[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 13. Oktober 2008
Auf den Zweiten Blick (Chiang Rai, Thailand)
Was wirkte Thailand langweilig. Zum Starten einer Reise war es optimal, aber nach Vietnam und Laos verblasste es doch etwas.
Wir waren total ratlos, was wir hier eigentlich noch machen sollten. Eine sinnvolle Tätigkeit wäre jetzt echt hilfreich gewesen, aber das schien es in Thailand auch nicht zugeben, außer man hatte mal 3.000 Dollar übrig, dann konnte man als Volunteer bei irgendwelchen Hilfsorganisationen mitmachen.
Mit dem Bus (3x70 Baht) ging es heute von Chiang Kong nach Chiang Rai, durch eine wenig spektakuläre Landschaft in eine noch unspektakuläre Stadt, wenn man mal vom herausragenden Essen absah.
Ich hätte mir ja in den Arsch beißen können. Da kam endlich mal jemand von unseren Bekannten nach Südostasien und wir haben uns verpasst.
Es war immer ärgerlich, aber die Eindrücke waren so viel, dass ich immer mal wieder feststellen musste, dass ich Sachen, die mir wichtig waren, vergessen habe. Selbst das Mitführen eines Notizblocks schaffte es nicht, alles festzuhalten. Vor allem waren es die kleinen und vermeintlich unbedeutenden Ereignisse oder Beobachtungen, die das Reisen so spannend machten.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 14. Oktober 2008
Immer noch hier (Chiang Rai, Thailand)
Chiang Rai gehörte wahrlich nicht zu den Perlen thailändischer Städte.
Da wir in Laos gar nichts an Hygieneprodukten gekauft haben und wir mittlerweile auf Grundeis gelaufen sind, stand nerviges Einkaufen auf dem Programm. Supermärkte gab es genug, dennoch war es immer tierisch aufwendig. Da ich ja nicht wusste, was auf den Produkten drauf stand, kaufte ich immer erstmal ein Exemplar, um es auszuprobieren. Wenn es funktionierte, dann versuchte ich mehr davon zu bekommen. Wobei es leider immer wieder vorkam, dass das, was ich gestern noch bekommen habe, heute nicht mehr auffindbar war. Furchtbar anstrengend und nervig. Jedoch ein Phänomen, welches uns auch in Europa noch lange begegnen sollte.
Bei Windeln kauften wir immer große Packungen, so dass wir dann auch schon weiter gereist waren, wenn wir neue brauchten und die Suche fing wieder von vorne an.
Dazu kam, dass Supermärkte nur selten um die Ecke waren und ich auch viel Preise verglichen habe. Da konnte ich schon mal einen Tag mit füllen. Vorteil war, wir sahen viel von den Städten, nur von manchen wollte ich das gar nicht.
Chiang Rai hatte aber auch ihr gutes, nämlich einen hervorragenden Nachtmarkt mit richtig gutem Essen. Super scharf, sehr ähnlich zu Laos und einfach lecker.
Jetzt wussten wir ja auch endlich, wie man auf solchen Märkten einzukaufen hatte. Das konnten wir ganz am Anfang noch gar nicht.
Es war überhaupt beeindruckend zu sehen, wie viel wir nach unserer Runde durch Südostasien gelernt haben und wie sich die Bilder veränderten. Vermutlich kämen wir jetzt auch mit Kambodscha viel besser zurecht. Und Laos währe vermutlich nicht so toll gewesen, wenn wir direkt von Thailand dort hingefahren wären. Wir brauchten doch etwas Übung, um in den einzelnen Länder gut klar zu kommen. Und all meine Vergleiche, dieses Land ist aber ... als das andere, erscheint mir sinnlos, da es wirklich am Grad der Erfahrung hängt, ob Länder positiv oder negativ daher kommen.
Thailand war nur nach so viel Südostasien todlangweilig, wohingegen wir ja am Anfang noch total hin und weg waren.
Meine Favoriten blieben Vietnam und Laos, auch wenn im Bezug auf Laos das vielleicht nicht ganz in Ordnung war. Neben dem "Laid-Back-Feeling", welches einzigartig wirkte, stach Laos durch seine "Authentizität" und "Ursprünglichkeit" ins Auge. Dabei sind diese beiden Begriffe auch nur zwei schöne Umschreibungen für Armut, Rückständigkeit und der Nichtpartizipation an der Globalisierung und dem weltweiten Konsum.
Aber auch ich konnte mich dem nicht verwehren, dass es unglaublich schön anzusehen war, wie sowohl junge als auch alte Frauen alle diese wunderbaren Wickelröcke trugen. Es gab sie als Schuluniform, als zweiteilige Arbeitskostüme oder um mit Gleichaltrigen abzuhängen.
In Thailand waren die Frauen wieder sehr viel westlicher gekleidet, wenn man mal von all den Rüschchen und Schleifchen absah, die mir mittlerweile tierisch auf den Geist gingen. So viel "-chen" konnte ich an meinen Namen gar nicht hängen, um dieses mädchenhafte Zeug tragen zu können.
Ein paar schlichte T-Shirts wären sehr hilfreich gewesen. Denn die letzten zwei, die noch aus Deutschland dabei waren, sahen mittlerweile so schlimm aus, dass es selbst Christian aufgefallen ist. Und das sollte was heißen.
Chiang Rai hatte noch einen wunderbaren Tourinachtmarkt, mit traditionellem Tanz und Gesang.
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| Dancing for the tourists. (Chiang Rai, Thailand) |
Das war sehr schön anzuschauen. Wobei wir uns jetzt wieder umstellen mussten, da Thailand etwas später in seinem Tun war. Geschäfte öffneten oft erst gegen neun (statt zwischen fünf und sechs) und Nachtmärkte begannen auch nicht mehr um fünf, sondern erst ein oder zwei Stunden später.
Auf dem Nachtmarkt wurden wir Zeugen einer sehr grotesk wirkenden Familie. Diese fuhr im eigenen Minibus vor, es stiegen neben unzähligen Angestellten ein aalglattes Pärchen mit sehr hellblonden Haaren aus. Auch ihre beiden Kinder waren strohblond. Alle trugen sie weiße Klamotten, was das Bild noch verschärfte. Dazu kam ein hellblauer Kinderwagen, der extra für die gut vier Jahre alten Kids mit einem Moskitonetz abgedeckt war. Und vom Kindermädchen über den Nachtmarkt geschoben wurde.
Schrill, konnte man so einen Auftritt fast nennen, zwischen all den dunklen Thais.
Der Tag endete damit, dass wir in Armir gerannt sind.
Armir war eine total schräge Type, den wir schon in Luang Nam Tha getroffen hatten. Sein Reisekonzept war einfach. Da er Israeli war, reiste er in Südostasien von einer jüdischen Gemeinde zur nächsten und feiert mit seinen Landsleuten ein hebräisches Fest nach dem anderen. Und davon gab es wohl reichlich. Während wir es gerade mal bis Chiang Rai geschafft hatten, war er gestern noch kurz in Chiang Mai, um dort eines der vielen Feste zu feiern und israelisches Essen zu essen. Das war doch mal ein sehr interessantes Reisekonzept, quasi ein religiöser Partytourist.
Armir beschwerte sich, dass wir ihn nicht anständig begrüßt hätten, erklärte es aber mit unserem kulturellen Hintergrund.
Ich meinte, dass ich doch erstmal nachdenken müsse, wen ich da eigentlich grüße. Das sei doch scheiß egal, meinte Armir. Erstmal laut schreien, sich in die arme fallen und dann hat man immer noch Zeit herauszufinden, wer das denn eigentlich war. Den Einwand, dass das die Thais ja nicht so gerne sähen, wenn laut geschrien würde, tat Armir damit ab, dass Israelis sich um so etwas noch nie gekümmert hätten, was die anderen so denken.
Kurzerhand hatte er uns für Montag in die israelische Gemeinde in Chiang Mai eingeladen. Da wurde wieder ein Fest gefeiert. Warum nicht.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 15. Oktober 2008
Weiter (Chiang Rai nach Chiang Mai, Thailand)
Da Chiang Rai irgendwie gar nichts zu bieten hatte, außer mal wieder Trekking zu Hilltribes, sind wir heute weiter gefahren.
Unser Guesthouse (Baan Bua, 300 Baht pro Zimmer) in Chiang Rai, war nett aber belanglos. Kein Familienanschluß oder sonst wie atmosphärisch bedeutsam.
Frühstück gab es wieder vom "Seven eleven", einem Convenience Store, der hier in Thailand an jeder Ecke stand Das Krasse war, dass es dort den billigsten Kaffee gab, die besten Teilchen und sogar die beste Dosensuppe.
Es erschien so unauthentisch, dort ständig einzukaufen, aber ich glaube etwas noch bezeichnenderes für Thailand gab es kaum.
Mittlerweile hatten wir in Thailand auch Probleme mit den Bustickets. Da wir jetzt wussten, dass man auch nur drei Sitzplätze kaufen konnte. Und so haben wir auch hier die Diskussion geführt, dass wir nur drei Sitzplätze kaufen wollten. So können sich die Dinge ändern.
Für 3x106 Baht ging es dann aber schließlich doch noch nach Chiang Mai. An der Busstation standen die ganzen Tuk Tuk Heinies vor dem Terminal-Gebäude, welches sie ja in Thailand nicht betreten durften, genau einen halben Meter von uns entfernt, und "krischen" vor sich hin, während wir ganz in Ruhe den Florian wickelten, ihn ins Tragetuch packten und unsere Rucksäcke schulterten. Die Szene war so grotesk, dass selbst einige der Tuk Tuk Fahrer sich das Grinsen nicht verkneifen konnten. Wir haben sie dennoch stehen lassen und sind hinten rum aus dem Gebäude und in Ruhe in die Stadt gelaufen.
Thailand wäre nicht Thailand, wenn es sich nicht durch die viel zu vielen, allein reisenden, alten, fetten, westlichen Männer auszeichnen würde. Wenn es genauso viele alte, westliche Frauen gäbe, dann würde ich ja nichts sagen. Dem war aber leider nicht so, so dass es oft sehr unangenehm war, an diesen notgeilen Typen vorbei zu müssen.
Man musste sich ja nur mal bewusst machen, dass wir viele dieser Typen auch noch über das Rentensystem in ihren gestörten Verhaltensformen finanzierten. Echt zum kotzen.
Auf jeden Fall kamen wir auf dem Weg von der Busstation an einem Guest-Haus (Poolside Guest-Haus) vorbei, welches mit einem eigenen Swimming-Pool warb.
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| It said there is a swimming pool. It didn't say there are also other activities ongoing. Specifically for the male customers who so frequently fly to Thailand. (Chiang Mai, Thailand) |
So etwas war ja immer schön für die Kinder und der Pool war auch groß und schön und gehörte irgendwie zu dem Hotel (Prince Hotel) nebenan, aber Gäste des Guest-Hauses durften diesen auch nutzen. Oder war das doch gar kein Guest-Haus?
Uns dämmerte so langsam, dass das Etablissement, in dem wir da gelandet waren, eher in die Kategorie Stundenhotel gehörte. Es war nicht so ganz klar, da wir ganz alleine dort waren und das Mädel eigentlich sehr nett und bemüht um uns war.
Dennoch, diese Location war uns sehr suspekt, zumal es auch das dreckigste Guest-Haus war, was wir bis jetzt hatten und in der öffentlichen Toilette fanden sich dann auch die Kondome.
Wir haben den Pool genutzt, der ja Hotelstandard hatte und beschlossen, eine Nacht durchzuhalten und morgen nach was seriöserem zu suchen.
Im Prinzip musste ich über so eine Erfahrung schmunzeln, dass machte das Reisen doch so spannend, wenn mal etwas latent schief geht.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 16. Oktober 2008
Guest-Haus-Suche (Chiang Mai, Thailand)
Es war gar nicht so einfach, etwas adäquates in Chiang Mai zu finden. Wir waren mittlerweile sehr verwöhnt und hatten bestimmte Kriterien, die erfüllt sein sollten.
Wir wollten eine Common Area, um nicht in unserem Zimmer festzuhängen, und die Nähe zu Märkten und Supermärkten, um auch etwas zu essen zu bekommen, dazu war Atmosphäre und natürlich der Preis relevant. Chiang Mai zeichnete sich durch viele sehr schäbige Guest-Häuser aus, was ich so nicht erwartet hätte. Wir haben erstmal einen vernünftigen Thailandführer besorgt, aber auch die dort beschriebenen Guest-Häuser waren nicht wirklich verlockend.
Wir sind beim so viel beschworenen Julie Guesthouse mal vorbei, aber das wirkte mehr wie die Schullandheimfahrt der 13. Klasse. Da waren aus unserer Perspektive nur Kinder. Die blieben besser unter sich, bevor sie noch einen Lebensschock erfuhren, weil Leute mit Kinder unterwegs sind.
Wir haben dann nach drei Stunden suchen schließlich das Nuanpranee Guest-Haus gefunden, mit dem wir einigermaßen zufrieden waren. Und während wir die Kinder dort geparkt haben, sind Christian und ich zurück zum alten Guest-Haus, um unseren Kram zu holen. Das haben wir jetzt zum ersten mal gemacht, das Guest-Haus gewechselt, wobei andere da ein regelrechtes Spiel draus machten.
Hier waren wir jetzt wenigstens besser aufgehoben. Alles sauber, nah zum Essen, aber auch hier nicht frei von Sexturisten. Oder war das schon eine böse Unterstellung gemischten Pärchen gegenüber mit riesigem Altersunterschieden.
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| The best place we could find in Chiang Mai. It doesn't mean that it is a very good place, though. (Chiang Mai, Thailand) |
Apropos Essen, die Müllmassen, die wir hier pro Tag produzierten, gingen auf keine Kuhhaut. Für jeden blöden Schokoriegel gab es ein Tütchen. Wenigstens waren die Tüten hier wieder in Ordnung. In Kambodscha war deren Qualität so schlecht, dass wir das Gefühl hatten, dass das gekaufte Gemüse noch auf dem Weg zum Guest-Haus darin schlecht wurde. In Vietnam besserte es sich dann Richtung Norden und in Laos hatten wir damit schon keine Probleme mehr gehabt.
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| Chiang Mai has an exelent food market. (Thailand) |
Man kann ja sagen ein Fernseher sei ein sinnloses Luxusgut, aber nach über vier Wochen informativer Abgeschiedenheit, genossen wir es sehr endlich an den weltweiten Themen wieder zu partizipieren. Da wir den Beginn der Finanzkrise gar nicht mitbekommen haben, stellte sich das für uns auch jetzt nicht so dramatisch da. Hier ging das Leben ganz normal weiter und auch die Preise waren wie sie waren. Also eher günstig für uns.
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| A bank. Looks more like a church. In these days you have to be strong in beliving that your mony isn't gone. (Chiang Rai, Thailand) |
Ich war total demotiviert hier irgend etwas zu machen. Wir hatten uns zwar informiert, das heißt ich bin heute den ganzen Tag durch die Stadt gerannt und habe sämtliche Infos eingeholt. Aber auf noch ein Kochkurs hatten wir eigentlich keine Lust, da wir das ja schon gemacht hatten und das Essen hier ähnlich zu Laos ist. Übrigens wieder sehr scharf und sehr lecker.
Raften war hier verhältnismäßig teuer. Klettern gab es nur als ätzende Tourangebote, die überhaupt nicht auf unsere Bedürfnisse passten, zumal Kinder genauso viel wie Erwachsene kosten sollten und zwar immerhin stolze 1800 Baht also rund 40 Euro pro Person. Für ein bisschen Klettern, dass bekamen wir in Deutschland besser hin.
Und auch sonst waren alle angebotenen Aktivitäten blöde Touren, wo dann so was wie T-Shirts im Preis enthalten waren. Hm?
Enttäuschend, frustrierend, demotivierend.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 17. Oktober 2008
Shopping Oase (Chiang Mai, Thailand)
Die Hauptattraktionen von Chiang Mai waren wohl die vielen Märkte, die es hier gab.
Kaum zu glauben, aber nachdem ich in Chiang Rai ja schon wieder total entnervt war, da unser Klamottennotstand so gravierend war und sich einfach nichts vernünftiges finden lassen wollte, tat sich in Chiang Mai eine Shopping Oase auf.
Auf dem Talat Warorot Markt haben wir endlich jede Menge T-Shirts für gerade mal 45-130 Baht (45 Baht waren ca. 1 Euro) bekommen. Christians T-Shirts waren immer etwas teurer. Dafür gab es sie in seiner Größe, was durchaus beeindruckend war. Für Lydia haben wir endlich eine neue kurze Hose bekommen. Höchste Eisenbahn, da ihre alte fast auseinander fiel. Selbst Unterwäsche gab es endlich mal statt für 120 Baht, wie auf den Tourimärkten, gerade mal für 30 Baht. Was will man mehr.
Nur für Flo und Josua war nichts zu finden. Kinder T-Shirts kosteten immer mindestens 100-200 Baht und hatten immer hässlichste Aufdrucke mit Batman und anderen, nicht kindkompatiblen Figuren. Echt ätzend!
Schuhe in Südostasien kaufen zu wollen haben wir eingestellt. Da warteten wir auf Australien, um vernünftige zu bekommen. Es gab zwar zum Beispiel Marken wie NorthFace, aber immer nur für Männer. Frauen wanderten hier wohl nicht und dann zu Preisen, die ich selbst in Deutschland nicht zahlen würde.
Wir haben sogar Christians Outdoor-Schuhe gesehen, für die er in Deutschland 45 Euro gezahlt hat. Die waren ein Auslaufmodell. Hier bekam man die selben Dinger, aber für umgerechnet fast 80 Euro. Nicht wirklich ein Schnäppchen.
Überhaupt war die asiatische Einkaufsmentalität eine für uns sehr seltsame. Ich habe mich ja damals so gewundert, warum die Malls so schweineteuer sind und wer sich das eigentlich leisten kann. Nach hiesiger Auffassung, wenn ich das richtig verstanden habe, ging es nicht darum günstig etwas zu erstehen, sondern für die Dinge soviel zu zahlen, wie man sich noch gerade leisten konnte. Es war wohl eine Form des Gesichts machen.
Ist aus meiner Perspektive total idiotisch, immer kurz vor dem Bankrott zu stehen. Hier in Asien gehört es aber zum guten Ton, weshalb in den Malls Kinder T-Shirts auch mal 700 Baht und mehr kosten können. Zur Erinnerung, wir haben gute T-Shirts auf der Straße für 45 Baht bekommen.
Also, mein Tipp, in Malls einzukaufen, gerade in Thailand, kann man echt knicken. Für die selben Preise bekomme ich in Deutschland auch noch eine Rückgabegarantie, die hier fehlt, da man vermutlich nicht lange genug da ist, um sie gegebenenfalls einlösen zu können, sofern sie hier existiert.
Apropos Einkaufen. Bei unserer Suche nach diesem und jenem haben wir in einem Drogeriemarkt unser Tieger Balsam besorgt. War exzellent bei Mückenstichen, Husten oder Beschwerden mit den Sehnen etc. Das war jetzt aber gar nicht das Spektakuläre daran, sondern die Tatsache, dass neben den Damenhygieneprodukten auch gleich die Wolle und das Nähgarn erhältlich war.
Machte Sinn, oder? In Deutschland würden wahrscheinlich sämtliche Frauenverbände auf die Barrikaden gehen und wegen Diskriminierung der Frau klagen.
So, jetzt aber. Könnte mich hier mal jemand aufklären. Haben wir hier irgend etwas verpasst? War Chiang Mai eine Hochburg für Sextouristen?
Es war so unangenehm. Der Überhang an alleinreisenden, älteren Männern war hier so dominant im Straßenbild, dass es wirklich unerträglich wurde.
In Laos gab es wenigsten gleich viele reisende Frauen. Und auch wenn man es für Rückständig hält, dass in Laos außerehelicher Sex verboten war, es schützte dieses Land vor diesem exzessiven Sextourismus, der mir hier in Thailand so aufstieß. Irgend jemand meinte, auf den Insel müsse es noch schlimmer sein. Ich kann's schon gar nicht mehr erwarten, dort hin zu kommen. Baa!!!!!
Selbst in unserem jetzigen Guest-Haus waren leider viel zu viele gemischte Pärchen, die nicht so aussahen, als wenn sie sich schon seit Jahren kennen würden, geschweige denn die Sprache des Partners sprechen würden. Und, es waren ja immer nur Westler mit Thaifrauen. Andersherum hatte ich das hier noch nie gesehen, weswegen es so furchtbar unangenehm wirkte.
Dazu kam das totale Überangebot von Bars, wo Abends knappst bekleidete Thaifrauen auf Kundschaft warteten.
Also, wenn jemand mir die Welt erklären könnte, bitte schnell, ich war leider bei diesem Metier nicht so im Bilde und fragte mich, ob es irgendwo Plattformen gibt, wo sich diese Typen austauschten, um zu erfahren, wo es die besten Mädels gäbe. Und warum ausgerechnet die vermeintliche thailändische Kulturhauptstadt Chiang Mai so viele von diesen Typen anzog?
War das gruselig.
Zurück zu etwas normalerem.
Lydia und Josua haben endlich wieder Taschengeld erhalten, nur leider hat Josua von unserem Umgang mit Geld nichts mitbekommen. Er hat 150 Baht für einen Monat erhalten und fast alles an einem Tag für Internet und Softdrinks hier im Guest-Haus ausgegeben.
Nicht wirklich überlegt, so dass wir das Geld wieder eingezogen haben, da er nicht verstand, dass wenn er jetzt alles ausgibt, er dann für die meiste Zeit des Monats nichts mehr hat. Er hätte dann der Lydia zuschauen können, wie die sich jeden Tag ein Eis kauft oder so. Das hatten wir schon mal, wo er uns dann ständig voll jaulte, er brauche mehr Taschengeld, da er alles schon ausgegeben hatte.
Jetzt gab es erstmal nichts mehr und dann nur noch täglich, so dass er sich überlegen konnte, ob er für etwas spart, oder nicht.
Des weiteren haben wir ihn dazu verdonnert, mit uns einkaufen zu gehen, um mitzubekommen, dass man Preise zu vergleichen und zu erfragen hatte.
Jetzt waren wir schon so lange unterwegs und er hatte es immer noch nicht mitbekommen, im Gegensatz zur Lydia. Lydia hatte mittlerweile ein gewisses Verständnis für Geld entwickelt, welches ihr in Deutschland auch noch total fehlte.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 18. Oktober 2008
Noch mehr Shoppen (Chiang Mai, Thailand)
Heute ging es weiter mit Klamotten einkaufen, was echt Spaß machte, wenn es endlich mal fluppte.
So langsam sind wir auch alle wieder gesund. Laos war um einiges kühler, vor allem des Nachts, so dass wir dort wieder Decken brauchten und morgens ein Pulli echt hilfreich war.
Irgendwie haben wir uns durch die Temperaturschwankungen, auch zu Thailand, alle erkältet. Wird aber wieder besser.
Thailand wirkte auf der einen Seite unglaublich weit entwickelt und zivilisiert und auf der anderen Seite fehlte es an den banalsten Dingen. Was für ein Kulturhochmut unserer seits. Da schaffte man einfach mal den öffentlichen Nahverkehr in Chiang Mai ab, um dann festzustellen, dass man gegen die Taximafia keinen mehr einführen konnte. Jetzt mussten auch alle Einwohner dieser Millionenstadt mit dem Taxi fahren oder laufen. Super Leistung! Ahhhh! Aber man wundert sich ja, wenn man denn genau hinschaut, was man in Europa für Scherze geboten bekommt.
Ach ja, und die Finanzkrise konnten Christian und ich nur noch belächeln (wir hatten hier einen Fernseher, so dass wir anders als in Laos auch wieder an der kollektiven weltweiten Panik teilnehmen konnten). Christian hatte schon seit Jahren gesagt, dass Geld von alleine nicht arbeitet, sondern dass es von einer realen Leistung gedeckt sein müsse. Dies schien ansonsten niemand so zu sehen.
Teu, teu teu! wie gut, dass wir keine Aktien gekauft haben. Wir hatten es ja ernsthaft mal angedacht.
Da hat uns der gesunde Menschenverstand ausnahmsweise wohl richtig geleitet, sonst wäre unser Geld jetzt einfach so futsch, wie bei vielen anderen auch, ohne dass wir irgend etwas dafür bekommen hätten. Das schöne war ja, dass unser Geld hier in Asien immer noch viel wert war.
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| The saturday night market in Chiang Mai. (Thailand) |
Nein, letztendlich freuen wir uns, dass wir das einzig richtige getan haben, auch wenn so viele gesagt haben, es sei unverantwortlich. Nur was war wirklich unverantwortlicher? In Deutschland zu sitzen, sein Geld davonfließen zu sehen und sich von der allgemeinen Stimmung fertig machen zu lassen. Tolle Basis für die gesunde Entwicklung von Kindern. Sorry, ich muss das mal so überzogen darstellen. Oder war es nicht viel besser, sein Geld mit etwas auf den Kopf zu hauen, was einem hinterher niemand, aber auch wirklich niemand, höchstens Demenz, nehmen konnte. Und die Entwicklung der Kinder lief genauso gesund, oder ungesund, wie in Deutschland ab, nur von der Perspektive vielleicht etwas erweitert.
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| Food massage on the street. A commen picture. (Chiang Mai, Thailand) |
Vielleicht sollte ich mit Christian in einer der tollen Bars hier erstmal unseren Sieg über so viel Weitsicht feiern. Und weil ich so richtig scheiße war im Moment, ich fühlte mich gerade so, füge ich die beliebte und absolut ätzende Floskel hinzu:“Ha'm wir`s nicht gesagt!?“
So, und um dem Leser auch eine Waffe gegen uns in die Hand zu geben. Einfach nur auf unseren Untergang warten. Sei es eine Erkrankung, Unfall, oder ein sonst wie geartetes unerwartetes Ereignis, welches selbstverständlich nur auf einer Weltreise passieren konnte, dann dürfte jeder sagen: „Ha'm wir`s nicht gesagt?!“
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| Oldy band in the true sense of the word. Not their music is old but the ones who are playing. (Chiang Mai, Thailand) |
Man sah was passierte, wenn man mich fernsehn ließ.
Aber mal wieder zu was netterem.
In Chiang Mai gab es einen Samstagnachtmarkt.
Der war echt klasse. Der größte Teil der Besucher waren Thais, so dass das Angebot auch mehr auf dieses Klientel ausgerichtet war.
Überall hatte man lustige Straßenmusikanten, Schulen die für Projekte warben, leider auch arbeitende Kinder, die schreckliche Musik machten, oder sich im tanzen versuchten.
Grottenscharf war auch die Oldie-Band. Also keine Musikgruppe, die Oldies spielte, sondern eine illustre Runde von fast Scheintoten, die traditionelle Musik machten.
Oder auch das alte Ehepaar, wo er die Musik machte und sie dazu mit den schon etwas steifen Hüften wackelte. Klasse!
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 19. Oktober 2008
Willkommen in der Realität (Chiang Mai, Thailand)
Wie schön, dass es hier wieder richtiges Frühstück gab. Das hieß lecker Reis mit im Ölbad ausgebackenen Omeletts vom Morgenmarkt. Das machte so pappsatt, dass man Mittags nicht groß mehr was essen musste und gut bis zum Abend durch hielt.
Mittlerweile waren wir so an herzhaftes Frühstück gewöhnt, dass wir immer lieber ein Süppchen oder Reis bevorzugten, statt süßes Gebäck oder Toast.
Endlich hatten wir auch wieder richtiges Internet, was ja in Laos durchaus schwieriger zu finden war. Das hieß, in Luang Nam Tah war das Internet so langsam, dass Chris keine Lust hatte, mehr als nötig sich damit zu beschäftigen.
Heute war es höchste Zeit mit den Kinder mal wieder richtig Schule zu machen, das haben wir seit Vientiane doch stark schleifen lassen. Machte aber nichts, denn Josua hatte schon die Hälfte seines Mathebuchs durch und auch Lydia war nicht langsam.
So, und so langsam kam ich wohl auch hier in der Realität an. Aufgrund der vielen Fragen, die sich Bezüglich Chiang Mai und Thailand im Ganzen stellten, hatten wir uns Literatur besorgt.
Thailand war das Land, welches die stärksten Dissonanzen erzeugte und viele Fragen aufwarf.
Ich rotierte hier schon die ganze Zeit, da ich so viel sah, was ich überhaupt nicht verstand. Endlich hatte ich Literatur gefunden, welche die thailändische Kultur zwar nicht erklärte, aber darstellte. Damit konnte ich schon mal arbeiten.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für die thailändische Kultur und somit auch für das inhärente Problem des Sextourismus interessiert.
„Erst 13, Lons wahre Geschichte“; Julia Manzanares & Derek Kent; ISBN 978-0-9772841-3-9
In dem Buch wurde erzählt, dass auf Grund des öffentlichen Drucks, den die westlichen Staaten auf Thailand ausgeübt haben, in den Tourirotlichtvierteln Bangkoks die Kinderprostitution augenscheinlich unterbunden wurde. Man musste ja Gesicht wahren. Resultat, die Kinder sind nach Pattaya, Phuket und eben auch Chiang Mai abgewandert. Im Klartext hieß das, dass Chiang Mai keine Kulturhauptstadt war, sondern eine Hochburg für Pädofiele. Außer man betrachtete den Verkauf von Kindern und Frauen als Jahrhunderte lang praktizierte Kultur, dann hätte es wieder gestimmt.
ch hatte ja gesagt, dass das Straßenbild hier unangenehmst war. Jetzt hatte ich das Gefühl, dass meine Wahrnehmungen bestätigt wurde.
Wobei es aus einer christlich geprägten Perspektive unglaublich schwer war, das hiesige Gesellschaftssystem, mit vielen seiner Implikationen zu verstehen. Und weil man nicht in Südostasien gewesen sein kann, ohne sich doch über das ein oder andere Auseinanderzusätzen, hier ein paar Aspekte, über die wir gestolpert sind.
Da war zum Beispiel die Feststellung, dass Lydia hier so in Ruhe gelassen wurde. Gemutmaßt hatte ich, dass man sie als junge Frau sieht oder respektiert. Pustekuchen! Der Grund schien eher, dass sie ein Mädchen war und somit nichts wert, auch keiner Beachtung. Ich hatte es da etwas besser, da ich drei Kinder hatte. Als Frau schien man erst dann einen gewissen Respekt zu bekommen, wenn man Kinder bekommen hatte.
Das Brutalste an dieser Gesellschaft schien aber das Konzept des "Gesicht Wahrens und Machens". Es schien dabei nur um oberflächliche Demonstration von materiellen Werten zu gehen. Etwas, was im Christentum doch stark abgelehnt wird. Dort ist man kein besserer Mensch, nur weil man viel hat. Hier schien es genau andersherum. Man war erst was, wenn man richtig protzen konnte. Bedauerlicherweise gab es kein ethisches Konzept wie in den christliche geprägten Ländern dieser Welt, wo eigentlich sicher gestellt sein sollte, dass der Reichtum, den jemand besitzt, auch aus ethisch vertretbaren Quellen stammt.
Das schien hier egal. Man konnte seine Kinder verkaufen und die Mädchen in die Prostitution schicken. Das schien hier niemanden, zumindest nach außen, wirklich aufzustoßen, solange die Kinder nur genug Geld verdienten und nach Hause schickten, so dass die Familie mit Materiellem protzen konnte. Sogar BMW warb auf großen Plakaten mit dem Slogan "A brand to look up to", was den Kern des Problems wirklich gut traf.
Wenn man sich das hier genauer betrachtete, schien man in dieser Gesellschaft mit Ehrlichkeit, Fleiß und Bildung nichts erreichen zu können. Je korrupter und hemmungsloser man in der Ausbeute anderer war, um so mehr erreichte man hier und umso mehr Gesicht schien man machen und zeigen zu können.
Vermutlich selbst die Suppenfrau auf der Straße musste irgendwelche Beträge an korrupte Typen abtreten, um ihr Geschäft betreiben zu dürfen.
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| Jackfruit, up to half a meter big and very yummie. (Chiang Mai, Thailand) |
Ein weiteres Phänomen, welches wir schon in Pai gesehen hatten, aber auch nicht verstanden haben und schon gar nicht in seiner ganzen Tragweite, war die Diskriminierung der ethnischen Minderheiten, besonders im Norden.
Angeblich war der Schulbesuch hier kostenlos. Das stimmte aber wohl nicht ganz, da die Schulen sonstige obligatorischen Gelder erhoben, wie zum Beispiel Nutzungsgebühren für die Mensa, womit kein Mittagessen gemeint war, sondern die Erlaubnis, dort zu essen, wenn man es sich leisten konnte.
Am krassesten fand ich aber die Auflage mit den Haarschnitten. Mädchen, gerade in den armen Provinzen, mussten so Prinz-Eisenherz-Haarschnitte haben. Die meisten Familien konnten den regelmäßigen Friseurbesuch aber gar nicht bezahlen, zumal der Lehrer die Macht hatte zu sagen, wann welches Kind sich die Haare zu schneiden hätte. Das hatte zum Teil wohl die Ausmaßen, dass dem Lehrer der Friseursalon auch noch gehörte, so dass alle sich die Haare dort schneiden lassen mussten.
Diese Schikanen führten wohl dazu, dass die ethnischen Minderheiten, also Hilltribes, vom Schulbesuch aktiv ausgeschlossen wurden.
In Pai gab es Morgens immer eine Gruppe von Jungen und Mädchen, die alle mit dem besagten Haarschnitt im Gleichschritt in einer Reihe durch die Stadt zogen. Die paar, die es von den ganz Armen bis in eine Schule geschafft hatten, wurden dann auch noch ohne Ende schikaniert, denn glücklich sahen die nicht aus. Zumal sie voll und ganz dem Gehorsam des Lehrers unterworfen schienen. Was dabei raus kAM, kann sich jeder denken. Aber auch dies wurde wohl vieler Orts billigend in kauf genommen, da Mädchen sowieso nichts wert waren und man den Lehrer ja gnädig stimmen musste, damit das Mädchen weiter kam.
Nicht, dass das überall so massiv in Thailand wirklich statt fand, aber in Pai ließ sich schnell auf so etwas schließen, da diese paar, vor allem Mädchen, von dem gleichen Lehrer auch Nachmittags auf dem Sportfeld gedrillt wurden. Und ich sage es nochmal, diese Mädchen sahen nicht glücklichen aus, auch wenn sie zur Schule gehen durften.
Es gab aber nicht nur schlechtes hier in Nordthailand. Am Abend waren wir auch noch auf dem Sonntagnachtmarkt, der gegenüber dem Samsatagmarkt etwas zurückfiel. Dafür waren sämtliche Klöster offen und man konnte den Mönchen beim Beten und Singen zuschauen.
Es gab eine unglaubliche Polizeipräsenz. Was immer die versuchten dort zu verhindern. Die Stimmung war ja nicht durchweg ruhig hier in Thailand im Moment. Erst Tote an der kambodschanischen Grenze, dann Verletzte und eine Tote bei den Demonstrationen in Bangkok. Wir würden sehen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 20. Oktober 2008
Und noch mehr Shoppen (Chiang Mai, Thailand)
Wir sind extra ganz früh aufgestanden, um uns Mofas zu mieten und dann mal das ein oder andere anzuschauen. Letztendlich fehlte uns dann aber doch die Motivation. Der x-te Berg und x-te Wasserfall und dann auch noch verbunden mit horrenden Eintrittspreisen. Und die Berge haben alle Straßen, die auf die Gipfel führen. Mhhh!
Wir haben uns entschieden, lieber nochmal Shoppen zu gehen und auf die Mofatour zu verzichten.
Shoppen ging hier einfach hervorragend und das mussten wir ausnutzen.
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| Shopping street in Chiang Mai, Thailand) |
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| I think we had each of this floorings in some guesthouse. (Chiang Mai, Thailand) |
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| So many different colours. (Chiang Mai, Thailand) |
Hier konnte man also die ganzen furchtbaren Bodenbeläge kaufen, die wir hier immer über den wahrscheinlich schönen Holzböden vorfanden.
Am Abend haben wir uns dann mal in die Richtung bewegt, welche wir vermuteten, die Armir unser israelischer Partytourist meinte, als er uns den Weg zum Chabad Haus beschrieben hatte.
Wir haben es sogar tatsächlich gefunden, aber nach einer wilden Party sah das wirklich nicht aus.
Tische mit weißen Tischdecken an denen Leute saßen, sich unterhielten und hier und da auch ein paar ultra orthodoxe Juden mit schwarzem Anzug und Löckchen. Dazu gab es auch die entsprechenden Frauen, welche sich dadurch auszeichneten, dass sie Perücken trugen.
Keiner traute sich von uns dort rein zu gehen und mal nach Armir zu schauen. Zumal ich echt nicht sagen konnte, ob eine deutsche Familie dort wirklich richtig willkommen gewesen wäre. Ich habe dann doch noch jemanden gefragt, der vor der Tür stand und ehe sich Christian versah, war er auch schon im Gemeindehaus und konnte nach Armir schauen. Hat trotzdem nicht geholfen. Wir haben Armir nicht gefunden.
Ich hatte ja überlegt, ob ich in der Unistadt Chiang Mai mal bei der Uni vorbei gehen sollte, da es hier ein großes Ernährungsinstitut gab, aber nachdem ich gesehen habe, was in Chiang Mai wirklich los ist, haben Christian und ich uns konsequent dagegen entschieden. Diese Stadt musste in Zukunft auf uns verzichten, dafür liefen hier einfach viel zu viele Sextouristen rum.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 21. Oktober 2008
Jetzt sind wir einmal rum (Chiang Mai nach Bangkok, Thailand)
Wir waren uns unschlüssig, ob wir heute fahren oder noch einen Tag Schule machen sollten. In dem Moment klingelte die Gegensprechanlage in unserem Zimmer und man meinte sich beschweren zu müssen, dass die Kinder zu laut seien. Laut ging echt anders und wenn irgendwelche Perversen sich um 10 Uhr Morgens in ihrem Schlaf gestört fühlten, da sie die ganze Nacht damit beschäftigt waren Kinder und Frauen zu missbrauchen und so keine Zeit zum schlafen hatten, dann frage ich mich echt, was in diesem Land schief lief, dass das eher toleriert wurde, als spielende Kinder.
Kotz! Kotz!
Das gelesene Buch schaffte mehr Aggression als Verständnis, so mein Eindruck. Man sollte ja nicht auf Basis einer Quelle voreilige Schlüsse ziehen. Dennoch ertappte ich mich, wie protzig, blöd dreinblickende Typ auf ihren Mofas die Assoziation und Frage erzeugten, mit wie vielen Männer die eigene Schwester dafür hatte schlafen müssen, damit diese Typen sich das leisten konnten. Denn so sollte es hier in Teilen laufen, dass die Mädels für die komplette Familie aufkommen mussten.
Wir haben umgehend unsere Sachen gepackt und sind zum Bahnhof gewandert. Und auch die Tatsache, dass der Nachtzug schon ausgebucht war, hat uns nicht zum Umkehren bewegen können. Wir haben einfach Stehtickets besorgt und gehofft, dass es irgendwie klappt. Hauptsache weg von diesem schmierigen Platz auf dieser Welt.
Da die Ferien hier gerade zu Ende gingen, waren jede Menge Jugendgruppen unterwegs, die uns mit Gesang und Gitarrenbegleitung unterhielten. Und wir hatten schweineglück. Wir haben einen Vierersitz gefunden, auf dem die gesamte Fahrt über keiner Anspruch erhoben hat. Leider hatten wir jemandem auch ohne Sitzplatz angeboten, sich mit dazuzusetzen, so dass wir zu sechst von 14:50 Uhr bis 5:30 Uhr etwas zusammengepfercht waren. Und auch hier im Zug gab es eine hohe Polizeipräsenz, mit Personen- und Gepäckkontrollen, wobei sie uns in Ruhe ließen. Aber bei dem Typen, der mit uns auf dem Vierersitz saß, haben sie mehrmals die Tasche durchwühlt.
Als wir Florian gefüttert haben, kam ich mir vor wie im Zoo. Sämtliche Fahrgäste sammelten sich um uns herum und schauten zu. Dazu gab es die entsprechenden Geräuschäußerung aller. Wenn Florian den Mund aufmachte, machten alle "Aaaa" und als was runter fiel kam von allen ein "Oooo". Ich konnte mir das Lachen über diese Situation echt nicht verkneifen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 22. Oktober 2008
Bangkok die 3. (Bangkok, Thailand)
Ziemlich müde sind wir heute Morgen in Bangkok eingetroffen. Und da wir diese Tour ja schon einmal gemacht haben, war es sehr bequem zu wissen, wo der Bus abfährt, den wir wollten. Wenn man dieses nicht wusste, glaubte man vermutlich in der falschen Straße zu sein, da die echt nicht nach Busverkehr aussah und auch kein Bushalteschild existierte. Dafür hielten in der kurzen Zeit, in der wir warteten, rund 30 Taxis vor uns. Manchmal mehr als fünf gleichzeitig. Auch in zweiter Reihe. Wie blöd waren die eigentlich? Glaubten die, wir stehen an der Bushaltestelle und warteten auf ein Taxi?
In Banglamphu (Stadtteil von Bangkok) angekommen, hatten wir uns entschlossen, etwas weg von den Haupttouristraßen ein Guest-Haus zu suchen. Nicht zuletzt, um den Preis zu drücken. Wir haben auch ein ganz nettes (Riverline Guest-Haus) für 320 Baht die Nacht gefunden. Immerhin gabt es in diesem Guest-Haus auf den ersten Blick keine Sextouristen.
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| Idyllic morning atmosphere in Bangkok. (Thailand) |
Wir haben uns einen der leckeren Fruchtsalate gegönnt, welcher hier angeboten wurde, aber im Verhältnis nicht ganz um sonst war mit ca. einem Dollar pro Stück. Seitdem wir wieder in Thailand waren, aß Florian wieder alles. Was das davor war, wusste ich echt nicht, aber er hat uns ja so gut wie jede Angebotene Mahlzeit entgegengespuckt.
Am Abend sind wir fast verzweifelt. Zum einen, weil hier alles furchtbar früh zumachte. Und zum anderen, weil es keinen vernünftigen Nachtmarkt gab. Wir waren somit sowohl zu spät (anders als an den Orten, wo wir bisher in Thailand waren, wurden hier in der Hauptstadt um 6 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt) und auch voller falscher Erwartungen.
Sticky Rice in einer angemessenen Menge zu erstehen, also 1 Kilo, war unmöglich. Man konnte kleine Tütchen für 5 Baht haben, man konnte auch manchmal zehn davon haben, aber 1 Kilo ging gar nicht. Dann verkauften sie dir lieber gar nichts. War das anstrengend.
Aus einem "mal eben was zu essen holen", wir waren ja in Bangkok, wurde eine 1 1/2 stündige Odysse auf der Suche nach günstigem Essen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 23. Oktober 2008
Das war ja nichts! (Bangkok, Thailand)
Nachdem wir den gestrigen Tag mit ewiger Essenssuche beendet haben, fing der heutige Tag gleich wieder damit an.
Die Bürgersteige schienen hier nicht nur um 6 Uhr hochgeklappt, sondern morgens auch erst um 8 Uhr wieder heruntergelassen zu werden. Das schien in der Provinz echt einfacher.
Ich glaubte, wenn ich von der Weltreise käme, würde ich vor lauter nicht Laufen noch total unglücklich werden. Im Moment taten mir die Füße einfach nur weh. 5-10 Kilometer pro Tag waren bei mir locker drin.
Wir sind aber dank der fortschreitenden Stunde doch noch fündig geworden, auch wenn es kein Sticky Rice mehr war, sondern normaler plus Ei.
Danach wollten wir mal bei der deutschen Botschaft reinschauen, um uns zu erkundigen, was wir mit den Kinderpässen machen sollten. Die Botschaft hatte leider schon zu, als wir um 12 dort eintrafen und Nachmittags hatte sie sowieso nicht auf.
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| A tired warrior. (Bangkok, Thailand) |
Wir sind dann in den daneben liegenden Lumphini Park, den die Kinder schon beim ersten Bangkokbesuch so toll fanden.
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| Florian has to do, what every child has to do. Collecting leafs. (Lumpini Park, Bangkok, Thailand) |
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| And there is more to be done. (Lumpini Park, Bangkok) |
Als wir dann weiter zur Schlangenfarm sind, mussten wir dort feststellen, dass auch diese schon zu hatte, da heute Feiertag in Thailand war. Das war wohl auch der Grund, warum so wenig Stau war. Somit hatten wir quasi auch nur ein bis eineinhalb Stunden bis zur Botschaft gebraucht.
Also sind wir weiter zum Siam Square, mal nach einer Fotokamera schauen, da bei unserer mittlerweile so fast alles kaputt war, einschließlich des Displays.
Die ist irgendwann runtergefallen, aber frag mich nicht wo das noch mal war. Mir fiel es ohnehin furchtbar schwer, mich an all die Plätze zu erinnern, wo wir schon überall durchgekommen sind.
Es gab sogar Schuhe, aber ich wusste echt nicht, ob ich sie kaufen sollte. Die wurden im Rucksack nicht schöner und vorerst brauchte ich sie ja nicht. Vielleicht aber in Indonesien und dann gab es vielleicht dort keine und ich ärgerte mich. Oder in Australien wären sie billiger und ich hätte bis dato die Schuhe nur sinnlos herumgeschleppt, dann würde ich mich auch ärgern. Das war alles blöd.
Zum Mittag gab es gute Suppe vom Seven Eleven. Das ersparte uns wenigstens wieder die Sucherei.
Als wir wieder in Banglamphu eintrafen, war es schon nach fünf. Perfekte Zeit für das Abendessen, welches wir erstaunlich schnell und gut zusammenbekommen haben.
Eine lustige Sache wollte ich noch erzählen. Es war uns schon häufiger passiert, dass wenn wir über Märkte liefen, ein so scharfer Chilligeruch in der Luft lag, dass der gesamte Markt am hüsteln war. Musste echt unangenehm sein, dort zu arbeiten.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 24. Oktober 2008
Jetzt aber! (Bangkok, Thailand)
Da wir gestern so erfolglos waren, haben wir das heute alles nochmal probiert.
Wir sind rechtzeitig bei der Botschaft eingetrudelt, um mal einen Blick auf die Heerscharen von Antragstellern für ein Schengen Visum zu werfen und nicht zu vergessen, die kaputten Typen, die ihre Mädels nach Deutschland holen wollten. Warum man denen das auch so anzusehen schien? Ok, dass war nicht nett, Leute einfach so zu verurteilen, aber wir wurden mit der Zeit echt etwas sensibel.
Da wir keinen solchen Antrag stellen wollten, konnten wir die Wartenden passieren und in einem anderen Gebäude in Ruhe unser Anliegen vorbringen.
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| A little bit scary... (Bangkok, Thailand) |
Der Angestellte war über das Kudelmudel in unseren Pässen auch überrascht und teilte unsere Ansicht, dass es den Grenzbeamten in Chiang Kong doch total egal hätte sein können, ob Lydia und Josua einen Stempel von Laos in ihren Pässen hätten.
Er empfahl uns zur Einwanderungsbehörde eine Straße weiter zu gehen und dort mal nachzufragen, da Lydia eigentlich schon zu alt sei, um auf dem Pass ihres Vaters zu reisen.
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| Isn't it? (Bangkok, Thailand) |
Also ging es für uns zur Einwanderungsbehörde, wo beim ersten Blick ins Gebäude uns Schlimmes dämmerte. Eine Halle propevoll mit Leuten, die Anträge in den Händen hielten und sich vor den wenigen Schaltern drängelten.
Super!
Es gab Gott sei Dank eine Information, an welcher wir erstmal nachfragten. Da es schwer war, unser Dilemma zu erklären, schaute sich die Dame unsere Pässe an und meinte, dass wir uns keine Sorgen machen sollten, dass sei so in Ordnung.
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| Lydia looks kind of scared, too. (Bangkok, Thailand) |
Dann wollten wir mal hoffen, dass das stimmte, denn mehr konnten wir im Augenblick nicht tun.
Der Trubel in der Behörde ließ sich wohl damit erklären, dass jeder der aus einer anderen Provinz nach Bangkok kam, eine Aufenthaltsgenehmigung für Bangkok brauchte. Was wieder ein wunderbares Mittel schien, unerwünschte, ethnische Gruppen zu diskriminieren.
Zur Entspannung ging es wieder in den Lumphinipark, um festzustellen, dass es dort frei lebende Warane gab, die nicht wirklich klein waren und ziemlich gefährlich aussehen. Und auch die Krähe, oder was immer das auch war, die plötzlich vor Florian landete und ihn aggressiv anschaute (können Vögel das?) machte den Park latent unsicher. Die Krähe verschwand auch erst, nachdem ich ihr etwas von unserem Mittagessen hingeworfen hatte. Darauf tauchte eine andere Krähe auf und stürzte sich auf erstere. Die hatten ja doch ganz schön große, spitze Schnäbel gemessen an unserem Flo.
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| Traffic jam all over the city. (Bangkok, Thailand) |
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| The situation hasn't changed. (Bangkok, Thailand) |
Vom fernen hörte man die Herren der Schöpfung in ihrem Open-Air-Fitnesstudio ächtzen. Ich fand ja nicht, dass es so kleine Männer attraktiver machte, wenn die sich auch noch so aufpumpten. Breit, wie Hoch. Wer`s mochte.
Danach haben wir es nochmal mit der Schlangenfarm versucht. Die sollte 200 Baht pro Erwachsenen kosten und dann nochmal 50 Baht für jedes Kind. Das war es uns nicht wert, so dass wir wieder abzogen. Die Dame an der Kasse winkte uns wild hinterher und als wir daraufhin nochmal zurückgingen, meinte sie, sie könne uns doch ein Rabatt geben, ob wir mit 200 Baht für uns alle einverstanden wären.
Die Farm hat sich richtig gelohnt. Es war die zweitälteste der Welt, in der Schlangen für medizinische Zwecke, also zur Produktion von Gegengiften, gehalten wurden.
Nicht nur die Schlangen waren zu sehen, sonder auch die Auswirkungen von Schlangenbissen, Erstehilfemaßnahmen und das Beste war eine Vorführung draußen.
Etwas unwohl habe ich mich dann doch gefühlt, als zwischen der Kobra (18. giftigste Schlange der Welt) und uns nichts weiter als ein Mann mit Gummistiefeln stand, der ein bisschen um die Schlange rumtänzelte. Und die Viecher waren schnell.
Zum Schluss durften die Kinder sich eine Würgeschlange um den Hals legen und auch Florian durfte mal eine Schlange anfassen. Schien ihn aber nicht sonderlich zu beeindrucken.
Auf dem Rückweg standen wir mit dem Bus so im Stau, dass wir zu Fuß echt schneller gewesen wären, aber irgendwann ging's mit dem Laufen einfach nicht mehr. Josua hing nur noch auf seinem Sitz und schnarchte leise vor sich hin.
Da wir bei der Fahrt in die Stadt einen TESCO (große Supermarktkette) gesehen hatten, wollten wir dort unbedingt aussteigen, um Windeln und sonstiges zu besorgen.
Ich liebte ja Supermärkte, aber dieser war noch besser als erwartet. Er war nicht nur riesig, sondern wir haben endlich für Josua und Florian für 40 Baht T-Shirts bekommen und auch sonst alles, was uns noch so fehlte. Zusätzlich haben wir dort unser Abendessen gekauft, da wir zu spät in Banglamphu eintreffen würden, also so gegen 19:00 Uhr, um noch etwas zu Essen zu bekommen. Der TESCO bot, ebenfalls gut und günstiges, frischgekochtes Essen zum mitnehmen an, plus Sticky Rice.
Auch die Weiterfahrt war ein einziger Stau. Und weil Autos und Busse dicht an dicht standen, reichte eine Frau aus dem Bus neben uns etwas Süßes für Florian rüber.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 25. Oktober 2008
Wie gewonnen, so zeronnen! (Bangkok, Thailand)
Ich fand, dass es toll ist, wenn man öfter am selben Ort vorbeikam, zuzüglich der Erfahrungen die man zwischenzeitlich gesammelt hatte. Orte veränderten sich, aber so was von.
Es wäre schöner, wenn es nicht ausgerechnet Bangkok wäre, wo wir ständig aufschlugen, sondern Saigon oder Vientianne.
Da wir mittlerweile fünf Bücher und unzählige Klamotten mit uns rumschleppten, die schon längst nach Deutschland sollten, war heute der erste Gang zur Post. Hier haben wir ein 4-Kilo-Paket aufgegeben. Und wenn ich sage 4 Kilo, dann meine ich 4 Kilo, bis auf die dritte Nachkommastelle. Christian war total beeindruckt. Mich beeindruckte mehr die Tatsache, dass wir die ganze Zeit vier extra Kilo mit uns rumgeschleppt hatten.
Da die Päckchenpreise nicht linear stiegen, war es günstiger höhere Gewichte zu verschicken. Letztendlich hat das Paket genauso viel gekostet, wie damals mein Versuch zwei Jeans nach Deutschland zu schicken.
Und weil wir jetzt um 4 Kilo erleichtert waren, ging es auch gleich zum Chatuchak Markt, dieses fehlende Gewicht wieder auszugleichen.
Da wir fast alles in Chiang Mai besorgt hatten, was uns an Klamotten fehlte, war das heute nur die Kür.
Lydia und Josua haben sich was zum spielen gekauft. Josuas Autos waren schon in Laos abhanden gekommen, wobei mir dieser Plastikschrott hier in Südostasien echt auf die Nerven ging. Wobei man fährer Weise sagen muss, dass es in Europa offt nicht besser ist.
Wir konnten es nicht glauben, aber wir haben nach fast vier Monaten endlich ein Kartenspiel bekommen. Was sagte man dazu. Selbst für Christian haben wir eine Uhr für gerade mal 80 Baht (knapp unter 2 Euro) bekommen. Was mich darauf schließen ließ, dass Josua und ich viel zu viel für unsere Uhren gezahlt hatten, rund 4-6 Euro.
Am Abend ging es dann nochmal zum TESCO um Abendbrot zu kaufen. Wobei es wieder etwas dauerte bis wir den richtigen Bus fanden. Bei der Nachfrage bei den Busfahrern, ob sie in die entsprechende Richtung fahren würden, hieß es immer nein. Erst als sich Fahrgäste einmischten, haben wir den richtigen Bus erwischt, nachdem der erste, der auch richtig gewesen wäre, uns einfach abgewiesen hatte.
Und weil es soviel Spaß machte, hatte Florian im TESCO so einen Durchfall, dass das ganze Tragetuch eingesaut war und Christian erstmal auf die Herrentoilette musste, da er nicht viel besser aussah.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 26. Oktober 2008
Ein scheiß Tag, der auch noch zum kotzen war (Bangkok, Thailand)
Nach dem Florian gestern schon so toll in Vorlage gegangen war, ging es heute Morgen gleich weiter. So ein Durchfall... es lief nur noch so aus der Windel raus, zum Nachteil der darumliegenden Umgebung. Und als wenn das nicht schon reichen würde, schloß sich Josua gleich an. Er schaffte es zwar bis ins Bad, aber nicht bis auf die Toilette.
Zu den hiesigen Bädern musste ich sagen, dass diese uns sehr gelegen kamen. Es gab keine abgetrennten Duschen, sondern immer nur einen Duschschlauch, der an der Wand befestigt war. Das bedeutete vor allem, dass beim Duschen auch die Toilette nass wurde. Auf der anderen Seite gab es immer auch einen Hochdruckschlauch, mit dem man Toilette und Fußboden reinigen konnte, oder aber vollgemachte Klamotten.
Eigentlich sollte es heute unser Entspannungstag sein, aber wie immer ging dieser neben Putzen wieder mal für Blog und Internet drauf. Das war immer alles so aufwendig, da viele Guest-Häuser, wie auch unser jetziges, wieder kein Internet hatten.
Und weil der Tag schon so heiter begonnen hatte, endete er damit, dass Lydia meinte, sich die halbe Nacht übergeben zu müssen. Wenigstens bekam sie das mit der Toilette hin.
Also ein echt scheiß Tag, der sprichwörtlich zum kotzen war.
Was wir gegessen haben, damit es allen so latent schlecht ging, konnte ich gar nicht sagen. Ich vermute ja, dass es das Softeis von Mc Donalds gewesen war, welches wir uns mal gegönnt hatten. Das hatte ich aber schon öfters gehört, dass alles prima ist, bis man einmal in einem bekannten Fastfood Laden war und dann hat man es mit dem Magen.
Vielleicht blieben wir besser bei unserem Straßenessen.
Zu einem anderen Thema. Hier unsere Ausgaben für Vietnam: am Tag haben wir 29,54 Euro verbraucht, was hieß, dass pro Person und Tag wir auf einen Betrag von 5,90 Euro kamen. Hammer, nicht? Und das bei den Transportwegen.
Eine neue Kamera wollten wir hier nicht mehr kaufen, da man oft den europäischen Preis zahlte, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eines Plagiates. Bei Handys war das wohl sehr üblich, einfach die Elektronik auszutauschen.
Bei Australien waren wir leider auch noch kein Stück weiter. Mir graute Furchtbares, wenn wir da mitten in die Hauptsaison kommend, ohne entsprechende Organisation und Vorbuchungen etc.
Sagte ich schon, dass ich mal Urlaub von meiner Familie gebrauchen könnte. Kinderlandverschickung wäre jetzt ganz schön.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 27. Oktober 2008
Halt so ein Tag (Bangkok, Thailand)
Eigentlich wollten wir heute weiter, aber das haben wir wohlweislich sein lassen.
Der Tag dümpelte so vor sich hin mit diesem und jenem. Es gab einfach immer etwas zu tun. Zum Beispiel festzustellen, dass die ganzen tollen Klamotten nicht sehr farbecht waren, so dass es nach der Wäsche alles irgendwie anders bunt aussah als vorher.
Da wir hier sowieso mittlerweile wie die letzten Hänger aussahen, war das auch egal.
Lydia hat den Tag im Bett verbracht und Josua fand immer jemanden, den er vollquatschen konnte. Wie der das machte war mir echt ein Rätsel.
Ein Pärchen, welches wir getroffen haben, konnte es ja gar nicht glauben, dass wir mit Kindern unterwegs seien. Sie meinten, dass unsere wenigsten schon größer seien, da es ja auch Leute gäbe, die mit Babys unterwegs seien. Unsere Antwort darauf war auch nur, dass unser Baby im Zimmer schlafe.
Es war schon komisch. Da reisten Menschen durch die ganze Welt, schauten sich die wildesten Orte und Kulturen an aber Kinder und Reisen ging gar nicht. Dafür war ihr Geist dann doch nicht offen genug.
Am Nachmittag haben wir nochmal einen kleinen Ausflug zum TESCO gemacht. Der war zwar nicht um die Ecke, aber Montags waren in Banglamphu die Bürgersteige den ganzen Tag hochgeklappt, so dass es gar nichts zu Essen außerhalb der Restaurants gab.
Ach ja! Wir hatten versucht noch Reiseführer zu bekommen, aber das war in diesem Tourigetto auch aussichtslos.
Die kosteten fast genausoviel wie die neuen Originale in den seriösen Buchläden und alles unter der Aussage, es handele sich um eben diese Originale. Echt seltsam. Ein Straßenverkäufer stand nur da und behauptete stumpfsinnig, es sei ein Original. Wir haben ihm dann die Karten im Führer gezeigt, daran konnte man immer gut erkennen, ob das stimmte und es war natürlich kein Original. Er war aber nicht in der Lage darauf zu reagieren. Für die Preise hätte ich mir eher ein neues im Buchladen gekauft.
Wir fragten uns, wer so blöd war, sich auf diesen Blödsinn auf der Khao San Road einzulassen. Das war einfach so offensiv.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 28. Oktober 2008
Republicas de las Bananas (Bangkok nach Prachuap Khiri Khan, Thailand)
Früh raus um zum Bahnhof zu kommen.
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| Early start in the morning. (Bangkok, thailand) |
Wir haben den richtigen Bus erwischt, um dann an der Endstation wieder aussteigen zu müssen und dort in den Bus ganz vorne in der Reihe wieder einzusteigen, um damit weiterzufahren. Die 53 fuhr ganz komisch immer im Kreis, aber in beide Richtungen leicht versetzt. Wir würden diese Route nie verstehen.
Wenigstens kamen wir am Bahnhof an und noch beim Betreten dachte ich, vor diesem Bahnhof habe ich Angst. Also Angst im Sinne, das könnte hier Probleme geben.
Als erstes tauchte vor dem Bahnhof wieder so ein Idiot von Anquatscher auf, der meinte hinter uns herbrüllen zu müssen, dass der Ticketschalter auf der anderen Straßenseite sei. Weiter schreien!
Am Ticketschalter (der war tatsächlich im Bahnhof) klärte uns eine Mitarbeiterin erstmal über die verschiedenen Züge auf, die wir nehmen könnten. Es wurde oft nicht klar, aus welcher Motivation dies geschah, aber das Mädel meinte es echt ehrlich, wie wir später noch erfahren sollten.
Vom Ticketschalter wurden wir zum Tourischalter weiter geschickt. Sehr bemerkenswert, das Bangkok so etwas hatte. Die Erklärung folgte auf den Fuß.
Wir hatten unsere Tickets bestellt und anstatt uns die Computerausdrucke auszuhändigen, wie es eigentlich die Regel war, schrieb der Typ stundenlang etwas auf Zettel, die er uns dann geben wollte.
Bei so etwas gingen automatisch die Alarmglocken an. Ich fragte den Typen, warum er uns nicht die Ausdrucke gäbe, und er behauptete, dass die handschriftlichen Zettel unsere Tickets sein und die Ausdrucke würden nie ausgegeben. Das war gelogen. Bis jetzt hatten wir immer die Ausdrucke bekommen und anders als vielleicht andere Touristen wussten wir daher, wie diese aussahen. Also bestand ich darauf, auf die Ausdrucke wenigstens mal einen Blick werfen zu dürfen. Man verweigerte dies, wir sollten gefälligst die Zettel nehmen, und wurde laut. Das war in Thailand immer ein Zeichen dafür, dass irgend etwas nicht in Ordnung war.
Nö! So nicht! Ich bekam mich mit dem Typen tierisch in die Haare, weil so etwas einfach nur dreist und unverschämt war. Er spielte dann den Beleidigten und weigert sich, uns überhaupt Tickets zu verkaufen. Ich fragte ihn, ob er seine kindische Art als Erwachsener nicht etwas albern fände? Zum Glück schien sein Englisch nicht auszureichen, um das zu verstehen. Mittlerweile war noch ein weiterer Typ erschienen und motzte rum, warum wir ihnen misstrauen würden. Warum wohl, ihr Heinies?
Endlich zeigte er uns die Ausdrucke und da war dann auch die Antwort für das ganze gebaren.
Zum einen waren die Tickets in Thai. Das war sonst bei Ausländern nicht so. Dazu kam, dass die Extragebühr für die Expresszüge nicht auf dem Ticketpreis aufgeschlagen war. Die computergedruckten Tickets waren also auf rund 400 Baht (circa 20 Euro) weniger ausgestellt, als wir für die handschriftlichen Schmierzettel bezahlen sollten.
So, und jetzt zählen wir mal eins und eins zusammen.
Da hat der Typ uns auf sonst einen Zug gebucht, welcher keine Extragebühr hatte, um dann diese Gebühr, die er für die Kinder auch noch in voller Höhe erhoben hatte, das war auch wieder falsch, in die eigene Tasche zu stecken. Oder besser gesagt, vermutlich ging das meiste an den Vorgesetzten, denn das ganze musste ja gedeckt sein, auch von den Schaffnern, die diese Papierchen, die wir als Tickets erhalten sollten, akzeptierten.
Es war für uns also nicht mehr möglich, in Bangkok Tickets für die Expresszüge zu bekommen, weil die Angestellten sich fortan weigerten, an uns zu verkaufen. Wir sind dann zu einem anderen Schalter, wo die Regionalzugtickets verkauft wurden und innerhalb weniger Minuten hatten wir unsere Tickets (2 mal 44 und 2 mal 22 Baht) nach Hua Hin.
Diese immerhin 500 Baht billigeren Tickets waren jetzt auch zufällig wieder Computer gedruckte und nicht irgendwelche Schmierzettel. Nicht nur, dass wir jetzt die Gebühr für den Expresszug (bzw. die Korruption) gespart hatten, sondern auch 6 Stunden Wartezeit am Bangkoker Bahnhof, da der Regionalzug schon um 9:20 Uhr abfuhr.
Einziger Nachteil, wir mussten in Hua Hin den Bus nach Prachuap Khiri Khan finden, aber selbst dann waren wir noch schneller am Ziel, als mit dem Expresszug.
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| Train playing at the train station. (Bangkok, Thailand) |
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| The national anthem is playing. (Bangkok, Thailand) |
Ich wäre ja am liebsten triumphierend mit den Tickets zu dem Typen und hätte abfällig mit diesen vor seinem Gesicht rumgewedelt. So offensive Korruption konnte ich einfach nicht unterstützen, wenn ich nicht musste. Ätsch!
In Hua Hin mussten wir feststellen, dass die Busstation mal wieder umgezogen war und zwar genau in die andere Richtung der Stadt. Also den Kilometer zurück und nochmal einen Kilometer weiter, um dann doch wieder in die andere Richtung geschickt zu werden. Die Busstation, zu der wir geschickt wurden, fuhr nur Bangkok an. Super! Und die Tuse hinter dem Schalter war ja auch mal wieder scheißfreundlich. Was war das mit einigen Thais. Nur weil sie etwas nicht wussten, logen sie dich entweder an oder sie wurden so was von pampig und kindisch, anders konnte man das nicht nennen, wenn jemand sich weigerte weiter mit dir zu reden. So etwas war mir in Deutschland echt noch nie passiert.
Also wieder in die Richtung, die uns anfangs genannt wurde, wo wir zufällig über die staatliche Touristeninformation gestolpert sind, die uns weiter helfen konnte.
Ach ja! Kurz noch zu unserem Tragestatus. Christian hatte sich in Bangkok am Bahnhof verhoben, so dass er sich kaum bewegen konnte und ich hatte mal wieder unser Wasser in der einen und unsere Provianttasche in der anderen Hand. Je nachdem, wie viel Wasser vom Vortag übrig blieb, war es entsprechend schwer und da wir provianttechnisch uns im TESCO gut ausgestattet hatten, hatte ich fast 6 Kilo in jeder Hand zusätzlich.
Mein einer Finger war von dem Gewicht ganz taub geworden und auch einen Tag später war das Gefühl immer noch nicht ganz wieder da. Hoffentlich würde das noch wieder kommen.
Sagte ich schon, dass Hua Hin ein seltsamer Ort war. Sehr gehobener Tourismus, auch was die Sextouristen anging, die mal wieder nicht fehlten.
Weiter zur Busstation. Die Kinder waren echt fitter als ich. Mir taten die Hände und Arme tierisch weh und das waren auch keine 1,5 Kilometer von der Touriinfo, sondern mindestens 2 Kilometer. Nicht zu vergessen, die über 2 Kilometer, die wir schon davor gelaufen waren.
Nach über 1 ½ Stunden kamen wir dann endlich bei der Busstation an, um festzustellen, dass dort keine Busse abfuhren. Wir sollten auf die andere Straßenseite gehen und den nächsten Bus ranwinken. Das hätte man uns auch vorher sagen können, dann hätten wir nicht so weit laufen müssen.
Der Grund, warum die Busstation nicht von den Bussen aus nördlicher Richtung angefahren wurde, lag wohl an der Verkehrsinsel, die die Straßenseiten trennten und über die kein Bus kam. Da hätte man vielleicht auch vorher drauf kommen können, als man die Busstation mal wieder verlegte.
Wir hatten ja schon Angst, dass der Bus auf dem Highway, 2 Kilometer vor Prachuap Khiri Khan, halten würde, nicht nur wegen des Laufens, sondern auch weil es mittlerweile dunkel war. Aber teu, teu, teu, wenigstens einmal Glück gehabt heute, fuhr der Bus direkt in die Stadt. Das Guest-Haus (Yuttichai Hotel, 220 Baht) befand sich auch nur wenige hundert Meter davon entfernt, es hatte Zimmer frei und Preis und Räumlichkeiten stimmten auch. Puh! Christian hatte ja schon tierisch Panik, denn es gab hier nicht wirklich eine Alternative, die nicht gleich an die 1000 Baht kostete. Jetzt aber nichts wie ins Bett. War ich platt.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 29. Oktober 2008
Herrlich untouristisch!? (Prachuap Khiri Khan, Thailand)
Jetzt waren wir am Meer. Der nächste Seven Eleven war 50 Meter von uns entfernt. Das sicherte uns die Grundversorgung, vor allem mit Kaffee, und die Kids konnten ihr Taschengeld auf den Kopf hauen, weswegen sie immer nach Seven Elevens ausschau hielten.
Florian hatte sich die Nacht übergeben. Ich hatte aber den Eindruck, dass das mehr die Erschöpfung und der noch lädierte Magen vom Durchfall war, als irgendetwas ernstes, denn den Tag über war alles wieder in Ordnung.
Das einzige, was sich hier nicht auftreiben ließ, war eine Wäscherei, die nicht pro Stück Geld haben wollte. Ich meinte dann auch immer nur, dass ich für ein Baby-T-shirt bestimmt keine 5-10 Baht zahle. Anstatt dann flexibel darauf zu reagieren, verdienten die angesprochenen Leute lieber gar nichts. Hatten wahrscheinlich mindestens ein weibliches Wesen in der Familie, die in der Sexindustrie tätig war. Ok, OK, das war eine böse Unterstellung, aber ich hatte so die Schnauze voll. Ich wollte meine eigene Waschmaschine wieder. Jeder, der eine hat, sollte sich glücklich schätzen, denn das Theater hier immer.
Ich hatte keine Lust, mich rumzustreiten, bin zurück ins Hotel und habe wirklich zum ersten mal per Hand gewaschen.
Das Zeug sah genauso sauber oder dreckig aus, wie wenn es durch die hiesigen Maschinen gegangen war.
Wir wollten dann eigentlich nur mal einen kleinen Spaziergang machen und sind ans Meer, welches echt schön war.
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| Getting south along the east coast. (Prachuap Khiri Khan, Thailand) |
Es gab eine schöne Strandpromenade und einen kleinen Berg mit einem Tempel oben drauf. Auf dem Weg auf diesen Tempelberg hatten wir ein paar Probleme mit den Unmassen von Affen, die uns zum Teil angriffen und die wir mit Stöcken fernhalten mussten.
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| They are kind of aggressive and dangerous. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
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| They don't look like it, though. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
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| When you get up, you'll have a nice view. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
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| ...especially on the way back. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
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| Impressive!(Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
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| Just some impressions of Pratchuap Khiri Khan. (Thailand) |
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| And more impressions. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
Aus unserem kleinen Spaziergang wurde dann doch wieder eine Wanderung. Man konnte doch noch dahin gehen und dort mal schauen und auf einmal waren wir schon wieder gut 2 bis 3 Stunden untertwegs und hatten so unsere Kilometer intus.
Der Nachtmarkt hier direkt vor der Tür war nicht ganz so herrausragend wie in Chiang Rai oder Chiang Mai, selbst Luang Nam Tha in Laos hatte dies bezüglich mehr zu bieten, aber zum überleben reichte es und zu sehen gab es immer genug.
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| No, it isn't the night market. Just fish. (Pratchuap Khiri Khan, Thailand) |
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 30. Oktober 2008
Kommt Zeit, kommt Rat (Prachuap Khiri Khan über Chumphon nach Ko Tao, Thailand)
Prachuap Khiri Khan war ein herrlicher Ort, wo das Leben geruhsam vor sich hin lief.
Da der Zug nach Chumphon erst um 13:30 Uhr gehen sollte, hatten wir genug Zeit den Tag in Ruhe anzugehen und mal wieder einen Friseur aufzusuchen.
Da wir Josua alle Haare abscheren ließen und Auch Lydia sich von ihren langen Haaren trennte, wie es üblich war für den Schulhaarschnitt, wurden wir gleich gefragt, ob die beiden denn hier zur Schule gehen würden?
Ich fand das beide Kinder sehr gut und wettergerecht ausschauten.
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| Life is passing by in Pratchuap Khiri Khan. (Thailand) |
Ach ja, Flo wurde natürlich auch nochmal geschoren und Christian hat sich auch getraut. Wobei ich echt sagen musste, dass dieser Frisöre keine Haare schneiden konnte. Beim Christian sah man den Verschnitt ziemlich deutlich und bei Lydia hatte es erst durch ständiges drauf hinweisen zu einem halbwegs geraden Schnitt gereicht.
Jetzt hate ich zwei Moncheechees und ein total süßes Mädel. Mensch sahen die zum knuddeln aus.
Da der Zug (2 x 34 + 2 x 17 Baht) fast zwei Stunden Verspätung hatte, hatten Josua und Lydia reichlich Zeit mit allen anderen wartenden Kindern ausgiebig zu spielen. Und Lydia musste feststellen, dass Josuas Englisch bei weitem besser war, als das derer, die einige Jahre älter waren als Josua und schon Englischunterricht hatten.
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| Train station. (Pratchuap Khri Khan, Thailand) |
Durch die große Verspätung des Zuges kamen wir erst im Dunkeln in Chumphon an und wussten nicht so genau, wie wir jetzt weiter verfahren sollten. Sollten wir direkt zum Pier fahren, in der Hoffnung, dass man dort die Tickets für die Nachtfähre nach Ko Tao kaufen konnte, oder doch besser über eine Agentur oder Guest-Haus, wie der Führer angab?
Wir haben mal in einem Guest-Haus nachgefragt, aber so richtig hat uns das nicht überzeugt, also sind wir erstmal weiter zum Nachtmarkt, den es um 19:00 Uhr schon nicht mehr gab. Also ab zum Seven Eleven ein Süppchen kaufen. Es wurde zwar immer später, aber in der Ruhe lag die Kraft und wir mussten alle erst noch etwas essen.
In dem Moment, in dem Christian Florian aus dem Tragetuch nahm und auf den Boden setzte, hatte dieser einen Durchfall, der sich über den gesamten Bürgersteig erstreckte. Das war knapp, gerade nochmal Glück gehabt, sonst wären das Tragetuch und Christians T-Shirt wieder dran gewesen.
Irgendjemand reichte uns Zeitung und eine Tüte zum sauber machen, so dass wir die Sauerei halbwegs beseitigen konnten. Danach ging es Florian deutlich besser. Im Zug schaute er nur trübe vor sich hin und jetzt schäkerte er wieder mit dem Straßenpublikum. Ein ganzes frittiertes Rührei zum Frühstück war auf den angeschlagenen Margen vielleicht doch zu viel. Schmeckte übrigens super lecker, auch wenn es eine tierisch fettige Angelegenheit war.
Gestärkt ging es weiter zu einem Guest-Haus, welches empfohlen wurde für seine gute und freundliche Hilfsbereitschaft. Beim Guest-Haus (Suda Guest-Haus) eingetroffen wurden wir ausgesprochen nett beraten und erfuhren, dass es zwei Nachtfähren gäbe. Eine um 23 Uhr für 350 Baht und eine um 24 Uhr. Letzterer kostet nur 200 Baht plus der 50 Baht für das Taxi zum 10 Kilometer entfernten Pier. Da die Dame des Hauses sich nicht sicher war bezüglich der Kinderpreise, rief sie kurzerhand jemanden an und erkundigte sich. Halber Preis für die Kids.
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| A lot of space for us... (Boat to Ko Tao, Thailand) |
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| ...and playing around. (Boat to Ko Tao, Thailand) |
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| Still, everybody is feeling well. (Boat to Ko Tao, Thailand) |
Somit stand für uns die Entscheidung klar. 24:00 Uhr sollte unser Boot sein und wir haben die Tickets gleich im Guest-Haus gekauft.
Da wir nichts mehr zu erledigen hatten, sind wir obwohl es erst neun Uhr war direkt mit dem Taxi zum Boot, um die Kinder schon mal schlafen zu legen.
Das Boot war längst nicht so furchtbar, wie im Führer beschrieben. Wir mussten nicht auf Deck schlafen, auf den nackten Bohlen, sondern es gab einen großen überdachten Raum, der mit Matratzen und Kopfkissen ausgelegt war.
Also stand einer geruhsamen Nacht auf See nichts mehr im Wege, außer vielleicht Lydias und Florians Margen.
Außer einem weiteren Passagier fuhr sonst keiner mehr mit und das Wetter war eigentlich auch nicht so schlecht.
Gut, es schaukelte ein bisschen, aber sonst ließ uns die vermeintlich schlimmste Reisezeit des Jahres für diese Boottour in Ruhe.
Es war dann aber doch nicht ruhig genug. Lydia stand die halbe Nacht an der Reling und übergab sich und auch Florians Margen spielte nicht mit.
Nicht ganz einfach, fast im ganz Dunkeln Erbrochenes wegzuwischen.
Somit war meine Nacht leider nicht ganz so Ruhig wie erhofft.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 31. Oktober 2008
Eine Insel mit zwei Bergen (Ko Tao, Thailand)
Josua öffnete am Morgen die Augen und konnte es gar nicht glauben, dass wir schon da waren, da er die komplette Fahrt verschlafen hatte.
Mit dem Gepäck und einer total desolaten Lydia ging es über einen 1 Kilometer (gefühlte 2 Kilometer, wegen der Berge) langen Dschungelpfad zum von uns anvisierten Resort, welches sonst nur noch per Boot erreicht werden konnte.
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| Quite a bit of a walk to get to our guesthouse. (Ko Tao, Thailand) |
Hier hatten wir jetzt eine Hütte direkt am Meer, mit einer Aussicht wie aus dem Tui-Katalog. Die Hütte war einfach, dafür um so teurer (Sai Thong Resort, 400 Baht), wie fast alles hier.
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| An airy room. (Ko Tao, Thailand) |
Der Tag ging mit schlafen, baden und am Strand spielen dahin. Und nicht zu vergessen der fantastische Sonnenuntergang, den wir von unserer Veranda, gemütlich in der Hängematte liegend, genießen durften.
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| Just hanging around. (Ko Tao, Thailand) |
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| And more hanging around. (Ko Tao, Thailand) |
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| What a sunset? (Ko Tao, Thailand) |
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 1. November 2008
Neidisch? (Ko Tao, Thailand)
Da Lydia immer noch angeschlagen war, sind Christian, Florian und ich alleine auf Entdeckungstour gegangen und natürlich, um Essen und Wasser zu beschaffen.
Die Aussichten von den Bergen, wenn man denn mal oben angekommen war, war durchaus bezaubernd. Leider sahen einige der Strände von unten gar nicht mehr so dolle aus.
Den Strand, welchen wir als erstes angesteuert hatten, war total zugebaut. Das hieß, Bars und Hotels waren so dicht ans Wasser gebaut, dass es so gut wie keinen Strand mehr gab.
Unsere Schlussfolgerung daraus war, dass wir durch Zufall mit einen der schönsten Strände auf Ko Tao erwischt hatten.
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| Playing on our private beach. (Ko Tao, Thailand) |
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| Flying like a bird. (Ko Tao, Thailand) |
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| Beach fun. (Ko Tao, Thailand) |
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| Maybe some fishes are joining Josua? (Ko Tao, Thailand) |
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| So much sand for such a littel boy to grub. (Ko Tao, Thailand) |
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| All for ourselves. (Ko Tao, Thailand) |
Nicht nur, dass der Weg durch den Palmenhain mit dem strahlend blauen Himmel, der sich dahinter abzeichnete, toll war, sondern das wir den Strand und somit auch den spektakulären und atemberaubenden Sonnenuntergang für uns ganz alleine hatten. Wir hatten das Gefühl, dass die Szenerie mehr einer Fototapete glich, als real erschien. So ein Panorama war schon so kitschig, dass wenn man ein Bild davon sehen würde, man sagen würde, dass das kein echtes Foto sei.
Es war aber echt und wir waren echt hier.
Aber mal ganz ehrlich, dass Problem am vermeintlichen Paradies war, dass auch viele andere es hier sehr schön fanden. Insbesondere jede menge Tiere und noch mehr Mücken.
Dazu kam, dass der einsame Strand nur durch weites Laufen zum nächsten Seven Eleven und noch mehr Schleppen von Wassermassen zum Resort erkauft wurde. Wir waren wieder zu Selbstversorgern geworden, da alles andere preislich indiskutabel war.
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| Dinner at the beach. (Ko Tao, Thailand) |
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| Are you jealous? (Ko Tao, Thailand) |
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| Or maybe dinner on our private veranda? (Ko Tao, Thailand) |
Auch die Wäsche wusch ich selber, da die das hier auch nur per Hand taten für viel Geld.
Jeder Trip in die hiesigen Ortschaften bedeutete auch immer wieder mit den penetranten Taxiheinis konfrontiert zu werden. Ich hasste dieses permanente Angequatsche und hinterher Geschreie. Konnte denen nicht mal jemand erklären, dass viele Ausländer das nicht sonderlich prickelnd fanden. Ganz im Gegenteil, wir mieden diese Typen komplett.
Den Supermarkt, den wir aufgetan hatten (es gab wider der Aussage des Führers doch Infrastruktur auf Ko Tao), war leider ein Stück weiter zu laufen, dafür waren die Preise für Wasser und Obst zwischen 50 und 100 Prozent günstiger als am Hauptstrand. Das war es uns wert.
Am Abend konnten wir die Sterne beobachten, die selbst den Kindern den Atem raubten, so klar und unendlich viele waren zu sehen.
Das waren die Dinge, die ich meinen Kindern wirklich zeigen wollte. Sonnenuntergänge von einer unglaublichen Brillanz und eine Milchstraße, die es nur noch selten zu entdecken gab. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt auch nur geahnt hätte, wo wir nach der Weltreise einmal landen würden und das es dort mindestens genauso tolle Sonnenauf- und untergänge geben würde, ich hätte es nicht geglaubt.
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| It blows your mind! (Ko Tao, Thailand) |
Florian war den ganzen Tag unausstehlich, bis wir mit ihm endlich zum Strand gingen. Das war ihm aber auch noch nicht genug. Er gab erst Ruhe, als er im ganz tiefen Wasser war. Wir mussten echt aufpassen, sonst ging er alleine einfach rein und wir hatten noch keine Schwimmflügel.
Nachdem Florian begriffen hatte, wo der meiste Spaß war, zeigte er uns jetzt immer wo es langging. Wir mussten nur an einer Weggabelung stehen bleiben und schon wieß Florian einem den Weg zum Strand.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 2. November 2008
Schlangenattacke (Ko Tao, Thailand)
Heute sollte es mal wieder ein Berg sein, den wir besteigen wollten. Tauchen ging mit den Kindern nicht wirklich gut und beim Schnorcheln konnte Christian leider nichts sehen, da er keine Kontaktlinsen besaß. Wir schnorchelten dafür hier in unserer Bucht, was auch viel Spaß machte, da es auch hier ein paar bunte Fische zu sehen gab.
315 Höhenmeter vom Meeresspiegel in tropischer Hitze waren echt hart, da wir glaube ich so fast jede Sackgasse mitgenommen haben, die es auf dem Berg so gab. Die uns zur Verfügung stehenden Karten von der Insel waren einfach nur grottenschlecht.
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| Left or right? I allways pick the dead end. (Ko Tao, Thailand) |
Wir haben unseren Weg bis auf den Gipfel dann doch noch geschafft, obwohl es nach Karte dort gar keinen Weg hin gab. Auch rannten wir in eine kleine Ansammlung von Hütten, wo die Menschen noch unter sehr ursprünglichen Verhältnissen (sprich sehr arm) lebten. Angeblich sollte es das auf Ko Tao nicht mehr geben.
Die meiste Zeit ging mit dem ständigen Verlaufen drauf, so dass wir beim Weg runter ziemlich KO waren, als wir wieder auf die richtige Straße stießen.
Wir stolperten so Gedankenverloren vor uns hin und erst als ich aufschrie, realisierten die anderen drei, die vor mir gingen, in was für einer gefährlichen Situation sie sich befanden.
Wir stolperten so Gedankenverloren vor uns hin und erst als ich aufschrie, realisierten die anderen drei, die vor mir gingen, in was für einer gefährlichen Situation sie sich befanden. Lydia war unachtsam über ein grünes etwas auf der Straße gestolpert, welches sich sofort aufrichtete und mit lautem zischen den Josua direkt hinter ihr angriff.
Wie angewurzelt musste ich mit ansehen, wie die Schlange sich unweigerlich in einem unglaublichen Tempo, trotz Josuas Versuchen zurückzuweichen, näherte. Wenige Zentimeter vor Josua stoppte sie und baute sich majestätisch vor ihm auf. Auf Josuas Gesicht spiegelte sich die blanke Panik.
Und gerade als die Schlange ihren Kopf nach hinten schwenkte, um dann nach vorne zuschnellen und zuzubeißen, schien sie Christian zu bemerken der unmittelbar daneben stand. Noch in ihrer Bissbewegung lenkte sie um und ging auf Christian los. Durch sein geistesgegenwärtiges Zurückweichen, verfehlte die Schlange ihn. Sie zischte ihm wütend nach, bis Christian an den Straßenrand stieß. Oh mein Gott.
Die Schlange baute sich jetzt vor Christian auf, schien aber irritiert und entschied sich dann doch fürs schützende Unterholz. Puhh!
Tief Luft holend und ganz langsam realisierend, wie knapp das eigentlich war. Die Schlange war nicht nur giftgrün, sondern meiner Ansicht nach auch eines der hoch giftigen Exemplare, die wir auf der Schlangefarm in Bangkok begutachtet haben. Dort jedoch sicher getrennt durch eine Glasscheibe.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 3. November 2008
Aua! (Ko Tao, Thailand)
Ich weiß echt nicht, was das war, aber mir tat alles weh.
Auf jeden Fall hatte ich überall Muskelkater und meine Hände waren total geschwollen vom vielen Wasser und Essen schleppen. Und ich wollte ja nichts sagen, aber meine T-Shirts schnitten an den Armen ein. Die hatten aber garantiert noch nie einen Trockener gesehen und an Überfütterung litt ich zur Zeit auch nicht wirklich.
Auf Grund unseres schmerzvollen Zustandes haben wir heute einen Ruhetag eingelegt, wenn man das so nennen konnte. Irgendwas war ja leider immer.
Die Wäsche wollte gewaschen werden, ein Rucksack genäht und eine Isomatte geflickt. Ach ja, und nicht zu vergessen, da musste ja auch noch Wasser und Essen besorgt werden. Diesmal aber ohne Kinder, das war uns zu anstrengend.
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| Where will all the bottles go? Recycling on Ko Tao. (Thailand) |
Wir sind auch mal einen anderen Weg gelaufen, um nachhaltig festzustellen, unser Strand blieb einer der besten. Wir mussten durch sämtliche Ressorts durchlaufen, die bis aufs Wasser gebaut waren, so dass man sogar durch ihre Restaurants stapfen musste, weil man sonst nicht weiter kam.
Wenn der Berg, über den wir zurück mussten, wenigstens nicht so steil gewesen wäre.
Vor lauter "Ruhe" bin ich nichtmals mehr bis ins Wasser gekommen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 4. November 2008
Hauptsaison? (Ko Tao, Thailand)
Was war denn das? 1. November und die Charterer fingen an nach Bangkok zu fliegen und drei Tage später waren die Leute dann hier? Unmengen von Menschen, die hier gerade einfielen. Also so ungefähr 6-10 Personen, die auch mal auf dem Strand auftauchten. Die kamen in meinem Paradies aber gar nicht vor.
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| Our bay from the water perspective. (Ko Tao, Thailand) |
Wir wollten heute sowieso zur Nordseite der Insel am Hauptstrand (Hat Sai Ri) vorbei laufen.
War der laut. Die Fähren, Taxiboote und Tauchboote machten einen Höllenlärm. Man konnte meinen, an einer viel befahrenen Straße zu sein. War man ja quasi auch.
Der Strand war zwar mehrere Kilometer lang, aber dadurch nicht schöner. Auch hier alles, zum Teil bis ans Wasser, zugebaut.
Ich wunderte mich, denn es gab dort auch richtig teure Ressorts und dann so ein schlechter Strand? Da würde ich ja die Krise kriegen, wenn ich so etwas gebucht hätte.
Das Ende der Insel war mal wieder eine Baustelle eines gehobenen Ressort-Hotels. Und es war schon bemerkenswert, denn noch während der Bauphase gingen die Dinge dort kaputt. Noch nie genutzte Bäder und die Kacheln waren schon raus gebrochen und auch Teile des betongegossenen Weges brachen schon wieder weg.
Diese unglaublich schlechte handwerkliche Leistung war mir in diesem gehobenen Segment echt ein Rätsel. Da butterte jemand schon soviel Kapital in so eine Anlage und bekam nur Schrott. Vielleicht war es ja entsprechend günstig zu bauen.
Auf dem Rückweg haben wir ein englisches Paar aus dem Zug nach Chumphon wieder getroffen. So was war ja immer total lustig.
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| A walk on Ko Tao. (Ko Tao, Thailand) |
Und weil die Preise in Ban Mae Hat so viel teurer waren als in Ban Chalok Ban Kao, haben wir uns entschieden, das Stück auch noch zu laufen, um an unser Wasser und Obst zu kommen.
Den Rest des Tages haben wir unsere Muskeln geschont, sind in unserer Bucht geschnorchelt und haben uns die ganzen bunten Fische angeschaut.
Der Nachteil an der Muskulatur, die wir mittlerweile aufgebaut hatten, zumindest bildete ich mir das ein war, dass sie wenig agil war. Ausdauertechnisch war zwar alles machbar, aber ich hatte dennoch das Gefühl, mich kaum bewegen zu können, geschweige denn Rennen oder so etwas. Das ging gar nicht.
Florian ging es mittlerweile wieder so gut, dass er wie ein Scheunendrescher fraß. Drei große Bananen oder 'ne ganze Gurke (die waren hier etwas kleiner als in Deutschland), waren kein Problem für ihn. Aber das Größte für ihn war in der Hängematte zusitzen und Stück für Stück Pomelo gefüttert bekommen. Wer hätte gedacht, dass man damit ein Kind so glücklich machen konnte. Was hat Florian gestrahlt und vor Begeisterung rumgezappelt und gewackelt.
Da hier Abends nichts mehr los war, gingen wir mit dem Sonnenuntergang ins Bett und lauschten dem Meeresrauschen.
Leider waren die Nächte dann doch nicht so entspannend. Josua, Lydia und ich teilten uns das recht kleine Doppelbett. Da ich in der ersten Nacht eine Begegnung mit einem dieser riesen Würmer hatte, bin ich umgezogen. Aber in dieser Nacht war noch mehr der Wurm drin.
Da war die Mücke unterm Moskitonetz, das machte einen ja wahnsinnig, die habe ich aber noch gefunden. Später war da aber schon wieder eine. Die habe ich nicht mehr gefunden, so dass ich raus bin, um das Moskitospray zu holen und die Kinder und mich einzusprühen. Dann musste Lydia aufs Klo, dann ich und dann war da noch unsere Hausratte, die schon in den letzten Nächten immer mal wieder versucht hatte, an unser Essen zu kommen. Diesmal war sie aber so dreist und hat den Christian auf dem Boden angerempelt. Also Taschenlampe wieder an und das Moskitonetz von Christian und Florian unten mit Sachen beschweren, damit die Ratte da nicht durch konnte. Jetzt sollte doch endlich mal Ruhe sein, da fing Christian an zu schnarchen. Also ich wieder raus aus dem Bett, Christian wachmachen. Super Nacht.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 5. November 2008
Ein paar Stunden auf Ko Samui (Ko Tao über Ko Pha Ngan und Ko Samui nach Surat Thani, Thailand)
Nach dieser erholsamen Nacht ging es dann frisch und munter durch unseren Palmenhain nach Ban Mae Hat zur Fähre (Songserm, 2x250 Baht + 1x125 Baht) die uns nach Ko Samui bringen sollte.
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| Taxi guys are going in position. (Ko Tao, Thailand) |
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| Taxi guys at work. (Ko Tao, Thailand) |
Mit einem kleinen Zwischenstop in Ko Pha Ngan, jetzt waren wir auch mal da, ha, ha, ha, ging es in einem anderen Boot weiter nach Ko Samui.
Im Schiff selber war die Klimaanlage so kalt, dass wir draußen sitzen mussten. Das Wetter war so spitze, dass Lydia und ich uns einen leichten Sonnenbrand zugezogen haben, dafür war die Aussicht auf die Inseln umso schöner, die wir mit all den anderen Touris genossen.
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| Boat from Ko Tao to Ko Samui. We were the only ones dressed properly between all the young traveler kids. (Boat to Ko Samui, Thailand) |
In Ko Samui sind wir erstmal zur staatlichen Touriinfo, um nach möglichen Transportoptionen zum Festland zu fragen, wobei sie uns nichts wirklich neues erzählten.
Wir waren uns unsicher, hier eine Nacht bleiben oder doch die Nachtfähre weiter nach Surat Thani?
Wir sind dann zum Pier, um uns nach der Nachtfähre zu erkundigen. Bei dem Büro, wo wir nachfragten, meinte die Frau, wir sollten doch einfach unser Gepäck bei ihr lassen und heute Abend wieder abholen, wenn wir dann zur Fähre gingen. Das war echt nett.
Ohne Gepäck ließ sich Na Thon auf Ko Samui auch viel besser erkunden und so hässlich, wie im Führer beschrieben, fand ich es gar nicht. Dadurch das es größer war als in Ko Tao, gab es mehr Infrastruktur und auch mehr Angebote für die Einheimischen. Das entzerrte die Konzentration auf die Touristen ganz ungemein.
Die Preise waren wieder wie am Festland, so dass wir die Gelegenheit nutzten, im dortigen Tesco unseren Windelnachschub aufzufüllen. Denn wenn Florian mal Verdauung hat, dann auch immer gleich fünf, sechs mal am Tag. Wir hatten das Gefühl, alles, was wir oben reinsteckte, kam fast unmittelbar unten wieder raus.
Nach fünf Tagen Seven-Eleven-Nudelsuppen haben wir uns alle gierig auf den Reis mit dem Omelett vom TESCO gestürzt.
Als wir unser Gepäck abgeholt haben, bin ich erstmal alleine weiter, um zu schauen wo die Nachtfähre eigentlich war und wie teuer diese denn sein sollte? Preisinformationen rangierten von 150-300 Baht. Die Fähre war ernüchternd, da sie 300 Baht pro Person haben wollte. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.
Total niedergeschlagen erstattete ich Christian Bericht und wir wussten echt nicht, was wir tun sollten.
Es gab so viele Optionen, um von Ko Samui wegzukommen, dass ich total überfordert war, herauszufinden, welche denn nun die günstigste sei.
Sollten wir eine Nacht übernachten und dann die Bus-Boot Kombination direkt nach Phuket für 470 Bath pro Person (mal drei) nehmen, oder doch die Autofähre für angeblich 150 Baht (bestimmt auch mal drei)? Dann musste man aber noch den Bus vom Pier nach Surat Thani (immerhin rund 70 Kilometer) mit einrechnen und dann der Bus von Surat Thani nach Phuket. Vielleicht doch das Fährboot, mit dem wir schon nach Ko Samui gekommen sind, aber auch hier brauchte man den Bus nach Surat Thani rein.
Die Nachtfähre war das einzige Boot, welches mitten in der Stadt von Surat Thani anlegen sollte und es ersparte uns eine Übernachtung.
Total frustriert sind wir dann nochmal alle zusammen zur Fähre, also diesem Fischerboot, welches halt auch Passagiere mit nahm, und haben mal nachgefragt. 300 Baht mal drei, das war die Antwort. Ich war den Tränen nahe, 900 Baht war verdammt viel Geld für gerade mal 6 Stunden Fahrt.
IIch musste so elend ausgesehen haben, als ich bat, die Kinder wenigstens kostenlos fahren zu lassen, dass der Typ ein Einsehen hatte und uns alle dann doch für 600 Baht mitgenommen hat.
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| Ko Samui harbour. (Ko Samui, Thailand) |
Bis 21 Uhr hatten wir noch jede Menge Zeit das Treiben am Pier zu beobachten.
Ein Fischerboot nach dem anderen trudelte ein und schaffte seinen Fang an Land, wo ganze Familien saßen, die Fische sortierten und mit Eis bedeckten.
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| Fishermen are unloading their catch. (Ko Samui, Thailand) |
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| Sorting of the fish. (Ko Samui, Thailand) |
Und während wir versuchten, die Kids zum schlafen zu bekommen, damit wir nicht wieder das selbe Theater wie auf der Fähre von Chumphon nach Ko Tao haben würden, konnten wir der hiesigen Besatzung bei ihren Vorbereitungen fürs Abendbrot zuschauen. In der Miniküche wurde der frisch gefangene Fisch lecker angebraten.
Auch hier hatten wir wieder Matratzen und Kissen und es wurde dann noch richtig voll. Sämtliche Matten wurden von Thais und Mönchen belegt.
Außer einem älteren Traveler waren keine weiteren Rucksacktouristen dabei. Mich wunderte das nachhaltig, dass die Travler Kids die wirklich coolen Sachen gar nicht zu machen schienen. Wobei cool wohl eher mit ungemütlich und anstrengend übersetzt werden müsste.
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| Ferry from Ko Samui to Sura Tani. (Ko Samui, Thailand) |
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| Such a nice sunset. (Ko Samui, Thailand) |
Es tat mir Leid, dass ich auf diesem Thema die ganze Zeit so rumhackte, aber ich hatte Jahre lang das Gefühl gehabt, ich würde etwas verpassen, da es so ein Imperativ in Deutschland gab, dass junge Menschen reisen müssten.
Christian und ich hatten uns aber damals für das Abenteuer "Leben mit Kind" entschieden, was wohl die beste Entscheidung meines Lebens war und nachhaltig ist. Das ist ja das tolle an Kindern. Die sind so schön nachhaltig.
Auf jeden Fall bewunderte ich immer alle, die sonst wo gewesen waren und sonst wie wilde Dinge getan haben. Jetzt war ich 10 Jahre älter und reiste einfach mit meinen Kindern und durfte sehen, was ich vor 10 Jahren wirklich verpasst habe. "Nichts!"“
In dem Alter wäre so eine Reise für mich verlorene Zeit gewesen, da ich gar nicht in der Lage gewesen wäre, wirklich kreative Dinge zu tun.
Meiner Ansicht nach sind interessante Traveller immer noch ein ganzes Stück älter als wir, da die wirklich Reiseformen wählen, wo ich den Hut vor ziehe.
Die Kids hier auf den Inseln suchten weder die schönen Orte auf, noch schienen sie in der Lage, die günstigsten und dadurch interessantesten und spannendsten Verkehrsmittel ausfindig zu machen. Man reiste halt so, wie alle reisten und das war selten günstig noch besonders authentisch, sofern ich das überhaupt beurteilen konnte. Es schien höchstens das bequemste und vermeintlich sicherste zu sein, da man sich mit den Einheimischen fast gar nicht auseinander zusetzen hatte.
Die Nachtfähre aufzutreiben war für uns mit etwas mehr Aufwand verbunden gewesen, da nicht in großen lateinischen Schriftzeichen "Hier" dran stand und keine Horde "gutmeinender" Schlepper einen an Bord begleitete.
Bei all den möglichen Alternativen glaubte ich, dass wir mit eine der günstigsten gewählt hatten. Auf jeden Fall war es eine der interessantesten.
Die Nacht war super ruhig und diesmal auch ohne Zwischenfälle bei den Kindern.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 6. November 2008
Ich will doch nur schlafen! (Surat Thani nach Phuket-Stadt, Thailand)
Um 3:00 Uhr Morgens kamen wir dann schon in Surat Thani an. Was für eine Zeit. Wir sind bis halb fünf liegen geblieben, weil es einfach zu früh war. Andere haben das auch so gemacht und es schien auch total in Ordnung.
Das einzig Nervige war der Taxityp, der ständig ankam und uns weckte, um uns sonst wo hin zu bringen. Wir vermuteten, dass der zum Service des Schiffes dazu gehörte und die Leute wirklich kostenlos zu den weiteren Vekehrsmitteln brachte, aber mitten in der Nacht war dieser Service auch nicht wirklich willkommen.
Noch im Dunkeln sind wir dann zur Busstation gelaufen, wo dann auch schon unser Bus stand und direkt, also um 5:30 Uhr, los fuhr (3X170 Baht).
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| So happy one can be when geting sticky rice. (Surat Thani, Thailand) |
Ich war zu müde, um viel aus dem Fenster zu schauen. Erst als wir durch den Khao Sok Nationalpark fuhren, machte ich die Augen wieder auf, um die beeindruckenden Felsformationen zu bestaunen.
Der lustig gekleidete Herr (kurze, gebügelte Hose und wollene Kniestrümpfe, dazu ein gebügeltes Hemd mit einem elegant geknoteten Halstuch), der aussah, als wenn er auf dem Weg zum Pfadfinderlager sei, stieg im Nationalpark aus, so dass wir vermuteten, dass es ein Ranger war.
Als wir nach Kao Lak kamen, waren wir echt geplättet. Die gesamte Küste bis Phuket, und das waren gut 30-40 Kilometer, war zugekleistert mit Hotels, Resorts und Restaurants. Auch alles in Deutsch ausgeschildert.
Aber deswegen waren wir ja hier her gefahren, um uns mal anzuschauen, wo und warum die Deutschen hier so zahlreich hinfahren. Also ein reiner Bildungstrip.
In Phuket angekommen, waren wir überrascht, wie reich diese Stadt und die Provinz sein musste. Auch die Preise waren um 50-75 Prozent über dem, bis jetzt erfahrenen, landesüblichen Durchschnitt. Interessant fand ich, dass die Stadt gar nicht so hässlich war, wie im Führer beschrieben. Sie hatte mehrere Straßenzüge mit wunderschönen kolonialen Häusern und auch der Tourismus verlief sich schön. Was aber auch hieß, dass die Infrastruktur auf die Einheimischen ausgerichtet war. Somit hatten wir zum ersten Mal richtig Probleme, ein akzeptables Guest-Haus zu finden.
Wir haben noch nie so viele Guest-Häuser angeschaut. Die günstigen waren echte Absteigen und somit indiskutabel gewesen, da man sonst immer nur weg will. Und das war nicht hilfreich, wenn man sich eigentlich noch was anschauen wollte.
Das vermeintliche "Backpacker Hostel" war ein Hotel, welches 700 Baht für das günstigste Zimmer haben wollte.
Das Talang Guest House wollte unverhältnismäßig viel mehr für die Kinder aufschlagen, da ja Frühstück inklusive sei.
Das vermeintliche "Backpacker Hostel" war ein Hotel, welches 700 Baht für das günstigste Zimmer haben wollte. Im berühmten On On Hotel (da wurde Leonardo Di Caprio für "The Beach" gefilmt) waren sie mehr als unkooperativ, was die Kinder anging. Überhaupt waren die hier alle total überfordert im Bezug auf die Kids. So etwas schien es hier so gut wie nie zu geben.
Wir sind schließlich nach langem Suchen im Old Town Hostel gelandet, welches nicht im Führer stand, aber auch hier konnten wir keine direkte Einigung finden. Das Mädel war aber super lieb, hat den Kindern Wasser und Bananen gegeben, während wir noch mehr Guest-Häuser in der Umgebung anschauten. Das war aber alles nichts.
Und ich war doch so müde, wir waren ja schon anderthalb Tage unterwegs.
Letztendlich habe ich das Mädel nochmal gefragt, ob wir den großen Raum mit dem herrlichen Holzfußboden nicht auch ohne Air Con haben könnten.
Sie willigte ein und jetzt hatten wir für 370 Baht den schönsten Raum, den wir in ganz Phuket gesehen habe. Und wir haben viele Räume in Phuket gesehen! Auch die Atmosphäre war die freundlichste aller besichtigten Unterkünfte. Nur die Bäder waren weit, weit weg. Das machte aber nichts.
Der Markt war direkt vor der Tür. Und nach der ersten richtigen Mahlzeit heute, ging es auch schon um sieben Uhr ins Bett.
Das hatten wir uns verdient.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 7. November 2008
Bildungstag (Patong, Thailand)
Nachdem ich mal wieder verzweifelt nach einer Wäscherei gesucht habe, habe ich nochmal im Guest-Haus nachgefragt, ob sie uns nicht einen besseren Preis als 50 Baht pro Kilo machen könnte. Sie wollte eigentlich gar keine Wäsche waschen, so dass sie mich kurzer Hand an die Hand nahm und zwei Häuser weiter ging. Hier hatte eine alte Dame eine Waschmaschine, die ich für 30 Baht benutzen durfte.
Leider wurde die Wäsche überhaupt nicht sauber und wir mussten gestern schlimm ausgesehen haben. Die T-Shirts hatten nachhaltig sandfarbige Partien, besonders wo die Tragegurte langgelaufen waren. Und gestunken müssen wir, nach anderthalbtägiger Reise. Ich war ja so selig, als ich gestern endlich unter die Dusche kam und dann auch alle Kinder einmal absprühen konnte. 36 Stunden reisen ist einfach echt ekelig bei dem Klima.
Nach erfolgreicher Lösung des Wäscheproblems sind wir mit dem Bus nach Patong gefahren. Das mussten wir uns einfach anschauen.
Der vielberüchtigte und meistbesuchte Strand und Ort von Phuket. Hier lief wirklich alles auf, was man eigentlich nicht wieder nach Europa einreisen lassen wollte.
OK, OK, das darf man nicht sagen und alle sind bestimmt auch nicht so schlimm von den Touristen. Immerhin gehörten wir ja dazu.
Das Stadtbild war geprägt, wie konnte es anders sein, von alten Herren, die kurz vor ihrem Eintritt ins Altenheim zu stehen schienen und jetzt noch mal die Sau raus lassen wollten, mit Mädchen die ihre Enkel- oder sogar Urenkeltöchter hätten sein können. Was war mir schlecht.
Die Vorstellung, dass so ein alter Sack in knapp drei bis fünf Jahren anfangen würde, auf meine Tochter zu stehen, ist somit das widerlichste, was die Menschheit hervorbringen konnte.
Neben den alten Säcken, die auch noch meinten, oben ohne rumlaufen zu müssen, gab es noch die älteren Pärchen um die sechzig, wo sie meinte, sie hätte noch eine Figur wie mit 20 und mit viel zu knappen Höschen und auch oben ohne rumrannte.
Gegen das Alter kann man nichts machen, aber man kann sich dennoch geschmackvoll kleiden, ohne sich verstecken zu müssen.
Die dazugehörigen Herren trugen ihre Bierbäuche in krebsroter Farbe vor sich her. Alles nicht so schön anzuschauen.
Daneben gab es tatsächlich Familien und erstaunlicherweise viele junge Pärchen. Wobei ich sagen musste, auch wenn es politisch inkorrekt ist, viele dieser jungen Pärchen sahen sehr einfach gestrickt aus. Die Rucksackkids, über die ich ja immer wetterte, wirkten dagegen ganz anders. Im Gegensatz zu diesen Pärchen, sehr viel pfiffiger und weltoffener.
Schon seltsam, wie unterschiedlich die wahrgenommenen Eindrücke sein konnten. Und mit dem richtigen Vergleichsmaßstab relativierten sich anfängliche Aversionen. Wobei ich nicht oft genug betonen kann, dass es sich um Momentaufnahmen von mir handelte, die beim besten willen nicht repräsentativ noch fair oder sonst was sein mussten.
Patong Stadt war potthässlich. Es war eine einzige Ansammlung von Bars und entsprechenden Etablissements, plus den typischen Restaurants, so dass der Urlauber auf nichts aus seiner Heimat verzichten musste.
Der Strand, der im Führer als einer der schönsten beschrieben wurde, war nicht vergleichbar mit Ko Tao.
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| If you like it!? Patong Beach on Phuket. (Thailand) |
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| We take pictures and the other family is doing the same. (Phuket, Thailand) |
Ich nehme auch alles zurück, was ich negatives über Ko Tao geschrieben habe. Ko Tao war dagegen das Paradies welches in Thailand für uns. Schöner, einsamer und idyllischer hatten wir es sonst nirgends erlebt.
Vielleicht sah der eingefleischte Pauschaltourist ja die Unterschiede in diesen Tourihochburgen. Ich sah sie nicht. Für mich sah das alles gleich schrecklich aus.
Dennoch musste man sagen, auch das war Thailand. Waren es nicht rund 13 Millionen Touristen pro Jahr, die fast alle an die Westküste Thailands reisten. Es war genauso authentisch wie die Hilltribes im Norden, oder der Seven Eleven, der überall zu finden war.
Es war ein lustiger Ausflug, aber ich war froh, als wir diese ganzen Tuk Tuk Heinies und optischen Unschönheiten wieder verlassen durften und mit dem Bus zurück nach Phuket Stadt fuhren.
Philosophischer, oder besser selbstkritischer, Einschub
So, ich glaube, ich muss mal wieder etwas positiver schreiben. Mir machte es ja auch keinen Spaß, alles so negativ zu sehen, aber es gab so Phasen.
Und so groß unser aller Heimweh zur Zeit auch war, war ich sicher, nach zwei Wochen in Deutschland würden wir auch da wieder anfangen, uns über das dortige System aufzuregen. Es gab nun mal nicht das perfekte System, alle hatten sie ihre Macken. Wobei ein Sozialsystem, wie in Deutschland einen unvergleichbaren Wert besaß, gegenüber vieler anderer Systeme.
Ich wollte nochmal etwas allgemeines zum Reisen sagen, da sich wohl hier und dort einige angegriffen fühlten, durch meinen doch sehr forschen Ton zum Reisen mit oder ohne Kinder. Wobei es nicht ums Reisen mit oder ohne Kinder ging, sonder um die Einstellungen, die sich hinter den verschiedenen Reiseformen verbargen.
Zum einen muss ich ganz klar sagen, wusste ich es ja gar nicht. Wir trafen Menschen für eine Momentaufnahme und konnten so gar nicht wissen, wieso, weshalb, warum sie wie, wo reisten. Dennoch maß ich mir an, in diesen kurzen Augenblicken die Stimmung wahrzunehmen, die uns entgegengebracht wurde. Wobei auch hier wieder einschränkend gesagt werden muss, dass Atmosphäre immer von beiden Seiten geschaffen wird.
Das menschliche Wahrnehmungssystem muss aber seine Umwelt in irgendeiner Form einsortieren und speichern, um Handlungsfähig bleiben zu können und so tat ich es auch. Ob man so etwas für naiv hält, steht an dieser Stelle nicht zur Debatte, sondern was man letztendlich aus dieser subtilen Information machte. Und ich machte genau das daraus. Das was hier steht.
Dass das nicht immer ganz fair war und der Situation nicht immer ganz gerecht wurde, verstand sich für mich von selbst. Denn ich war auch nur Mensch, der auf bestimmte Schlüsselreize geprägt war und somit bestimmte Dinge intensiver wahrnahm als andere, die für mich wenig Relevanz hatten.
Beim Thema Kinder waren sowohl Christian als auch ich extrem empfindlich. Seit mehr als 10 Jahren mussten wir uns Schlimmes anhören, wobei es in den letzten Jahren mit unserem zunehmenden Lebenserfolg ruhiger geworden war, dafür trat der Neid stärker in den Vordergrund. Der zwar nicht ausgesprochen wurde, aber man musste schon sehr authistisch sein, um diesen nicht mitzubekommen.
Seit 10 Jahren hingen wir zwischen allen Stühlen. Gehörten nicht wirklich zu den Studenten, da wir nicht auf coole Partys gingen, oder durch die Welt reisten, wie man das von ordentlichen Studenten allgemein erwartete. Wir gehörten aber auch nicht zu den vermeintlich glücklichen Familien, die in ihrem Reihenhaus ihre Kinder groß zogen und damit voll ausgefüllt waren. Wir haben zu unseren Reihenhauszeiten in Meckenheim ja noch studiert, waren viel zu jung für diese Gruppe Menschen, die zum Teil fast unsere Eltern hätten sein können, und hatten und haben auch immer noch jede Menge vor. Also unter anderem auch Kinder großziehen.
Das Problem, was wir mit vielen Singelpärchen hatten, und ich sage es noch mal ganz deutlich, nicht mit allen, wir haben auch schon ganz wundervolle Pärchen getroffen, ist, dass sie in ihrem Lebensmodell nicht glücklich schienen.
Ich hatte immer den Eindruck, dass sie gesellschaftlichen Normen hinterher liefen, die ihnen nicht gut taten.
Hach, was klingt das besserwisserisch. Natürlich, das Leben gibt uns bestimmte Dinge auf, die wir erfüllen müssen, wenn wir ein halbwegs würdevolles Leben in unserer Gesellschaft führen wollen. Wir müssen zur Schule, wir müssen in irgendeiner Form eine Ausbildung absolvieren und insbesondere Frauen müssen in einem bestimmten Zeitfenster über Kinder nachdenken. Das heißt nicht, dass sie Kinder bekommen müssen, aber wenn sie sich dafür entscheiden, dann nur in dem kurzen Zeitraum, den Mutter Natur dafür vorgesehen hat.
Diesen Zwängen kann man sich kaum entziehen und ich wusste auch nicht, ob das sinnvoll gewesen wäre, wenn man an der Gesellschaft partizipieren wollte.
Es gab aber unabhängig davon eine ganze Reihe von sozialen Normen, die meistens nichtmals wirklich verbalisiert wurden, sonder die einfach so Gültigkeit hatten. Und genau hier war der Punkt, wo jeder eigenverantwortlich und selbstbestimmt tätig werden konnte.
Einige dieser Normen, die uns seit Jahren begleiteten, da Christian und ich uns für ein anderes Leben entschieden hatten, oder besser gesagt, wir haben es nicht abgelehnt, lauteten: "Als junger Mensch muss man Reisen und sich die Welt anschauen." "Auf keinen Fall zu früh binden, denn man muss sich ja erstmal austoben." "Frühe Bindungen haben sowieso keine Zukunft und Kinder mit Anfang 20, das geht immer schief."“
Permanent sind wir damit konfrontiert worden, dass unser Leben ja gar nicht gut sein konnte, weil wir Lydia hatten. Mit Anfang zwanzig ist man extrem verunsichert, wenn alle sagen, man mache etwas falsch.
Ich behaupte, unser Leben ist dadurch besser geworden.
Jetzt konnte man sagen, dass wir halt Glück hatten, dass das alles so gut klappte.
Zum einen, gehört Glück nicht zu jedem Leben irgendwann mal dazu? Und zum anderen, Glück muss man sich manchmal auch ganz schön hart erarbeiten. Es ist immer leicht in der Nachschau zu behaupten, dass bei uns das ja alles ganz easy war.
Ich glaube von easy waren wir so weit entfernt, wie Patong in Thailand schön ist.
Wir haben uns der Herausforderung aber gestellt und tun es immer noch. Und sobald ein Lebenszustand eintritt, mit dem einer von uns, oder wir beide, unglücklich waren, taten wir alles, um diesen Zustand zu ändern. So kam ja letztendlich auch diese Weltreise zustande. Es musste etwas geändert werden und zwar radikal und ich glaube das haben wir hinbekommen.
Wie es nach der Weltreise dann weiter gehen würde, wusste keiner. Aber wir hatten jetzt schon so viel erlebt, gelernt und durchgestanden, dass wir das "Danach" uns auch zutrauten in irgendeiner Form zu meistern.
Zum Reisen an sich wollte ich noch sagen, da ich mich ja doch oft über die verschiedenen Reiseformen wunderte, dieses wohl auch schon mehrfach abfällig geäußert habe, wollte ich noch mal betonen, dass unsere Reiseform definitiv nicht der Weisheit letzter Schluss war. Wer Urlaub wollte, wäre mit unserer Form total fehl aufgestellt, denn Urlaub war das was wir hier machten absolut nicht. Es war ein durchaus mühsamer, aber auf jeden Fall lohnenswerter Weg.
Ob wir mehr von den Ländern sahen als Pauschaltouristen, oder sonst wie finanziell besser ausgestattete Personen, glaube ich nicht. Wir sahen vielleicht nur ein bisschen was anderes, wenn überhaupt. Aber wirklich viel sahen wir auch nicht.
Wir reisten ja auch nur von Guest-Haus zu Guest-Haus. Bewegten uns nicht wirklich von den Touripfaden runter, weil es für uns einfach nicht ging und bekamen nur kleine Momentaufnahmen der Länder mit.
Das Lustige daran ist, wenn man sich das mal klar macht, wie wenig man eigentlich sieht und das dann mal auf Deutschland überträgt, stellt man fest, dass man auch in Deutschland ganz vieles noch nie gesehen hat.
Ich weiß nicht, wie das Leben auf einer Hallig in der Nordsee ist, oder auf einer Alm in Bayern, geschweige denn, wie Muslime eigentlich bei uns leben und sich organisieren. Man sieht Berichte darüber und maßt sich vielleicht an, es zu wissen, aber wer hat in diese Lebensformen den tatsächlich schon mal reingeschnuppert.
Ein Leben ist einfach zu kurz, um alles zu sehen und zu erfahren. Und auch all die Fragen und Unverständlichkeiten, die sich gerade hier für uns auf der Reise auftaten und oft in einem bissigen Ton im Text sich wiederfanden, würden sich in diesem Leben wohl nie alle klären lassen.
Letztendlich zeigte uns die Weltreise vor allem, was wir alles nicht wussten, nicht konnten und auch nicht verstehen würden. Die Bissigkeit, mit der diese Dinge dann hier im Text auftauchen, lag vor allem an meiner eigenen Unzulänglichkeit und auch der Wut, es nicht zu begreifen. Ich drehte es und wendete es und es ließ sich mir nicht erschließen. Soviel zur geistigen Offenheit. Mein Geist war einfach nicht auf so viel Fremdartigkeit ausgelegt, ohne vor lauter Fragen daran zu verzweifeln.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 8. November 2008
Internet verpflichtet (Phuket, Thailand)
Endlich hatten wir mal freien Internetzugang, was aber auch hieß, dass wir ihn nutzen mussten. Es sammelte sich ja einiges, wenn man solange fern jeder Zivilisation war. Somit haben wir fast den ganzen Tag damit zugebracht, die fast 30 Fotos und den ebenfalls aus so vielen Seiten bestehenden Text aus meiner Datei in den Blog zu verfrachten. Derweil konnten die Kids sich bilden.
Der Vorteil von freiem Internet war, dass wir auch mal wieder einen Blick auf die Nachrichten werfen konnten. Da haben wir doch glatt die US-Wahl verpasst. Ein geschichtsträchtiges Ereignis und wir waren auf Ko Tao, da gab es ja nichtmals Strom.
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| Phuket does have nice colonial buildings. (Phuket, Thailand) |
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| Road in the old quarter of Phuket town. (Phuket, Thailand) |
Als wir dann endlich fertig waren und den Fuß vor die Tür bekommen haben, fing es genau in dieser Minute an zu regnen.
Also wieder rein. Erst gegen Abend hatten wir die Möglichkeit einen ausgiebigeren Blick auf Phuket Stadt zu werfen. Und ich fand diese nachhaltig eine der schöneren Städte in Thailand. Irgendwann waren wohl die Portugiesen mal hier gewesen und haben gebaut.
Irgendwann waren die Portugiesen mal hier und haben gebaut.
Florian hatte gestern etwas zu viel gegessen, so dass es mal wieder heute Nacht erst oben und dann unten raus kam.
Wir haben ihn, ohne scheiß, heute an die 13 Mal wickeln müssen. Nicht weil er Durchfall hatte, aber eine sehr ausgiebige Verdauung. Und da wir ja so gut wie keine Feuchttücher mehr benutzten, hieß dass für uns 13 Mal Treppe runter, bis zu den Duschen, und den jungen Herrn wieder gesellschaftsfähig machen.
Einmal rund um die Welt spielen
Mal wieder ein Update über die verschiedenen Aktivitäten der Kinder in den Guesthäusern.
In Savanakhet (Laos) haben wir unsere Eltern immer von oben vom Balkon beobachtet und wenn die nicht da waren, haben wir Fangen oder Detektive ums Haus gespielt. Auch Stuntman waren wir.
In Vientiane (Laos) haben wir auf dem Balkon immer Grenzübertritt gespielt. Und mit dem typischen Bastball haben wir vor allem mit den Angestellten gespielt. Wir haben aus den Wäscheständern Bunker gebaut und mit dem Nachtwächter uns dann bekriegt.
In Vang Vieng (Laos) waren Kinder, mit denen wir gequatscht und gespielt haben. Im Pool war einer derjenige, der dem anderen sagte, zu welcher Wand er schwimmen solle, ohne zweimal hintereinander bei der gleichen Wand zu sein.
In Luang Prabang (Laos) gab es noch mehr Kinder, mit denen wir in den Badezimmern mit den Duschen rumgespritzt haben. Abends sind wir immer zwischen den verschiedenen Guesthäusern, zu denen die Kinder gehörten, hin und hergelaufen und haben uns gejagt.
In Luang Nam Tha (Laos) hatten wir so ein großes Plastikauto zum reinsetzen, mit dem wir die ganze Zeit rumgeschoben haben. Oder wir haben mit Steinen Blätter und sonstiges gemörsert und Suppe gekocht.
In Chiang Khong (Thailand) haben wir uns hinter den Autos versteckt und unsere Eltern beobachtet.
In Chiang Rai (Thailand) haben wir Zirkus mit Clownshows gespielt und auch Indianer, wo Josua der Böse mit dem Pfeil war.
In Chiang Mai (Thailand) haben wir im Treppenhaus ganz leise Singshows gespielt. Josua hat die „Rosarote Blume“ und ich „Ich bin ein Känguruh“ gesungen.
In Bangkok (Thailand) haben wir gebastelt, Josua hat mit seinen Autos gespielt und wir haben im Treppenhaus gespielt, dass wir BMX Räder hätten und durch ganz viel Schlamm mussten, oder wir wurden von einer schwarzen Gestalt verfolgt.
In Prachuap Khiri Khan (Thailand) haben wir Internat gespielt und wir mussten dann immer Hausaufgaben machen, also Zettel beschreiben.
In Ko Tao (Thailand) da haben wir im Meer Bademeister gespielt. Wir mussten also jemanden retten oder es gab Monster. Ansonsten haben wir Städte im Sand gebaut.
In Phuket (Thailand) haben wir so kleine Frisbeescheiben, mit denen wir uns ständig beschießen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 9. November 2008
Kata und Karon Beach (Phuket, Thailand)
Nach einer geruhsamen Nacht sind wir zu weiteren Stränden auf Phuket gefahren und haben den Tag am Strand verbracht.
Wir hatten optimales Strandwetter. Schön bewölkt, so dass man sich auch am Strand aufhalten konnte.
Der Kata und Karon Beach sind um Meilen besser als Patong. Die Atmosphäre war sehr viel angenehmer und entspannter. Es gab sogar tolle Wellen, in denen die Kids den Tag verbrachten. Und trotz Wolken war die Sonne aggressiv, was hieß, noch mehr Sonnenbrand.
Ich wußte schon, warum ich für tropische Strände nicht wirklich viel übrig hatte.
Somit fand ich die Strände OK und mit der richtigen Perspektive konnte man sogar Traumfotos da raus holen.
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| Kata beach on Phuket. (Thailand) |
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| What would we do without a 7-eleven? (Kata and Karon Beach, Phuket, Thailand) |
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| Florian wouldn't have beach toys (Coffee Cups). (Kata and Karon Beach, Phuket, Thailand) |
Ich konnte nachvollziehen, warum jemand Spaß an so etwas hat. Mir wäre es etwas zu langweilig und wir waren, mal abgesehen von dem einen Traveler der vorbeizog, die einzigen, die bekleidet waren, was unter den Pauschaltouristen zu verwunderten Blicken führte.
Das war wohl einfach der Unterschied. Wir machten keinen Urlaub hier und ich musste mich nicht von allen Seiten grillen lassen. Ganz im Gegenteil, je weniger Sonne und je mehr Schatten, um so besser.
Das spannende an diesen Stränden fand ich das Klientel. Sextouristen waren Gott sei Dank verschwindend wenige da, aber dafür ein Schlag von Mensch, den ich hoch interessant fand.
Die sehr bildungsnahen Gesellschaftsschichten waren in Phuket im Rahmen von Pauschalurlaubern eher seltener anzutreffen, diese fand man wohl eher in Luang Prabang (Laos) mit der Kulturreisegruppe.
Genauso trafen wir hier auch keine Travelerkids, da die sich eher auf den verhältnismäßig günstigeren Inseln im Osten auf eigene Faust tummelten.
In Phuket hatten wir den Eindruck vor allem, aber ich betone, bestimmt nicht nur, die bildungsferneren Gruppen anzutreffen, sofern sich das so pauschal überhaupt sagen ließ.
Auch wenn der ein oder andere jetzt aufschrie und sagte, das könnte ich doch gar nicht wissen, behaupte ich "doch" in einem gewissen Umfang war es auf jeden Fall nicht unmöglich.
Menschen aus den unterschiedlichen Bildungsschichten schienen zum einen unterschiedlich auszusehen, aber viel kennzeichnender, denn Aussehen war niemals ein sicherer Indikator, war das Verhalten und die Bewegung.
Unterschiedliche Gesellschaftsschichten schienen interessanterweise unterschiedliche Bewegungsformen zu haben. Warum das so wirkte, kann ich nicht sagen, aber es war durchaus auffällig bei unseren Beobachtungen. Und mehr hatten wir ja auch nicht zu tun.
Auch schienen Menschen aus bildungsferneren Schichten viel ungesünder auszusehen. Nicht, das sie alle übergewichtig waren, aber sie schienen nicht über das gleiche Wissen über ein gesundes Leben und die finanziellen Mittel zu verfügen, wie bildungsnähere Gruppen.
Diese Ausführungen hier sind nicht negativ gemeint, sonder sind eine Darstellung unserer Beobachtungen der unterschiedlichen Gruppen von Reisenden, denen wir so begegneten. Und wer mit solchen Bemerkungen ein Problem haben sollte, der solle doch bitte „Die Zeit-Online Reise“ lesen. Da gab es nur Reiseberichte, die sich über den gotischen Baustil der noch so langweiligen Kirche XY ausließ.
Wir waren genauso überrascht, dass sich so krasse Unterschiede für uns feststellen ließen, aber das machte es ja, und Phuket im Besonderen, so spannend.
Zu Phuket ganz allgemein konnte ich nur sagen, dass sich allein wegen dieser Erfahrung der Abstecher voll gelohnt hatte. Ich musste aber definitiv nicht nochmal hier hin, fand es aber super, dass so viele hier her reisen. Es hätten ruhig noch mehr sein dürfen, dann wären die wirklich schönen Spots dieser Welt für uns fast ganz alleine gewesen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 10. November 2008
Interview mit RSH (Phuket, Thailand)
Heute war nichts. Ich habe Gestern zu viel Sonne abbekommen und viel zu scharf gegessen, so dass sowohl Kreislauf als auch Magen sich für heute verabschiedet hatten.
Somit waren wir noch einen Tag länger geblieben, was aber nicht so schlimm war, da das Zimmer einfach schön und wir hier den (zwar nicht ganz legalen) WLAN Internetzugang hatten.
Somit war es mir möglich auf die Antwort von RSH (Radio Schleswig Holstein) zu reagieren und ehe ich mich versah, lief auch schon ein Interview, welches bei ausreichender Tonqualität morgen gesendet werden sollte.
Was sagt man zu so was? Wir haben schon so viele Absagen eingesammelt, dass ich das gar nicht so realisiert habe, was für eine lustige Sache das mit RSH eigentlich ist.
Wir hatten ja schon einige Absagen erhalten. Die beste Absage kam aber vom ZDF, die auf Grund der vielen Zuschriften von Leuten, die genau das selbe machten wie wir, uns nicht weiter berücksichtigen könnten. Angeblich bekämen Sie täglich von mehreren Familien geschrieben, die auf Weltreise seien.
Ah ha! So viele, die genau das selbe machten. Mal ganz ehrlich, wenn dem wirklich so gewesen wäre, dann hätte das Internet doch überquellen müssen von deutschsprachigen Blogs und Reiseinfos. Wahrscheinlich waren wir nur zu blöd, diese Seiten zu finden von all den deutschen Großfamilien, die sich täglich auf den Weg um die Welt machten. Wir haben in all den Monaten auch noch keine getroffen. Wahrscheinlich waren die alle in Mainz (beim ZDF) unterwegs.
Ich ärgerte mich ja nachhaltig, dass ich diesen Blog nicht in Englisch geschrieben hatte, da die englische Travelercommunity soviel größer war und auch wir sämtliche Detailinfos über englische Seiten bezogen.
Apropos Englisch. Ich wusste echt nicht, was Josua den Leuten, denen wir in den Guest-Häusern so begegneten, erzählte. Auf jeden Fall kam ein englischsprachiges Pärchen auf uns zu und fragte, wer denn von uns muttersprachlich Englisch sei. Sie waren mehr als erstaunt, als sie hörten, dass Josua eigentlich nur Deutsch sprach.
Ja, ja der Josua, der wickelte alle um den kleinen Finger und verkaufte ihnen auch, dass er fließend Englisch könne.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 11. November 2008
Kölle Alaf oder immer das selbe Gedrisse (Phuket nach Krabi, Thailand)
Krabi war ein absolutes Muss für uns. Wir konnten doch nicht als ehemalige, aber im Herzen immer noch dabei gebliebene, Kletterer an einem der weltweit größten Kletterspots vorbei reisen.
Also ging es wie immer zur Busstation in Phuket, um frustriert festzustellen, dass der einzige ordinary bus erst Mittags abfuhr und nur die Hälfte der Stecke zurücklegen sollte, was somit zu spät für uns war. Wir wären sonst im Dunkeln in Krabi angekommen.
Nach Abklärung, ob wir die Strecke nicht unterteilen könnten, so dass wir die Air Con Busse vermieden und nur mit Ordinary Bussen führen, blieb doch nur der Air Con Bus. Diese Abklärerei nervte mich tierisch, da ständig jemand auf einen einredete und leider viel zu oft falsch, so dass ich die paar, die es wirklich gut mit einem meinten, unfairer Weise immer erstmal misstrauisch anschaute oder ignorierte.
Dieses paranoide Verhalten konnte einem den Trip echt kaputt machen. Ständig waren wir auf der Lauer und witterten was Böses, welches leider viel zu oft dann auch kam. Das war mal self-fulfilling prophecy.
In Krabi ging es von der mal wieder 4 Kilometer außerhalb liegenden Busstation mit dem Sammeltaxi in die Stadt.
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| River view in Krabi. (Thailand) |
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| More river view. (Krabi, Thailand) |
Der Taxifahrer meinte 2x40 Baht zu bekommen. Wir hatten was anderes ausgemacht. Und da er nicht mehr insistierte, als ich ihm nur 1x40 = 2x20 Baht in die Hand gedrückt habe, ging ich davon aus, dass es sich hier um den regulären Preis handelte, den ich ihm gegeben hatte.
Mittlerweile suchten wir ja immer wie blöd nach Guest-Häusern. Die anfangende Hauptsaison machte sich bemerkbar und auch unsere gestiegenen Ansprüche.
Hatte ich schon gesagt, dass der richtige Lonely Planet Thailand nicht wirklich hilfreich war.
Die Researcher hatten wohl keine Lust, anständig zu schauen, da günstige Unterkünfte unter 400 Baht so gut wie gar nicht auftauchten. Entweder waren diese den Jungs nicht luxuriös genug, oder ich hatte einfach nur nicht verstanden, nach welchen Kriterien die Unterkünfte vom Lonly Planet ausgesucht wurden.
Jetzt waren wir im Chao Fah Guest-Haus gelandet. Es war nicht super toll, aber wir hatten ein eigenes Bad und die Familie war sehr freundlich. Die Kakerlaken auch.
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| What's wrong with that picture? Excactly, the tempel is white and not coloured yet. (Krabi, Thailand) |
Quatsch! Die Tiere tauchten halt immer dort auf, wo nicht gesprüht wurde, aber dann machten wir das halt selber. Dafür hatte ich ja extra so 'ne nette Sprühflasche im Gepäck.
Die Zahl der Muslime hier mehrte sich langsam und beim Abendbrot kaufen bekamen Flo und Josua jede Menge zusätzlich in die Hände gedrückt. Lydia war entweder zu alt, oder halt nur ein Mädchen, weswegen sie selten in diesen Genuss kam. Die Jungs mussten dann auch mal teilen.
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 12. November 2008
Ein Traum wird wahr (Krabi, Thailand)
Nach erfolglosen Verhandlungen am Pier, der Plan war nach Relay zu fahren und dies war nur mit dem Boot möglich, haben wir letztendlich die bessere Runde gewählt.
Mit dem Sammeltaxi ging es durch nicht verachtenswerte Kalksteinformationen nach Ao Nang. Ebenfalls ein Ort, der 'ne schöne Promenade hatte und eine noch schönere Aussicht aufs Meer und die dortigen Inseln.
Auch wenn der Strand recht schmal war, fand ich ihn in seiner Gesamtkomposition schöner, als die Strände in Phuket.
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| Ao Nang beach. (Thailand) |
Dann gingen die Verhandlungen wieder los. Wir wollten, wie bei den Taxifahrten, die Kinder kostenlos mitbekommen. Die Boote für 80 Baht pro Person wollten mindestens 80 Baht für die Kinder zusammen. Also wir weiter zum nächsten Strand. Hier kosteten die Tickets 100 Baht pro Person, aber die Kids sollten frei sein. Mit gewissen Einschränkungen ging es doch.
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| Embarkation to go to Raily. (Ao Nang Beach, Thailand) |
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| Josua allways is carried on and off board. (Ao Nang Beach, Thailand) |
Der Boottripp von 20 Minuten nach Relay Weststrand war echt spektakulär. Die Felslandschaft, die sich aus dem Wasser erhob, war mehr als toll und beeindruckend.
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| On the way to Raily. (Thailand) |
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| Family picture. (Boat to Raily, Thailand) |
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| Still on the way through fantastic panorama. (Boat to Raily, Thailand) |
Am Strand angekommen musste ich zugeben, dass es doch noch Traumstrände in Thailand zu geben schien. Nicht, dass wir alleine gewesen wären, aber die Atmosphäre stimmte und die Bucht schmiegte sich in die Kalksteinfelsen, die dem türkisfarbenem Wasser Nachdruck verlieh.
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| Raily Bay. (Thailand) |
Und da, ganz oben am Felsen, konnten wir die ersten Kletterer erspähen. Man musste es schon wissen, um diese winzigen Punkte an den steilen Klippen als solche erkennen zu können.
Nichts wie den vorbeiströmenden Kletterern hinterher in den Dschungel und zu den Felswänden.
Einmal an den Wänden stehen, die auf sämtlichen Bildern zu sehen waren.
Wir wollten zwar nicht klettern, aber wir wollten es uns wenigstens mal anschauen und den anderen dabei zusehen.
Und während die ganzen Ausländer mit all ihrem Equipment ausgestattet die Felsen bezwangen, kletterten die Thais mit Flip Flops. Ist ja auch mal ganz schön.
Vom Einstieg hatte man eine tolle Aussicht auf die Bucht und auch der Weg durch den Busch hatte seine Kletterelemente, so dass wir wenigstens etwas Kletter-Feeling hatten.
Nach Badespaß im türkis schimmernden Nass ging es hinten durch die Kalksteinfelsen zum Nachbarstrand, noch mehr Kletterern zuschauen.
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| Mother and son. (Raily, Thailand) |
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| Watching the climbers at the cliffs. (Raily, Thailand) |
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| Beach boy. (Raily, Thailand) |
Irgendwann, eines Tages würden Christian und ich in einem ausreichend trainierten Zustand hier nochmal herkommen und auch klettern. Es war immer gut, noch etwas zu haben, wovon man träumen konnte.
Zurück ging es am Meer viel schneller über die Felsen, die inzwischen durch die Ebbe komplett frei gelegt waren.
Lydia war total begeistert von der teilweise nassen Kraxelaktion.
Zurück sollte es vom Relay Oststrand gehen, der schlammig und mit Mangroven vollgewuchert war.
Auch hier wieder zähes Verhandeln.
Da wir uns nicht wirklich auf einen Preis geeinigt hatten, sind wir mal hinter dem einen Typen, der mit anderen Touris zu seinem Boot ging, her gelaufen. Meistens wurden die Leute sehr viel kooperativer, wenn nicht die ganze Meute von denen auf einem Haufen hing.
Und wer sagte es denn, diese Strecke war deutlich weiter, ging aber direkt nach Krabi Stadt. Für 350 Baht, statt ursprünglich 500 Baht am Strand, waren wir dabei.
Auf Grund der Ebbe war der Weg zu den Booten weit und rutschig, was Josua gleich zweimal ausprobieren musste.
Dieser Trip war im Verhältnis definitiv einer der teuersten, aber das war es uns wert gewesen.
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| Back to Krabi town. (Boat to Krabi, Thailand) |
Jeder hat ja etwas, was er unbedingt einmal sehen oder machen möchte.
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| Dreaming about old times when we were climbing, too. (Raily, Thailand) |
Und jetzt noch eine kleine Relativierung. Die spektakulären Fotos, die man immer von den Kletterern an den Felsen sah beruhten, wie konnte es anders sein, an der gewählten Perspektive.
Die einen Felsen lagen gar nicht am Strand, sondern im schlammigen Dschungel. Erst wenn man über die Höhe der Baumwipfel kam, wurde die Aussicht atemberaubend. Ansonsten schaute man ins Grün, oder vor die Wand. Der zweite Kletterspot war zwar am Strand, dieser war aber im Verhältnis nicht so schön, wie uns die Fotos glauben machten. Das Kletterareal war eher klein und die nicht ganz so schönen Kletterhäng-Outs waren auf den Fotos auch nie zu sehen.
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| On the postcard pictures you never see the ugly climbers hangouts. (Raily, Thailand) |
Der dritte Kletterspot war keinen zweiten Besuch wert. Der quetschte sich an den Rand des mehr als häßlichen Mangroven-Schlamm-Strandes. Da kletterten wohl mehr die Mücken auf dir als du an der Wand.
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| That's the spectacular beach during low tide. (Raily, Thailand) |
[Ganz Hoch] [Ganz Runter] [Hoch] [Runter] 13. November 2008
Stolz wie Oskar! Florians erstes paar Schuhe (Krabi nach Hat Yai, Thailand)
An der Busstation gab es das schon so oft erlebte Phänomen, dass die Dame uns nur den Erste-Klasse Bus verkaufen wollte. Den billigeren Bus gab es angeblich nicht.
Dann nicht.
Wir gingen wie üblich erstmal weg. Gemächlich haben wir gefrühstückt und dann hat Christian sich nochmal in Ruhe umgeschaut.
Da gab es ja noch einen zweiten Busanbieter, der hatte auch den günstigeren Bus zur Verfügung und eine halbe Stunde später waren wir auch schon unterwegs. Vermutlich der langweiligste Trip, den wir bis jetzt hatten. War die Landschaft einschläfernd. Immerhin gab es im Fernsehen zuerst einen kindgerechten Prügelfilm aus den 80ern. Danach wurden wir mit Thai-Schnulzen gequält, die sich kein Bisschen von den kambodschanischen oder vietnamesischen Videoclips zu unterscheiden schienen. Aber die Soundanlage in diesem Bus war überragend. Die ganze hintere Sitzbank bestand aus Basslautsprechern.
Lydia kämpfte mal wieder mit der Übelkeit und schaffte es bei der Ankunft in Hat Yai noch gerade auf die Toilette.
Das tolle Cathay Guest-Haus aus unserem Führer konnte ich beim besten Willen nicht empfehlen. Das war trotz netter Crew mit das Schäbigste, was ich bis jetzt gesehen hatte. Das Louise Guest-Haus machte mit den Kindern Probleme, aber im Ladda Guest-Haus sind wir dann ganz gut in der Nähe des Bahnhofs untergekommen.
Hat Yai war eine normale Stadt, in der es exzellentes Essen gab und man sich tot-shoppen konnte.
Auch Wäsche war diesmal easy going.
Unser Ziel war mal wieder der TESCO, der doch weiter war als die offensichtlich nicht ganz maßstäbliche Karte vermuten ließ.
Das zählte aber nicht. Mittlerweile waren wir so auf diese großen Supermärkte aus, da man dort gut, günstig und ohne blödes Vollgelabere einkaufen konnte. Es hatte immer ein Bisschen was von Urlaub, sich in diese zurückzuziehen. Andere buchte dafür teure Hotels, die überall auf der Welt gleich aussahen, wir nutzen die großen Supermarktketten.
Und es war höchste Zeit, für Florian Hose und Schuhe zu kaufen, damit er nicht immer Barfuß durch die dreckigen Bus- und Bahnhöfe lief.
Ohne große Verwunderung akzeptierte Florian die Dinger an den Füßen und wollte sie gar nicht mehr ausziehen. Josua und Lydia hatten mit ihrem ersten Paar Schuhe mehr Probleme.
Den Rest des Abends musste stolz durch die Gegend gelaufen werden.