. Also DVBT oder Satellit statt teurer Fernsehanschluss. Skype statt Telefon. Hier in Irland besitzen wir nichtmals mehr einen Festnetzanschluss für Telefon und Internet, da für uns die mobilen Lösungen günstiger sind.
Kurze Vertragslaufzeiten waren für uns auch immer sehr vorteilhaft. Zum einen weil wir viel umgezogen sind und zum anderen haben wir einige Traveler getroffen, die sich nachhaltig ärgerten, dass sie aus ihren Verträgen nicht raus kamen und so während des Reisens laufende Kosten zu Hause hatten.
Wir hatten nie extra Versicherungen außer den Pflichtversicherungen.
Sparsamer Umgang bei Strom, Wasser und Heizen erschließt sich von selbst.
Und was richtig Geld spart ist der Nicht-Konsum von Zigaretten, Alkohol und süßen Getränken. Bei uns reichte schon immer das gute Leitungswasser.
Vielleicht spart es ja auch, wenn man nicht ständig zum Frisör muss, Sport zu Hause statt im Fitnessstudio macht, Zeitschriftenabos hinterfragt und teure Pauschalreisen in der Zeit des Sparens meidet.
Ich glaube nicht, dass jemand so einen Lebensstil wirklich konsequent durchhält (wir auch nicht, wo bleibt sonst der Spaß), aber der Grundgedanke ist einfach im Alltag weniger Geld auszugeben als man verdient, dann bleibt über die Jahre was übrig.
Unser persönlicher Geheimtipp, auch wenn einige das nicht glauben mögen, ist früh Kinder bekommen und sobald einer anfängt berufstätig zu sein zu heiraten.
Kindergeld, Elterngeld und steuerliche Vergünstigungen sollte man nicht unter den Tisch kehren. Das sind viele tausend Euro pro Jahr, auf die man sonst verzichtet.
Wovon lebt man während der Reise?
Wir haben ausschließlich aus der Substanz gelebt, aber da gibt es viele unterschiedliche Ansätze, von denen allerdings keiner auf unsere Lebenssituation zutraf.
Dennoch, Vorarbeiten, Sabbat-Jahr, Elternzeit sind unterschiedliche Möglichkeiten.
Einige können von unterwegs arbeiten, andere arbeiten unterwegs. Wobei bei letzterem man unbedingt aufpassen muss, da die meisten Visa Touristen- und keine Arbeitsvisa sind. Auch von unterwegs arbeiten ist gerade in Ländern wie den USA oder Australien problematisch, die sehr streng auf die Einhaltung der Visabeschränkungen achten.
Volluntieren nutzen einige auch als Option, wobei man hier echt aufpassen muss. Es gibt Organisationen die dafür Geld verlangen und zwar nicht zu wenig, da es sich hierbei um ein Angebot handelt, für das es aus Europa und den USA eine steigende Nachfrage gibt, gerade auch von Leuten die dies als Lebenslaufoptimierung für die eigene Karriere sehen und daher gewillt sind entsprechende Summen dafür zu bezahlen.
Ein Weg Geld während des Reisens zu sparen sind Gruppen wie Couch Surfing. Wobei ich ausdrücklich betonen muss, dass es bei diesen Platformen nicht um billiges Reisen geht, sondern um den interkulturellen Austausch. Wer da wegen des billigen Reisens mitmacht ist dort falsch.
Das ist die Hauptseite von CouchSurfing:
http://www.couchsurfing.org/Und hier findet Ihr die Family group:
www.couchsurfing.org/group.html?gid=513
Wann weiß man, ob man genug Geld gespart hat?
Eine sehr gute Frage.
Wir haben einfach mal unsere monatlichen Ausgaben erfasst und diese dann auf ein Jahr hochgerechnet. Da kann man sich schon mal wundern, wieviel Geld man eigentlich in einem Jahr so verbraucht. Und dann haben wir uns überlegt, wenn wir Miete, Auto und sämtliche Nebenkosten sparen, wieviel Guest-Haus und Campingplatz kann man davon bezahlen. In unserem Fall, "viel".
![]() |
| Urlaub...(Hue, Vietnam) |
Aber das ist extrem relativ und stark abhängig von den Ländern die ich wähle. Für ein Jahr in den Industrienationen würde ich weit mehr kalkulieren als meine Ausgaben zu Hause. Aus deutscher Sicht auch immer bedenken, dass Deutschland sogar im europäischen Vergleich ein extrem billiges Land ist.
Selbst in ärmeren Ländern kann das Leben für Ausländer extrem teuer sein, sobald es dort keine touristische Infrastruktur gibt.
Wir haben es zu 5 Personen und ein Jahr mit 25.000 Euro geschafft. Und da war alles drin von Krankenversicherung bis Flüge. Das ist weniger, als man in Deutschland Hartz-4 bekommt. Aber das ist nicht jedermanns Sache.
![]() |
| ...oder vielleicht doch lieber Abenteuer? (auf dem Weg nach Ko Tao, Thailand) |
Wer ein Jahr Urlaub machen möchte, sollte die Kosten die er für einen normalen Urlaub ausgibt, einfach mal auf ein Jahr hochrechnen. So bekommt man einen guten Überblick, was so ein Jahr kosten könnte.
Es liegt also an einem selber, zu sehen was man möchte und sich leisten kann.
Die Herausforderung und das Abenteuer, oder ein Jahr Urlaub. Beides ist nicht verkehrt, bewegt sich aber zumeist an den beiden entgegengesetzten Enden des Kostenspektrums.
Reisen mit Babys und Kleinkindern
- Buggy, Kraxe oder Tragetuch?
- Kann man Kinder über einen längeren Zeitraum im Tragetuch tragen?
- Wie klappt das mit dem Wickeln? Gibt es überall Windeln und Feuchttücher?
- Wie reagieren andere Backpacker auf Kinder?
- Wie reagieren Guest-Häuser auf Kinder?
- Wart ihr immer nur alleine unterwegs oder seid ihr auch mit anderen Familien zusammen gereist?
- Wie habt ihr das mit dem Schlafen von eurem Jüngsten gemacht?
Buggy, Kraxe oder Tragetuch?
Wenn man ausschließlich durch die Industrienationen dieser Welt reist und keine sonderlichen Ambitionen für Wanderungen in der freien Natur hat, ist es wohl ziemlich egal, was man für ein Trage- oder Fahrsystem für seinen Nachwuchs auswählt. Der öffentliche Raum ist hier zumeist sehr zugänglich gestaltet.
| |
| Hier ist kein Durchkommen auf dem Bürgersteig. (Dalat, Vietnam) |
Doch sobald man auch Länder in Betracht zieht, die nicht mehr ganz dem westlichen Standard entsprechen, sollte man selbst für Stadturlaub dem Tragetuch oder einem anderen Tragesystem den Vorzug vor dem Buggy geben. Denn Bürgersteige sind in Entwicklungs- und oft auch in Schwellenländern selten. Und wenn sie denn mal da sind, dann sind sie meistens komplett zugestellt oder -geparkt, so dass ein ständiges Ausweichen auf die Straße erforderlich ist. Und wenn dann doch mal ein freier Bürgersteig vorhanden sein sollte, dann sollte man sich dennoch in Acht nehmen, wegen der Löcher, fehlenden Platten, die eigentlich die Kanalisation abdecken, und der immens hohen Bordsteine. Step-Aerobic und Hindernisparcours sind da für Warmduscher.
Der Buggy ist wohl angebracht wenn man Kleinkinder dabei hat, die zwar schon selber laufen, aber noch keine all zu großen Distanzen zurück legen können und für ein dauerhaftes Tragen auf dem Rücken auch schon sehr schwer sind.
Ansonsten würde ich persönlich versuchen einen Buggy zu meiden, da es doch ein sehr großes und sperriges Gepäckstück ist.
Kraxen sind leicht zu handhaben und funktional. Auch für Säuglinge gibt es mittlerweile Lösungen, wobei ich gestehen muss, dass ich mein paar Wochen altes Baby nur ungerne auf dem Rücken tragen wollte, da ich es da nicht sehen kann. Aber vielleicht ist das auch eine Frage der Gewohnheit.
Tragetücher erscheinen vielen auf den ersten Blick sehr kompliziert durch die Wickeltechniken die gelernt werden müssen. Und bedauerlicherweise unterliegt das Tragetuch einem etwas unangenehmen Stigma. Dieses gilt aber vor allem für die westliche Welt. Viele Menschen der Entwicklungsländer halten uns sowieso für durchgeknallt, egal was wir tun, oder nicht tun.
Sonstige Tragesysteme: Die Vielzahl ist schier unerschöpflich, so dass ich hier nicht auf einzelne System weiter eingehen möchte. Aber auch hier gilt, schauen ausprobieren und seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend auswählen.
Irland besitzt eine "Sling Library Ireland" wo man sich sämtliche Modelle zum testen ausleihen kann.
| |
| Tragetuch und Rucksack (Bangkok, Thailand) |
Das Tragetuch ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss, da nicht jeder den Anspruch hat Kind und Rucksack gleichzeitig zu tragen, oder viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein möchte, welche gelegentlich so voll sein können, dass man mit einer Kraxe dort nicht mehr weiter kommt, ohne das Kind herausnehmen zu müssen.
Und auch wenn ich es persönlich nicht so mag, Werbung in solche Texte zu setzen, tue ich das hier jetzt trotzdem mal.
Also die Vorteile des Tragetuches lassen sich wie folgt beschreiben:
- "Das Tragetuch für Wind und Wetter" ist die günstige Alternative zu teuren Tragerucksäcken
- es hat kaum Eigengewicht (510g)
- man kann es im Gegensatz zum Tragerucksack auf ein Volumen von einer Milchtüte (1,2l) zusammenpacken
- es ermöglicht das Tragen von Kind und einem Rucksack gleichzeitig
- es bietet zusätzlich die Flexibilität das Kind auch bei Bedarf auf dem Rücken, oder in jeder anderen beliebigen Wickelposition zu tragen
- Kinder können im Tragetuch sehr gut schlafen, da man sie optimal darin einpacken kann
- die Bewegungsfreiheit des Tragenden ist sehr hoch
- durch den sehr sicheren Sitz des Kindes können auch sehr anspruchsvolle Aktivitäten ausgeübt werden ("Bildergalerie")
- wenn man seine Wickeltechnik gefunden hat und diese beherrscht, verliert das Tuch auch seinen Schrecken
- des weiteren hat man immer ein Kissen, oder eine zusätzliche Decke dabei
- und unser Tragetuch garantiert absolut frei von Kinderarbeit und Ausbeutung zu sein, da es ausschließlich und vollständig in den USA, Schweiz und Irland produziert ist
Kann man Kinder über einen längeren Zeitraum im Tragetuch tragen?
Überall auf der Welt werden Kinder getragen, auch über den ganzen Tag hinweg, da die Arbeit es nicht anders zulässt. Ich glaube nicht, dass sämtliche Afrikaner oder Zentralamerikaner dadurch geschädigt sind, weder physisch noch psychisch.
![]() |
| Ich trage dich bis ans Ende der Welt (Mungo National Park, Australien) |
Wir haben unseren Jüngsten bis zu 7 Stunden pro Tag über ein Jahr lang getragen. Bis jetzt scheint er absolut gesund. Ganz im Gegenteil, das Tragen soll ja bei Hüftdysplazie helfen.
Das einzige was anders bei unserem Tragekind ist, ist dass er eine extreme Bindung zu uns hat und in einem viel höheren Maße als seine älteren Geschwister unsere Nähe sucht.
Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache.
Wie klappt das mit dem Wickeln? Gibt es überall Windeln und Feuchttücher?
| |
| Häufig geht es auch ohne Feuchttücher. (Bengkulu, Sumatra, Indonesien) |
Windeln haben wir eigentlich immer bekommen, nur keine Feuchttücher. In Asien haben wir dann die Dusche bemüht und für Reisetage hatten wir immer einen kleinen Vorrat an Feuchttüchern dabei. Ich kann aber nicht sagen ob das z. Bsp. auch für Afrika oder Indien so funktionieren würde.
Wie reagieren andere Backpacker auf Kinder?
![]() |
| Backpacker-Kids (Ko Tao, Thailand) |
Von super lieb bis unerzogene Rotzlöffel (Entschuldigung für diesen Begriff, aber der beschreibt es wohl am besten) war alles dabei.
Die Devise lautet "einfach ignorieren". Traveler-Kids werden auch irgendwann erwachsen und einige von denen werden auch mal Kinder bekommen und sich vielleicht daran erinnern, wie scheiße sie sich Familien mit Kindern gegenüber benommen haben. Geduld und ein bedauerndes Lächeln sind hier wirksame Waffen. Oder auch eine kleine Bemerkung, wie sich wohl ihre Eltern gefühlt haben, als man diese wegen ihnen so behandelt hat? Nicht überhörbare Erklärungen den eigenen Kindern gegenüber, wieso diese Traveler-Kids sich so in ihrem Verhalten daneben benehmen und das man das selber bei seinen eigenen Kindern nicht tolerieren würde ist auch immer sehr wirksam.
Einfach was passendes bereit legen.
Wie reagieren Guest-Häuser auf Kinder?
![]() |
| Essen bei den Gastgebern (Bukkitingi, Indonesien) |
Auch hier von super lieb und Kinder-Entertainend bis zur Verweigerung eines Zimmers kann alles dabei sein.
Man kann es nicht ändern. Diskriminierung ist aber eine interessante Erfahrung und es gibt bestimmt zwei Straßen weiter ein Guest-Haus, welches vielleicht selber Kinder hat.
Ich würde sowieso empfehlen um Bordelle und Drogenhöhlen einen Bogen mit den Kindern zu machen, wo man es vermeiden kann.
Wart ihr immer nur alleine unterwegs oder seid ihr auch mit anderen Familien zusammen gereist?
Ich hatte anfangs auch geglaubt und gehofft, andere Familien zu treffen, aber in dem ganzen Jahr sind wir nur zwei Familien begegnet und die hatten jeweils nur ein Kleinkind dabei.
Warum das in unserem Fall so war weiß ich nicht. Und hätten wir schon vor unserer Reise von Couch Surfing gewusst, dann hätten wir auch gewusst, wieviele andere Familien eigentlich auf der Welt unterwegs sind, die man via solch einer Plattform auch hätte aktiv treffen können.
Wie habt ihr das mit dem Schlafen von eurem Jüngsten gemacht?
![]() |
| Wer braucht schon ein Bett? (Auf dem Weg nach Chiang Mai, Thailand) |
Wir haben diesen Punkt tatsächlich einfach auf uns zukommen lassen, ohne im Vorfeld zu viele Gedanken daran zu verlieren, da auf Grund unserer gewählten Reiseform Reisebett oder sonstiges nicht in Frage kam.
Letztendlich hat Florian das ganze Jahr mit uns, oder einem von uns, im selben Bett geschlafen. Das ist nichts für jeden. Und auch ich wundere mich, dass es tatsächlich bei uns funktioniert hat, da ich sonst immer sehr darauf geachtet habe, dass die Kids nicht bei uns im Bett schlafen.
Es war sogar oft so, dass wir alle fünf in einem Bett geschlafen haben.
Das geht! In Asien waren die Betten entsprechend groß, weil das wohl relativ üblich ist.
Reisen stellt durchaus eine Ausnahmesituation dar, in der Dinge möglich werden, an die man nicht im Traum gedacht hätte.
Gesundheit und Hygiene
- Impfungen
- Mückenschutz
- Hygiene
- Waren die Kinder auch mal krank?
- Gab es Probleme mit Durchfall?
- Reiseapotheke
- Krankenversicherung
Alle Angaben zu Medikamenten, Gesundheitsvorsorge und Impfungen auf dieser Seite sind keine medizinischen Empfehlungen, noch erheben sie den Anspruch die aktuellste medizinische Datenlage wiederzugeben. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Bezug auf die medizinische Versorgung ein entsprechender Spezialist aufzusuchen ist, um auf die ganz persönlichen Gesundheitsvoraussetzungen und die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen einzugehen. Ich kann hier nur einen persönlichen Erfahrungsbericht wiedergeben, wie es für uns funktioniert hat.
Impfungen
Ganz allgemein, für die westlichen Länder wird wohl der Impfschutz, der der allgemeine Kinder-Grundimunisierung entspricht, vollkommen ausreichen. (schau zum Beispiel http://www.immunisation.ie)
Sollte man dennoch unsicher sein, dann sollte man beim Auswärtigen Amt (http://www.auswaertiges-amt.de) schauen. Die bieten auch jede Menge allgemeine Informationen zu sämtlichen Ländern dieser Welt. Das ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, aber eine gute Erst-Orientierung.
Für die tropischen Regionen dieser Welt haben wir uns für folgende zusätzliche Impfungen entschieden:
- Tollwut
- Thyphus
- Hepatitis A
- Gelbfieber
![]() |
| Ein paar Impfpässe (Kiel, Deutschland) |
Hier sollte man sich aber auf jeden Fall fachmännische Beratung, besonders im Bezug auf die Jüngsten, durch spezielle Tropenmediziner holen. Besonders bei Babys klaffen die Meinungen, ob diese gegen bestimmte Erkrankungen schon geimpft werden können oder nicht weit auseinander. Dazu kommt die zeitliche Organisation, um die regulären Impfungen auch noch mit zu integrieren, da man nicht alles auf einmal spritzen kann. Unsere Empfehlung ist, sehr gut informiert und frühzeitig zu den Treffen mit den Medizinern zu gehen und einen entsprechenden Zeit- und Impfplan auszuarbeiten.
Uns hat es alles in allem fast ein halbes Jahr gekostet, wobei unser Jüngster auf Grund seines Alters nicht gegen Thyphus geimpft werden durfte und wir eine MMR (Mumps, Masern, Röteln) Impfung nicht mehr vor unserem Start geschafft haben, so dass wir diese in Bangkok noch machen lassen mussten.
Die Gelbfieberimpfung ist für die Einreise in bestimmte Länder vorgeschrieben, wir brauchten dafür einen speziellen Impfpass. Der sah von außen genauso aus wie der normale Impfpass hatte aber eine Seite mehr speziell für das Gelbfieber. Unbedingt informieren, ob das immer noch so ist, sonst hat man am Schluss jeder zwei Impfpässe, was in unserem Fall 10 Impfpässe im Ganzen bedeutete, die dem Bauchgurt unnötiges Volumen gaben.
Einen ganz hilfreichen Link fand ich folgenden: http://www.fit-for-travel.de. Hier gibt es wohl jede nur erdenkliche Krankheit nachzulesen, ihr Vorkommen und Prophylaxe- wie auch Behandlungsmaßnahmen.
Mückenschutz
Malaria ist ja eines der unangenehmsten Themen, die man für die Tropen bedenken muss.
Da man nicht über Monate Prophylaxe schlucken kann, sofern man plant so lange zu reisen, sollte man über eine Stand-by-Prophylaxe nachdenken. Das bedeutet, dass man entsprechende Tabletten mit sich führt und im Falle einer eingetretenen Malaria oder eines erhärteten Verdachts ohne die direkte Möglichkeit zur medizinischen Versorgung die Tabletten selbst einnimmt. Man sollte sich sehr genau Gedanken machen, ob man dieses Risiko selber tragen möchte und unbedingt vom Arzt beraten lassen.
Ganz wichtig bei der Wahl des richtigen Wirkstoffes ist natürlich zum einen die Verträglichkeit für die Kinder und zum anderen die Regionen durch die man reist. Es gibt nämlich Gebiete, wo Malariamücken unterwegs sind, die gegen bestimmte Wirkstoffe resistent sind. Auch hier unbedingt sich mit einem Tropenmediziner in Verbindung setzen.
Eine sehr gute Informationsquelle rund um Malaria, also auch wie man präventiv sich schützen kann und ganz entscheidend all die verschiedenen Mückenschutzmittel mit ihren unterschiedlichen Wirkstoffen zum sprühen und cremen wird vom Auswärtigen Amt herausgegeben (http://www.auswaertigesamt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01Laender/Gesundheitsdienst/download/MalariaMerkblatt.pdf).
| |
| Ein ganz großes Moskitonetz passt über alles und alle drüber. (Kanchanaburi, Thailand) |
Bei Malaria haben wir keinen Spaß verstanden. Der Wirkstoff der Wahl zum Sprühen war DEET und auf keinen Fall irgendwelche homöopathischen Mittel. DEET ist extrem giftig, natürlich wird davon abgeraten es Kindern zu geben, aber man sollte das Risiko einer Malariainfektion sehr ernst nehmen und, wieder mit Unterstützung durch entsprechende Tropenmediziner, genau abwägen.
Malaria ist die eine Sache, Dengue Fieber die andere. Nur gegen Dengue gibt es weder Impfung noch Prophylaxetabletten. Hier heißt es gute Prävention mit entsprechendem Mückenrepellent. Beim Kauf von solchem, immer genau auf die Mengenangaben der Inhaltsstoffe schauen und bloß nicht auf die Aussagen des netten Verkäufers vertrauen.
Und was ich jedem nur ans Herz legen kann, sowohl wegen der Malaria als auch wegen dem Dengue Fieber, unbedingt ein ganz, ganz großes Mückennetz mitnehmen, um alle Betten, Hochbetten und Isomatten immer darunter zu bekommen.
Hygiene
![]() |
| Regelmäßiges Füße waschen ist ein Muss (Pnom Phen, Kambodscha) |
Gerade in den ärmeren Ländern dieser Welt und wenn es dazu besonders warm ist, ist Hygiene so ein Thema. Händewaschen zwischendurch, besonders wenn man gerade eine der etwas gewöhnungsbedürftigeren öffentlichen Toiletten benutzt hat, ist auf jeden Fall geboten, nur mangels Wasser nicht immer möglich.
Feuchttücher, Wasser aus den mitgeführten Trinkflaschen oder ein feuchter Lappen der täglich ausgewaschen wird kann helfen.
Zähneputzen ist ein weiteres Thema. Es gibt Länder, wo man das Leitungswasser gar nicht in den Mund bekommen sollte. Auch hier helfen die Wasserflaschen aus dem Supermarkt. In anderen Ländern reicht es, wenn man das Wasser gründlich abkocht.
Mit älteren Kindern kann man über diese Maßnahmen problemlos sprechen und auch das nicht alles angefasst werden sollte. Hilft nur leider nicht immer.
Waren die Kinder auch mal krank?
![]() |
| Eine unangenehme Hautinfektion (Gorgetown, Malaysia) |
Die Antwort ist: "Ja klar!" Zu hause werden Kinder ja auch mal krank.
Von leichter Erkältung, über schwere Bronchitis bis hin zu einer unschönen Hauterkrankung haben wir alles mitgenommen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass unsere Großen weit weniger krank waren als in Deutschland in einem selben Zeitraum und dass die Kleinen durch sämtliche Infekte erst einmal durch müssen gehört auch in den heimischen Gefilden dazu.
Einzig blöde ist nur, dass Florian durch die europäischen Infekte jetzt auch noch durch muss.
Gab es Probleme mit Durchfall?
![]() |
| Das Süppchen zwischendurch (Saigon, Vietnam) |
Durchfall war ein ständiger Begleiter. Fremdes Essen, Klima, Kultur etc.
Wir hatten uns die Anleitung des Auswärtigen Amtes bezüglich der Flüssigkeitskompensation eingepackt, aber letztendlich nie angewendet.
In unserem Fall haben die Kids an sich mehr getrunken und auch das mittägliche Suppe essen in Asien hat einen positiven Beitrag zur Flüssigkeitssubstitution geliefert.
Der Vorteil ist, dass wir seit dem nie wieder Probleme mit dem Magen der Kinder hatten. Seit zwei Jahren kein Margen-Darm-Infekt mehr, obwohl diese durchaus auch mal durch die Schulen hier gehen.
Reiseapotheke
Unsere persönliche Reiseapotheke bestand aus Folgendem:
- Malariaprophylaxe (Teu! Teu! Teu! nie gebraucht. Aber auf jeden Fall mit dem Arzt besprechen und auch nachfragen, ob die Krankenkasse das nicht alles übernimmt. Unsere hat die Prophylaxe komplett bezahlt.)
- Fiebersaft/Zäpfchen Kinder (Bedenke, dass Zäpfchen bei tropischen Temperaturen gerne mal schmelzen und nicht mehr eingeführt werden können. Kann man sowieso außerhalb Deutschlands nirgendwo kaufen. Besser eine kleine Spritze dabei haben, um dem Baby den Saft durch den Mund einzuflößen)
- etwas gegen Erbrechen (Kinder/Erwachsene)
- Durchfallmittel (Kinder/ Erwachsene)
- Nasentropfen (unbedingt immer mit geben bei Erkältungen, damit auf keinen Fall eine Mittelohrentzündung entstehen kann)
- Salbe gegen Pilzerkrankungen
- Warzenmittel
- Spritzen/Nadeln (Die Nadeln haben wir nie gebraucht, es wird aber empfholen eigene sterile Nadeln dabei zu haben, besonders wenn man sehr arme und einsame Gegenden besuchen will.)
- Fieberthermometer
- Mulbinden
- Sterile Auflagen
- Pflaster
- Schere
- Pinzette
- Handschuhe
- Desinfektionsmittel (Das sollte im Tagesrucksack immer dabei sein, damit jede Schramme sofort behandelt werden kann, da in den Tropen die Entzündungsgefahr ungleich höher ist und kleinste Schrammen böse Wundinfektionen nach sich ziehen können.)
Krankenversicherung
![]() |
| Es kann funktionieren, es muss aber nicht (Peace Hospital in Shianoukville, Kambodscha) |
Ohne Krankenversicherung zu reisen grenzt an Fahrlässigkeit, besonders wenn man die Verantwortung für Kinder trägt. Ich kann jedem nur empfehlen, wenn man nicht gerade eine goldene Kreditkarte besitzt, eine abzuschließen.
Hier sollte man sich gut informieren, denn die wenigsten Versicherungen bieten Auslandsversicherungen, die nennenswert länger als 6 Wochen gelten, an.
Wir haben ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis beim ADAC gefunden. Das kann aber heute schon wieder ganz anders sein.
Essen
Essen und Hygiene
Essen schneidet im Prinzip das Thema Hygiene, denn unreines Essen führt natürlich zu Problemen.
| |
| Beim Straßenessen kann man immer sehen, ob es gut durchgebraten ist. (Phnom Penh, Kambodscha) |
Zum Essen lässt sich gerade für die warmen Länder sagen, dass man sich auf keinen Fall vor den Essensmärkten scheuen sollte. Für gewöhnlich kann man zusehen, wie das Essen zubereitet wird und danach lässt sich dann gut entscheiden, ob man es sich zutraut dieses zu verzehren. Und so blöd sind die Menschen in diesen Ländern auch nicht. Die haben auch keine Lust immer krank zu sein, so dass das meiste Essen meistens sehr gut durchgekocht oder -gebraten ist. Und mit ein bisschen Übung wird sich der eigene Magen schon an die ungewohnten Bakterien die noch im Essen sind gewöhnen.
Guest-Haus-Küchen speziell für Ausländer scheinen da sehr viel gefährlicher, da sie nicht unbedingt einen hohen Durchlauf haben und beim kochen zusehen kann man auch nicht. Und natürlich Finger weg von Eiswürfeln, wenn man nicht weiß, aus welchem Wasser sie hergestellt wurden.
| |
| Irgendjemand hat immer irgendetwas zu essen dabei. (Malaka Straße zwischen Malaysia und Indonesien) |
Dass Kinder fast überall auf der Welt etwas zugesteckt bekommen, dagegen lässt sich nun wirklich gar nichts machen. Wenn man so etwas partout nicht will, dann darf man mit Kindern nicht reisen. Ansonsten heißt es Augen zu und Daumen drücken, dass all die Dinge die die Kids da essen auch vertragen werden.
Essen mit Kindern
Viele Eltern machen sich Sorgen, dass ihre Kinder das lokale Essen nicht mögen und lieber Spaghetti und Pizza möchten.
Ich muss gestehen, wenn meine Kinder immer nur Spaghetti und Pizza wollten, würde ich mich fragen, ob die Ernährung, die ich meinen Kindern generell anbiete, abwechslungsreich genug ist.Kinder sind sehr lernfähig und sie reagieren ganz stark auf das Verhalten der Eltern bezüglich des Essens. Wenn ein Elternteil selber immer rummosert, das Gesicht verzieht, oder Sachen ausspuckt, dann werden die Kinder es ihm gleich tun.
![]() |
| Was immer das auch sein mag? (Krong Ko Kong, Kambodscha) |
Wir hatten am Anfang auch etwas Berührungsängste mit all den fremdartigen Lebensmitteln, aber wir haben uns darauf geeinigt, dass alles probiert wird und dies auch öfter als einmal, da die Geschmacksnerven sich an neue Geschmäcker erst gewöhnen müssen.
Das hat erstaunlich gut funktioniert. Und ansonsten galt bei uns die Devise, dass Essen und Esssitten ein fundamentaler Bestandteil für die Erfahrung eines Landes sind. Westliches Essen können wir auch zu hause essen, zumal es in vielen Ländern, wo es nicht zum normalen Essen dazu gehört, unverhältnismäßig teuer sein kann und mangels Kundschaft auch nicht immer das frischeste ist.
Stillen
![]() |
| Mmm, lecker Brei! (Kiel, Deutschland) |
Ich selber habe keine Erfahrungen damit gemacht.
Wir hatten geschaut, dass unser Einjähriger keiner Milchflaschen mehr bedarf und alles essen kann was wir auch essen, damit wir keine Probleme bekommen, wenn Milchpulver für Babys nicht verfügbar sein sollte.
Bei uns hat es hervorragend funktioniert.
Ansonsten schwören viele gerade mit Säuglingen darauf, dass Stillen die einfachste Form des Füttern für Babys ist.
Wobei ich hier einschränkend sagen muss, dass ich in Südostasien nie eine Frau öffentlich stillen sehen hab. Das mag Zufall gewesen sein. Es scheint mir aber durchaus angebracht, sich über die Sitten diesbezüglich in den einzelnen Ländern zu informieren, um unsere Gastgeber nicht zu verärgern oder in Verlegenheit zu bringen.
Sicherheit
- Ist es fahrlässig mit Kindern und besonders kleinen Kindern zu reisen?
- Hattet ihr Angst vor Kindesentführungen?
- Habt ihr besser auf eure Kinder aufgepasst, als in Deutschland?
- Unsere persönlichen Sicherheitsmaßnahmen
- Verhaltensregeln für die Kids
- Betrug und Verhandeln
Ist es fahrlässig mit Kindern und besonders kleinen Kindern zu reisen?
![]() |
| Es gibt soviel zu sehen auf dieser Welt (Mekong, zwischen Kambodscha und Vietnam) |
Die Gegenfrage hier lautet wohl: "Ist es Fahrlässig seinen Kinder in einer globalisierten Welt nichts von dieser zu zeigen?"
Es gibt meiner Ansicht nach einen Unterschied, ob ich fahrlässig oder risikoreich handle.
Risiken lassen sich abschätzen.
Letztendlich liegt es an jedem selber zu schauen, was man sich zutraut und was nicht. Aber so wie ich kein Recht habe diejenigen zu verurteilen, die mit ihren Kindern zu hause bleiben, haben die kein Recht darüber zu urteilen, ob das was ich mit meinen Kinder unternehme richtig oder falsch ist.
Es gibt Länder da muss ich zur Zeit auch nicht hin. Aber unserer Erfahrung nach bewegen sich Familien weltweit, man muss sich darüber im klaren sein, dass Familie fast überall den Normalfall des menschlichen Zusammenlebens darstellt, in einem gewissen Schonraum.
Während Alleinreisende sehr häufig Opfer von Raub und Überfällen sein können, gilt dies für Familien weitaus seltener. Familie ist in den meisten Ländern ein Wert an sich, der dem Schutz der Allgemeinheit unterliegt.
Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch Opfer werden kann. Und wer sich besonders blöd anstellt und es darauf anlegt, braucht sich nicht zu wundern. Ich plädiere definitiv nicht dafür unvorsichtig zu sein und sich auf die Kinder zu verlassen.
Aber wir sind nie irgendwo stehen gelassen worden, in kritischen Situation kam immer jemand auf uns zu und hat uns aus der Klemme geholfen und für die Kinder wurde auch gerne mal ein Auge zugedrückt.
Hattet ihr Angst vor Kindesentführungen?
![]() |
| In dichtes Gedränge kann man immer mal kommen (Bangkok, Thailand) |
Jetzt mag der ein oder andere vielleicht schmunzeln und denken, was für eine alberne Frage.
Aber mal ganz ehrlich. Macht man sich nicht als Eltern durchaus sorgen, dass seinen Kindern in irgendeiner Form etwas zustoßen könnte?
Die Medien sind doch voll mit furchtbaren Berichten und kann man sich denen wirklich ganz entziehen?
Die Antwort lautet "Ja!", ich hatte schon Angst, dass in dichtem Gedränge jemand eines unserer Kinder mitnehmen könnte und die Mofa-Taxis haben wir aus diesem Grund auch nie benutzt. Ob das gerechtfertigt war, weiß ich nicht, aber ich wollte es auch nicht ausprobieren was passiert wenn.
![]() |
| Irgend jemand nimmt deinen Wicht immer mal mit (Shinanoukville, Kambodscha) |
Gerade in Asien mit kleinen Kindern muss man eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen, da ständig jemand begeistert den Wicht auf den Arm nimmt und all seinen Freunden und Verwandten in den umliegenden Häusern zeigen will. Aber für gewöhnlich tauchen sie auch wieder auf.
Wir sind ganz gut mit der Einstellung gefahren, immer erstmal davon auszugehen, dass die meisten Menschen einem nichts böses wollen und für gewöhnlich merkt man sehr schnell, wenn einen Situation seltsam oder bedrohlich wird.
Habt ihr besser auf eure Kinder aufgepasst, als in Deutschland?
![]() |
| Verkehrscaos irgendwo auf Sumatra (Indonesien) |
Die Antwort hier lautet ganz eindeutig "Anders"!
Als wir Deutschland verlassen haben, herrschte eine regelrechte Hysterie bezüglich Sexualstraftäter, so dass ich mich immer genötigt sah auch Angst zu haben, wenn die Kids alleine die 500 Meter zum Supermarkt gingen. Denn wer wusste schon, ob der Herr dort vorm Eingang nicht nur auf meine Kinder gewartet hatte.
Während unserer Reise ließ das Gott sei Dank nach mangels neuer grausiger Berichte mit denen deutsche Eltern jeck gemacht wurden. Da hatte ich mehr Angst, dass sie von einem Mofa überfahren würden, Malaria bekommen, oder in eine der offenen Kloaken an den Straßenrändern fallen.
Unsere persönlichen Sicherheitsmaßnahmen
Ich weiß nicht ob es klug war, aber wir haben nie unsere Wertsachen im Guest-Haus gelassen. Vom Laptop, über Kamera bis hin zu Pässen und Geld hatten wir immer, aber auch wirklich immer all unsere Sachen dabei. Und auch wenn wir uns nur im Aufenthaltsraum des Guest-Hauses befanden. Zu häufig haben wir erlebt, wie sich Traveller gegenseitig beklaut haben.
| |
| So entspannt die Atmosphäre auch ist, der Tagesrucksack mit den Wertsachen ist immer dabei. (Ko Tao, Thailand) |
Wirklich empfehlen kann ich Bauchgurte für Pässe, Flugtickets und sonstige wichtige Dokumente. Sieht zwar blöd aus unterm T-Shirt, oder auch mal in die Hose gesteckt, aber da kommt so schnell keiner ran. Zusätzlich hatten wir alle wichtigen Dokumente gescannt auf unserem Laptop dabei und noch eine Sicherheitskopie in Deutschland.
Unseren Tagesrucksack, der zugleich der Reiserucksack von Josua unserem 6 jährigem war, wer kommt schon auf die Idee, dass ein 6 jähriger einen Laptop und zwei Kameras im Wert von über 1000 Euro auf dem Rücken trägt, hat in dichtem Gedränge für gewöhnlich Christian getragen, da er am größten von uns war. Das hat vielleicht den ein oder anderen abschrecken können. Auch kann man, wenn die Situation sehr unübersichtlich ist, sich so um den Rucksackträger verteilen, dass ein direkter Zugriff nicht ohne weiteres möglich ist.
Verhaltensregeln für die Kids
Das Zappeln der Kinder mit ihren Armen war für uns ein absolutes "No! No!".
Jetzt kann man sagen, sind ja nur Kinder. Ich sage, dass dies zu ganz gefährlichen Situationen führen kann in Ländern, wo die Menschen überdurchschnittlich stark bewaffnet sind und auch dementsprechend angespannt. Ob da eine echte Bedrohung um die Ecke kommt oder nur ein zappelndes Kind interessiert in solchen Situationen die bewaffnete Person erstmal wenig.
Wobei wir vor allem eine Welt entdecken durften, welche total friedlich war. Insbesondere an den Orten wo sich Familien bewegen, die normalerweise die Norm denn die Ausnahme darstellen.
Betrug und Verhandeln
Gegen das übers Ohr gehauen werden kann man nicht viel machen. Das gehört dazu. Man wird aber besser mit der Zeit. Es geht dabei auch nicht darum den niedrigsten, sondern für beide Seiten einen akzeptablen Preis zu finden.
Eine gute Vorbereitung für die einzelnen Stationen wo man hin, oder was man machen will ist immer ganz hilfreich, um um die verschiedenen Möglichkeiten die es gibt zu wissen und sich nicht das erst Beste aufschwatzen lassen zu müssen.
| |
| Immer einen kühlen Kopf bewahren, selbst wenn die Horde von Anquatschern auf dich einstürmt. (Ko Tao, Thailand) |
In der Ruhe liegt die Kraft.
Immer mal wieder tief durchatmen, sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern erstmal gemächlich die Lage checken und alles in Ruhe untereinander besprechen. Vielleicht muss ja auch erstmal das Baby gewickelt, oder ein Happen gegessen werden. Je ruhiger ihr es angeht, desto besser kann man stressige Belagerungszustände durch Anquatscher meistern.
Gelegentlich können auch hier die Kinder helfen, Argumente zu konstruieren, die das Gesicht des Gegenübers zu wahren helfen, was gerade in Asien von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit im Umgang mit den Menschen ist.
Ansonsten kann ich auch hier die Seiten vom Auswärtigen Amt empfehlen, um so einen Eindruck zu bekommen, was für Machenschaften gerade im Bereich der Kleinkriminalität möglich sind, auf was man achten und was man auf keinen Fall tun sollte.
Rund ums Gepäck
- Koffer oder Rucksack?
- Wieviel Liter hatten eure Rucksäcke?
- Wie schwer waren die Rucksäcke?
- Gewöhnt man sich an das Gewicht?
- Wie ist es mit Extra Taschen und Tagesrucksäcken?
- Worauf sollte man beim Kauf von Rucksäcken achten?
- Ideen einer Packliste
Koffer oder Rucksack?
Diese Frage lässt sich am besten beantworten auf der Basis, was man eigentlich will.
Ist man mehr der Backpacker oder mehr die Richtung Koffer und Taschen Typ. Dieser für den ein oder andern marginal erscheinende Unterschied ist maßgeblich für den finanziellen Rahmen.
![]() |
| Rucksäcke im Kofferraum (Australien) |
Einen Koffer oder große Reisetasche werden die wenigsten über 2 oder mehr Kilometer schleppen wollen, was notgedrungen immer die Nutzung von Taxis oder dergleichen erfordert. Ein Rucksack ist diesbezüglich sehr viel praktischer, da er es ermöglicht langfristig diese sich läppernden Taxikosten bei langen Reisen mit häufigen Ortswechseln einzusparen.
Auch die Frage, ob man oft Autos vor Ort mieten möchte, kann entscheidungsrelevant sein. Rucksäcke sind meist sehr unpraktisch in Kofferräumen. Man muss alles auspacken und hat dann die großen Rucksäcke als zusätzliche Platzfresser dort liegen.
Wenn man hingegen das Auto nutzen will, um an die schönen Orte dieser Welt zu kommen, um dort zu wandern, haben Rucksäcke natürlich ihre volle Berechtigung.
Wer plant viel öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen sollte bedenken, dass ein festgeschnallter Rucksack auf dem Rücken weniger leicht am wuseligen Busschalter zu klauen ist als die Tasche zu meinen Füßen.
![]() |
| Aufbruch bei Nacht (Bangkok, Thailand) |
Einige werden vielleicht Bedenken haben und sagen, dass wenn man mit Baby oder Kleinkind reist das ganze Gepäck gar nicht in einem Rucksack verstaut werden kann. Besonders nicht wenn einer der Erwachsenen schon die Kraxe auf dem Rücken trägt.
Zu ersterem Argument kann ich nur sagen, dass unserer Erfahrung nach Kinder de facto gar nicht soviel Kram brauchen. Diese Behauptung, dass Kinder soviel bräuchten; scheint mir ein seit Jahrzehnten von den großen Baby-Produkte-Herstellern implementierter Imperativ zu sein. Es geht nicht nur ohne all die Extras, sondern es ist auch eine Chance einer ganz tollen Erfahrung. Zumal man fast überall heutzutage günstig Klamotten kaufen kann, falls mal was fehlen oder kaputt gegangen sein sollte.
Bei letzterem Argument stimme ich zu. Das war der Grund, warum wir uns gegen eine große, unflexible Kraxe und für ein Tragetuch entschieden haben.
Wieviel Liter hatten eure Rucksäcke?
85l für Christian
55-75l für Julia
45l für Lydia
22,5l für Josua
Wie schwer waren die Rucksäcke?
Christian ca. 20kg + 15kg Florian auf dem Bauch
Julia 18-20kg + 3-9kg Wasserflaschen in der Hand
Lydia ca. 10kg
Josua ca. 3-5kg
Gewöhnt man sich an das Gewicht?
![]() |
| Die Muskulatur wächst mit, die Begeisterung nur bedinngt (Thailand) |
Absolut.
Am Anfang ist es echt anstrengend, aber es wird von Tag zu Tag besser und selbst zusätzliches Gepäck durch Souvenirs etc. lässt sich mit der Zeit einfach wegstecken. Vorausgesetzt natürlich, dass man nicht ein einschränkendes Rückenleiden oder so hat.
Wie ist es mit Extra Taschen und Tagesrucksäcken?
![]() |
| Unser Tagesrucksack, immer dabei. (Halong Bay, Vietnam) |
Das ist eine gute Frage, die sich für die Meisten wohl erst während der Reise wirklich beantworten lässt, was für einen persönlich als sinnvoll gilt.
Wir hatten den Vorteil, dass Josua unseren Tagesrucksack trug, wenn wir wieder weiterreisten, so dass niemand von uns einen extra Rucksack auf dem Bauch tragen musste.
Zusätzlich musste ich dennoch in einem Beutel bis zu 9 Liter Wasserflaschen in der Hand tragen. Abhängig davon, wie lange unsere voraussichtliche Etappe dauern sollte.
Ansonsten hatten Christian und ich noch je unseren Bauchgurt mit allen wichtigen Dokumenten, welchen wir unter dem T-Shirt trugen. Grund für diese Variante und nicht Bauchtasche oder Umhängebeutel war, möglichst kein Verlangen bei potentiellen Kriminellen zu erzeugen.
Aber auch hier gilt, das ist wohl eher Geschmackssache und auch eine Frage wohin und wie man reisen möchte.
Worauf sollte man beim Kauf von Rucksäcken achten?
Das ist wohl eine noch bessere Frage, die man wohl am besten einen Fachmann fragt.
Der richtige Sitz des Rucksacks scheint mir da das entscheidende Kriterium, egal ob Kofferrucksack oder viele extra Fächer.
Im Vorfeld solltet ihr genau überlegen, was eure Bedürfnisse sind. Für uns war großes Volumen bei möglichst geringem Eigengewicht des Rucksackes wichtig plus hohe Mobilität. Wobei ich meinen 13 Jahre alten Tatonka Rucksack genommen haben und der hat prima funktioniert.
Dadurch, dass wir vier Rucksäcke hatten, konnten wir unsere Klamotten thematisch gut verteilen und waren nicht auf viele extra Fächer angewiesen.
![]() |
| Die Schlösser sind mehr für die Optik, als für sonst was. (Georgetown, Malaysia) |
Bei den außen angebrachten Extrafächern sollte man eventuell berücksichtigen, dass wenn man diese unterwegs mit Schlössern abschließen will zum einen dies irgendwie möglich ist und dass viele extra Schlösser auch extra Gewicht bedeutet. Wobei auch hier der möglichen Lösungen und Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
Wir haben irgendwann aufgehört die Rucksäcke abzuschließen und einfach nur die Regencapes drüber gezogen, um einen unmittelbaren Zugriff ohne den Rucksack aufzuschneiden zumindest zu erschweren. Ob das Sinn gemacht hat? Keine Ahnung. Vielleicht hatten wir einfach nur Glück.
Abschließend möchte ich zu der richtigen Wahl sagen, vielleicht sollte man sich da gar nicht so einen Kopf machen, denn man arrangiert sich erstaunlich gut mit dem was man hat. Zumindest war das unsere Erfahrung. Ansonsten weiß man erst während des Reisens, was man wirklich braucht.
Und wenn ein Gepäckstück überhaupt nicht funktioniert, dann gibt es ja vielleicht noch die Möglichkeit dieses Unterwegs durch ein anderes zu ersetzen.
Ideen einer Packliste
Ich möchte an dieser Stelle einen kleinen Überblick über unsere Packliste als Idee und Anregung geben, welche natürlich maßgeblich durch die unterschiedlichen Länder, die wir besucht haben, bestimmt wurde.
Wir sind in Südostasien gestartet und dort für ein halbes Jahr ausschließlich mit öffentlichen Bussen und Bahnen gereist. Hier brauchten wir nur leichtes Gepäck. Keine Wanderschuhe oder dicke Jacken.
| |
| Das eigene Zelt, unersetzlich für Australien und den süden Südameriakas. (Mungo Nationalpark, Australien) |
In Indonesien endlich angekommen sind wir nach Australien geflogen. Australien ist ein Autoland und campen in Nationalparks ist des Australiers liebstes Hobby. Also, einfach mitmachen! Wir hatten uns extra für Australien unser Zelt nachschicken lassen, welches Gold wert war. Busse und Guest-Häuser wären uns sehr viel teurer gekommen. Aber das liegt wohl vor allem daran, wie lange man an einzelnen Orten verweilen möchte. Ein tagelang rumstehendes Auto ist auch keine sinnvolle Investition.
Von Australien ging es nach Südamerika. Da wir bis nach Feuerland runter wollten haben wir auch hier ein Auto gemietet und ähnlich wie in Australien uns von Campingplatz zu Campingplatz bewegt. Das ging erstaunlich gut.
| |
| Südamerika kann so kalt sein. (El Chalten, Argentinien) |
Ohne Auto hat man den großen Nachteil, gerade in den teureren Ländern dieser Welt, dass man nicht vernünftig zu den Supermärkten kommt, da selber Kochen durchaus geboten ist, wenn man auf einem niedrigen Budget reist. Außerdem sollte man solche Entscheidungen davon abhängig machen, welche Preise für Kinder in den öffentlichen Verkehrsmitteln üblich sind. Die Spanne reichte von absolut keinem Kinderrabat zum Beispiel in Argentinien bis hin zur meist kostenlosen Mitnahme der Kinder zum Beispiel in Thailand.
Richtung Norden in Südamerika ging es dann wieder mit öffentlichen Bussen. Hier brauchten wir auch unsere dicken Wanderschuhe und dicken Jacken um dem Altiplano stand zu halten.
Packliste für 1 Jahr Weltreise mit 2 Erwachsenen, 3 Kindern und 4 Rucksäcken
| |
| Ein schönes Tuch, nur leider nicht wasserabweisend. (Bangkok, Thailand) |
Tragetuch
Wir hatten ein klassisches Tragetuch mit uns. Sehr schwer (1kg) und weit entfernt von Wasserabweisend. Das führt in nassen Ländern durchaus zu Problemen. Deshalb kann ich jedem nur das Tragetuch von backpacker-kids empfehlen.
Rucksäcke
- Rucksäcke für jeden, bis auf das Baby (es gibt hervorragende Kinderrucksäcke) Wir hatten einen 85l; ca. 55-75l; 45l und 22,5l dabei.
- Regenschutzüberzüge für die Rucksäcke
Schlafsäcke
- Schlafsäcke für jeden (wir hatten unsere Schlafsäcke von Anfang an dabei, wobei in Südostasien es auch Seiden- oder Baumwoll-Inlets getan hätten)
Zelt
- ein sehr gutes Drei-Mann-Zelt (in Südostasien und im Norden Südamerikas braucht man kein Zelt, da die Guest-Häuser zahlreich und günstig sind)
Isomatten
- 3x Isomatten (die haben in Südostasien schon immer die fehlenden Betten ersetzt, so dass wir immer nur ein Zimmer nehmen mussten)
Reparaturmaterial
- Segelgarn (sehr wichtig für die Rucksäcke und um Schuhe zu nähen)
- Ledernadel
- normale Nadeln
- normales Garn (Nähen ist eine bleibende Konstante auf so einer Reise, da immer was kaputt geht und man es nur selten vernünftig ersetzen kann)
- festes Klebeband (zum kleben von Regencapes etc.)
- Flickzeug für die Isomatten
- Ersatzschnallen für die Rucksäcke: je 1x groß/mittel/klein
- 1x so etwas wie ein Rückschlaufteil für den Rucksack
- Sicherheitsnadeln
Sonstiger Kram
- Kompass
- Trillerpfeife
- Wasserdesinfektionsmittel Micropur Forte (totale Fehlinvestition, da man gar keine kleinen Wassereinheiten damit desinfizieren kann. Die kleinste Einheit sind 20 Liter. Wo habe ich denn die dabei?! Hätten wir nur einmal gebraucht, so dass wir bei dieser Gelegenheit feststellen durften, dass es nicht zu gebrauchen ist. Wir haben das Wasser dann trotz Bedenken trinken müssen. War aber in Ordnung, niemand ist krank geworden. Zumal wir eigentlich bis auf dieses eine Mal nie in der Verlegenheit waren, Wasser nicht kaufen oder das Leitungswasser nicht trinken zu können.)
- Akkuladegeräte für Videokamera und Fotoapparat
- Kassetten für die Videokamera
- 2x Stirntaschenlampen vom ALDI (funktioniert noch)
- kleine Sicherheitsschlösser (mehr für die Optik, als für die Sicherheit)
- quarderförmiges Doppelbett-Moskitonetz (circa 3x2x2 Kubikmeter) + 2-3x Zeltleine zum aufhängen (ein absolutes Muss für tropische Regionen. Vor allem in dieser Größe, um sämtliche Betten und Hochbetten mit unter das Netz zu bekommen)
- Provianttasche (muss sehr robust sein)
| |
| Ein eigener Benzinkocher kann Gold wert sein. (Sihanoukville, Kambodscha) |
Kochutensilien
- Kocher (Am besten einen der alles frisst was brennbar ist. Ein guter Kocher der nach unten hin kalt bleibt ermöglicht auch zur Not das Kochen im Badezimmer/Balkon eines Hotels.)
- Kochgeschirr: 3x einfache Töpfe mit zusätzlichem Greifer (uns fehlte letztendlich noch ein größerer Topf bei fünf Personen. Ging aber auch so.)
- 3x dreieckige Topftassen (mir fehlt der Name, sind aber vielseitig einsetzbar)
- asiatische Metalllöffel (Das beste Besteck überhaupt. Sie sind für alles zu benutzen und passen ins Kochgeschirr.)
- 1x Scheuerschwamm
- dünne Putzschwämme
- 1x Spüli (Zum Schluss ging es auch ohne...)
- 1x Messer (zum Schneiden und Schmieren)
- Ein Küchenhandtuch zerschnitten in vier Teile (Eins zum abtrocknen, eins um Boden und Tische zu wischen, eins für Mund und Hände der Kids und eins was in der Wäsche ist)
- 1x Schweizer-Taschenmesser (vor allen Dingen als Dosenöffner und als zweites Messer)
- ein paar Gummis
- Tiefkühlbeutel (Zum einpacken aller wichtigen Dokumente und Equipment. Man sollte Ersatztüten dabei haben, da auch der beste Gefrierbeutel irgendwann durch ist. Ansonsten bekommt man überall, auch in Australien nicht aber in Europa, Tüten hinterhergeworfen.)
| |
| Gallseife und Nagelbürste gehören zu den wichtigsten Utensilien zum waschen. (Mendoza, Argentinien) |
Verbrauchsgegnstände
- Gallseife plus Nagelbürste für die Handwäsche (Die beste Lösung für die Handwäsche.)
- Mückensprühzeug mit mindestens 15% DEET (siehe unbedingt Punkt 5 Impfungen)
- Klopapier (Ist ja eigentlich Hygienepapier und man braucht es immer und überall, da man nur in zivilisierten Ländern Toilettenpapier in der Toilette, auch nicht in denen der Guest Houses vorfindet. „We have toilet paper sevice“ heißt, dass man welches draußen kaufen kann)
- Taschen- oder Feuchttücher für alles (Da diese aber vielerorts sehr teuer sind, hatten wir irgendwann in unserem Tagesrucksack eine Tüte mit einem angefeuchteten Lappen dabei. Geht auch sehr gut. Darf man nur nicht vergessen regelmäßig auszuwaschen, denn bei über 30 Grad kann das Ding echt zum Leben erweckt werden. Nur zum Windeln wechseln während des Reisens haben wir Feuchttücher benutzt, ansonsten wurde unser Flo unter die Dusche der Guesthouses gestellt.)
- Sonnencreme (Haben wir erstaunlich wenig gebraucht, besser versuchen der Sonne aus dem Weg zu gehen wo immer es geht und sich entsprechend kleiden.)
- Batterien
- Steckeradapter (Die haben wir aber nur in Malaysia und Australien gebraucht, da sonst unsere Euro-Stecker überall rein gingen.)
- ein paar Windeln im Handgepäck und welche als Vorrat im Rucksack
Medikamente
- Malariaprophylaxe (Teu! Teu! Teu! nie gebraucht. Aber auf jeden Fall mit dem Arzt besprechen und auch nachfragen, ob die Krankenkasse das nicht alles übernimmt. Unsere hat die Prophylaxe komplett bezahlt.)
- Fiebersaft/Zäpfchen Kinder (Bedenke, dass Zäpfchen bei tropischen Temperaturen gerne mal schmelzen und nicht mehr eingeführt werden können. Kann man sowieso außerhalb Deutschlands nirgendwo kaufen. Besser eine kleine Spritze dabei haben, um dem Baby den Saft durch den Mund einzuflößen)
- etwas gegen Erbrechen (Kinder/Erwachsene)
- Durchfallmittel (Kinder/ Erwachsene)
- Nasentropfen (unbedingt immer mit geben bei Erkältungen, damit auf keinen Fall eine Mittelohrentzündung entstehen kann)
- Salbe gegen Pilzerkrankungen
- Warzenmittel
- Spritzen/Nadeln (Die Nadeln haben wir nie gebraucht, es wird aber empfholen eigene sterile Nadeln dabei zu haben, besonders wenn man sehr arme und einsame Gegenden besuchen will.)
- Fieberthermometer
- Mulbinden
- Sterile Auflagen
- Pflaster
- Schere
- Pinzette
- Handschuhe
- Desinfektionsmittel (Das sollte im Tagesrucksack immer dabei sein, damit jede Schramme sofort behandelt werden kann, da in den Tropen die Entzündungsgefahr ungleich höher ist und kleinste Schrammen böse Wundinfektionen nach sich ziehen können.)
Ganz wichtig
- 2x Bauchgurte (die sind unerlässlich. Die mit sicherste Methode seine Wertsachen immer bei sich zu haben. In gefährlichen Gegenden oder im dichtem Gedränge können sie in die Hose gesteckt, nicht ohne Gewalt entwendet werden.)
- 2. Kuscheltiere (Oder ein anderes beliebtes Spielzeug für jedes Kind.)
- 3. Reiseführer (Oder immer eine Karte des Ortes wo man hin will, denn ohne Karte muss man sonst auch mal auf Aussagen von Leuten vertrauen, denen man eigentlich nicht vertrauen will oder sollte.)
| |
| Wäsche waschen, eine Konstante in teureren Ländern. (Los Antiguos, Argentinien) |
Klamotten
- Regenschutz
- nur 4 Ponchos (Das Baby geht unter den Poncho des Tragenden.)
- feste Regenjacken (Wichtig vor allem gegen den Wind.)
- Fleecejacken oder etwas ähnlich warmes (Unerlässlich für Südamerika, da dieser Kontinent soo unglaublich kalt sein kann.)
- Schuhe
- gute Wandersandalen (Die einzige Schuhform, die wir in Südostasien je gebraucht haben. Das Anziehen von festen Schuhen nach einem halben Jahr war echt eine Qual.)
- Wanderschuhe
- Schwimmsachen
- Badesachen
- Schwimmflügel
- Schwimmbrillen (Gut um alleine die Unterwasserwelten etwas zu entdecken.)
- Alltägliche Klammotten
- 5x T-Shirt (der Fünftagesrythmus hat sich für uns bewährt)
- 5x Unterwäsche
- 1-2 lange Hosen
- 1-2 kurze Hosen (Auch gerne lange Hosen mit abnehmbaren Beinen. Spart Platz und Gewicht.)
- Thermoshirts für Südamerika
- lange Thermounterhosen für die Kids
- Langarm-Shirts (Schaden nichts, aber gegen Mücken helfen sie kaum, da es auch einfach zu heiß in Asien war, um sie zu tragen. Für Südamerika kamen sie wegen der Kälte sehr gelegen.)
- BH
- Gürtel
- Sonnenhüte (Unerlässlich!)
Kultursachen
- 2x nicht sehr große Handtücher
- 2x Kulturbeutel (Dafür eignen sich die Schlafsackbeutel, da man sie knautschen kann, sie leicht, reißfest und schnell trocknend sind.)
- Nagelbürste (absolut unverzichtbar für die Füße, wegen dem Dreck auf der Straße und zum waschen der Wäsche)
- Tigerbalsam (Das Mittel für und gegen alles, besonders gegen Husten und das Jucken der Bettwanzenstiche.)
- Shampoo
- Zahnbürsten
- Zahnpasta (Für alle die selbe, also keine extra Kinder orientierte.)
- Rasierschaum und Nassrasierer (Letzteren unbedingt weg von den Isomatten verpacken.)
Schulsachen
- Mäppchen (Für jedes Kind ein eigenes, da es sonst immer Ärger gab.)
- Kulis (Kann man nie genug haben. Immer darauf achten einen blauen oder schwarzen an der Grenze dabei zu haben (Einreisekarten!!!), da man sonst in viele Länder nicht einreisen kann (wäre uns in Singapur fast zum Verhängnis geworden))
- Bücher je nach Curriculum (sollte man nicht unterschätzen, um nicht den Faden beim Unterrichten zu verlieren)
- Schreibsachen
Elektrogeräte
![]() |
| Laptop, Segen oder Fluch? (Bariloche, Argentinien) |
- 1-2 mp3 Player (Mit jeder Menge auch an Kinderhörspielen vollgestopft.)
- Asus Eee PC (Der ist Gold wert. Besonders für Bankgeschäfte und die Kommunikation mit der Familie und Freunden.)
- Canon Eos 1000 D Fotokamera (Wer gerne fotografiert sollte auf jeden Fall ein gutes Gerät mitnehmen. Das haben wir falsch gemacht, da unsere Anfangsbilder qualitativ echt schlecht sind und erst ab Malaysia durch die neue Kamera begeistern.)
- Videokamera (Wir hatten die Panasonic NV-GS 230 dabei. Da aber keiner von uns gerne filmt, war die Videokamera eher Ballast als sonst was.)
Die Packliste sieht vermutlich länger aus als sie ist. Das alles hat in 4 Rucksäcke gepasst, die wir durchaus auch über weitere Entfernungen getragen haben. Sie hängt ja auch sehr stark von der Anzahl der reisenden Personen ab und den individuellen Bedürfnisse. Nicht jeder ist vielleicht begeistert davon jeden Tag Hose und T-Shirt tragen zu müssen, und das für ein ganzes Jahr, aber für ein platzsparendes Packen sollte man Eitelkeiten bedingt zurückstellen.
Uns hat es so ermöglicht mit einem Budget auszukommen, welches keiner von uns je erwartet hätte, denn kalkuliert hatten wir mit dem doppelten Betrag.
Und wenn Unterwegs gar nichts mehr geht?
| |
| 40 Stunden im Bus und die Kids haben meistens mehr Spass als ihre Eltern. (irgendwo auf Sumatra, Indonesien) |
Man sollte sich ruhig die Möglichkeit offen halten, jederzeit die Reise abbrechen zu können, denn manchmal ist man einfach völlig unverschuldet zur falschen Zeit am falschen Ort.
Krankheit, Naturkatastrophen, Kriege, Kinder die mit der Situation gar nicht klar kommen wollen oder die Erkenntnis das man hier und jetzt so ein Projekt nicht Leid los durchführen kann, können Gründe für einen Reiseabbruch darstellen.
Aber hätte man es nicht versucht, dann hätte man es doch auch nie herausfinden können?
Noch Fragen, oder Anregungen?
Wenn ihr aktuellere Informationen habt, oder Infos über all die vielen anderen Länder, die wir noch nicht bereist haben, dann schickt uns doch eine e-Mail, damit diese Seite wachsen kann für all die, die sich auf das Abenteuer "Reisen mit Kinder" begeben wollen.

































